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Endphase eines Sit and Go Turniers

sngSit and Go Turniere werden besonders bei Pokerspielern, die neu in das Turnierspiel einsteigen wollen, sehr beliebt. Dabei werden an einem Tisch mit sechs oder zehn Spielern, die jeweils einen festen Buy-In bezahlt haben, an jeden Spieler gleichviele Chips verteilt. Die Regeln sind einfach. Ein Spieler, der keine Chips mehr hat, muss den Tisch verlassen. Derjenige, der am Ende des Spiels alle Chips in seinem Besitz hat, hat das Turnier gewonnen. Im Normalfall wird der Preispool anteilig unter die Spieler auf den ersten drei Plätzen aufgeteilt.


Die frühe Endphase des Turniers (vier bis fünf Spieler übrig)


Zu Beginn der Endphase, also in der sogenannten Bubble-Phase, sollte die Spielweise dahingehend verändert werden, dass jetzt ein recht aggressives Spiel durchaus empfehlenswert ist. Es ist von großem Vorteil, wenn man sich bis zu diesem Zeitpunkt ein Image als tighter, vorsichtiger Spieler erarbeitet hat, da nun die Blinds schon recht hoch sind und sich das Stehlen der Blinds hier schon lohnen kann. Viele der noch am Tisch befindlichen Spieler werden versuchen, es auf Biegen und Brechen zu schaffen, sich unter die letzten drei zu retten, weil es da ans Geld geht. Das verleitet häufig dazu, keine Konfrontationen eingehen zu wollen und sich mit extrem tightem Spiel bis in die Runde der letzten Drei vorzuschleichen. Wer also hier aggressiv und hoch anspielt, hat eine gute Chance, die Blinds des Öfteren abräumen zu können.
Das Ziel muss es letztendlich sein, die Anzahl der Gegner möglichst zu reduzieren. Da in dieser Phase des Spiels die Angst sehr hoch ist, kurz vor Erreichen der "heißen Phase" noch aus dem Turnier auszuscheiden, wird es verhältnismäßig selten zu einer All-In Situation kommen. Die Bubble-Phase ist häufig die längste Phasen des gesamten Sit and Go Turniers. Sollte es dennoch zu einem All-In kommen, sollte der Gegner dafür wohl ausgewählt sein. Am beliebtesten sind dafür Gegner mit einem geringeren Chipstack als dem eigenen, da diese All-Ins noch nicht zum Ausscheiden führen können. Durch Eliminieren der kleineren Gegner lässt sich schnell der Status des Chipleaders erreichen, womit sich dann auf alle anderen Beteiligten ein gewisser Druck ausüben lässt.


Die letzten drei Spieler


Sind nur noch drei Spieler am Tisch, so sollte die aggressive Taktik durchaus beibehalten werden, wobei noch mehr Hände gespielt werden können. Je weniger Spieler noch am Tisch sitzen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine schwache Hand trotzdem die stärkste am Tisch ist. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass es derjenige, der seine Hand als erster anspielt die Gegner schnell aus dem Pot vertreiben kann. Bei einer tatsächlich guten Hand sollte man daher Vorsicht walten lassen, um die Gegner noch möglichst lange im Pot zu halten, was die Ausbeute maximiert.


Nur noch zwei Spieler am Tisch - Heads up


Im Heads up kommt mehr als sonst das Glück der guten Karten zum Tragen. Die mittlerweile schon sehr hohen Blinds, welche, anders als in einer großen Runde, auch jede Runde bezahlt werden müssen, sorgen dafür, dass einige schlechte, in Reihe gefoldete Hände schnell das Aus bedeuten können. Daher ist es wichtig, hier auch schwächere Hände zu spielen. Häufig geht es nur darum, wer als erster anspielt um den Anderen aus dem Pot zu vertreiben. Die Chance, dass die eigene Hand besser ist als die des Gegners ist nun fünfzig Prozent. Es empfiehlt sich daher, mit einem Paar und vernünftigem Kicker schon All-In zu gehen, um dem Gegner die Möglichkeit zu nehmen, sein Blatt auf Turn oder River noch zu verbessern.
Bei einem All-In des Gegners sollte man grundsätzlich bei jedem Paar höher fünf und hohen Karten wie KQ sowie suited connectors mitgehen. Die Chancen, den Showdown so zu gewinnen sind recht hoch.

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