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Pokerstrategien
Omaha
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Wie wir bereits gelernt haben (Omaha Regeln ), gibt es verschiedene Möglichkeiten Omaha zu spielen. Wenn wir von Omaha sprechen umfasst dies allgemein die populärsten Formen, wie Limit Omaha HiLo Split, Omaha8, Omaha/8, Omaha High-Low, Omaha Split, Omaha Eight-or-Better. So wird prinzipiell beim Omaha High zwischen Limit (d. h. in jedem Spiel und jeder Runde gibt es ein festes Limit für die Einsätze) und Pot Limit Omaha High (der Spieler kann setzen, was sich im Pott befindet) unterschieden. Gerade für Anfänger kann Omaha hinsichtlich der Identifikation der bestmöglichen Kombination zu Verwirrungen und Problemen führen, da es ja 60 Kombinationen aus den Zweierkombinationen der Hand mit den Dreierkombinationen des Boards geben kann. Deshalb wird von Vielen Omaha, gerade in der HiLo – Version (einem split pot Spiel), wo zusätzlich die bestmögliche niedrige Hand zu identifizieren ist, als eine komplizierte Version gesehen. Dem ist aber nicht so. Sicherlich hat jede Poker-Version auch ihre komplexen Seiten, jedoch gerade im Vergleich zum Texas Holdem ist Omaha im Grunde einfacher zu verstehen und zu spielen. Omaha folgt im Prinzip den gleichen Regeln wie das Texas Holdem. Zwei Ausnahmen führen jedoch dazu, dass eine vollkommen andere Strategie zu verfolgen ist. Die Ausnahmen sind wie bereits beschrieben, dass die Spieler vier Pocket Cards bekommen anstatt Zwei, und dass die Spieler zwei Pocket Cards und drei Community Cards nutzen müssen, um diese zur besten Hand zu kombinieren. Die Entscheidungen beim Texas Holdem sind zumeist geprägt von Zufällen, Unsicherheit und Komplexität. Dies ist darin begründet, dass die meisten involvierten Spieler zumeist keine spielbare Hand haben. Es gewinnt meistens derjenige den Pott, der vom Flop an am cleversten spielt. Wenn man bei Texas Holdem immer nur das Blatt spielen würde wenn es das Beste wäre, dann würde man langfristig verlieren. Bei Texas Holdem muss man deshalb auch mit dem höchsten Paar mitgehen und setzen. Beim Omaha werden dagegen selten Hände head-up nach dem Flop gespielt, denn es gibt meistens 1-3 Spieler die Hände haben, um den Pott oder Teile des Potts zu gewinnen. So kann ein Spieler eine klar bessere Hand haben als die anderen, oder mehrere Spieler können eine wirklich solide Hand haben, oder der Pott kann durch den Bluff irgendeines Spielers gewonnen werden, weil kein anderer die Hand hat, um den High bzw. Low-Pot zu gewinnen. Beim Omaha gibt es also sehr viele Versionen, um an einen Flop anzuschließen. Spieler können hier ihre Chancen verdoppeln einen Pott zu gewinnen, indem sie eine hohe oder niedrige Hand bilden. Da man beim Omaha vier Pocket Cards bekommt, besteht oft der Trugschluss, dass man nun die doppelte Anzahl von Kombinationen der zu spielenden Startblätter hat. Aber in Wirklichkeit hat man mit vier Karten erheblich mehr mögliche Zweikarten-Kombinationen. Nehmen wir an, wir haben vier Karten A, B, C, D so ergeben sich folgende Kombinationsmöglichkeiten AB CD AC BD AD BC. Damit ergeben sich also sechsmal so viele Starkombinationen wie beim Texas Holdem. Aus diesem Grund kommt es beim Omaha einfach öfter vor, dass sich aus den Kombinationen Straights, Flushes oder ein Full House ergeben. Die Zweifachmöglichkeit eines Blattes beim Hi-Lo und die Bestimmung der besten Kombination wirken nur auf dem ersten Blick kompliziert. Zunächst einmal kann man sagen, dass ein Blatt dann optimal wäre, wenn man dadurch den gesamten Pot (High und Low) gewinnen kann, also den Pot scoopen – das ist dein Hauptziel und die Basisstrategie dieser Pokerversion. Man sollte deshalb als beste Strategie, mit niedrigeren Blättern beginnen, die potenziell ein Flush oder Straight ermöglichen können. Hast Du zum Start hohe Karten und der Flop bringt auch 3 hohe Karten, so sollten zum Beispiel jene Spieler aussteigen, die nur auf den Low-Anteil des Pots abzielen, denn in diesem Fall würde das Geld an die höchste Hand gehen. Bringt im gleichen Fall der Flop drei kleine Karten, hat Deine hohe Hand an Wert verloren. Der Pot wird dann höchstwahrscheinlich geteilt werden. Bedenke, beim HiLo muss ein Flush oder ein Straight nicht negativ bewertet werden, wenn Du darauf abzielst den Low-Anteil des Pots zu gewinnen. Beim Omaha Hi-Lo ist es besonders entscheidend, dass der Flop ein starkes Blatt ermöglicht oder die Tendenz dahin geht. Sollte dies nicht der Fall sein, ist es ratsam auszusteigen. Das A und O des Omaha Hi-Lo ist es zunächst einmal die guten Startblätter zu identifizieren, denn die wichtigsten Entscheidungen werden im Pre-Flop getroffen. Dem Agieren im Pre-Flop –Play kommt damit eine hohe Bedeutung zu. Als disziplinierter Spieler wirst Du nur mit einem guten Startblatt in das Spiel einsteigen. Das bedeutet, Du musst dir vor dem Flop Gedanken machen, welcher Flop am besten zu deiner Hand passen würde. Omaha HiLo ist ein Spiel welches aus „der Hand heraus“ gespielt wird, das heißt es wird kaum geblufft, auch der Gegner muss im Vergleich zum Texas Holdem weniger gelesen werden - so gewinnt meistens der Spieler mit der besten Hand. Beim Omaha HiLo wird allgemein empfohlen nur ungefähr 30-35 Prozent der Starthände zu spielen. Die besten Starblätter beim HiLo sind wie gesagt diejenigen, die ein hohes Potenzial haben den High- und Low-Anteil zu gewinnen. Deine Spielweise sollte sich auch darauf ausrichten, dass der Pot möglichst nicht gesplittet oder gar geviertelt wird. Wie bereits gesagt, kannst Du gleiche oder unterschiedliche Kombinationen nutzen, um die hohe und niedrige Hand zusammenzustellen. Aufgrund des Prinzips der Kooperation, welches Dich leitet, musst Du dich immer daran ausrichten, wie sich Deine Hand in das Board einfügt und damit „kooperiert“. Es ist deshalb beim Omaha ein schwerwiegender Fehler das eigene Blatt isoliert zu betrachten, denn idealerweise ergänzen sich die Startkarten alle gegenseitig. Im Flop müssen die unterschiedlichen Mehrfachmöglichkeiten erkannt und die eigenen Karten in der Ordnung der Pokerkombinationen gefunden werden. Im Folgenden wird ein starkes Startblatt des Hi-Lo vorgestellt: A-A-2-3 double suited (doppelte Gleichfarbigkeit) – die beste Starthand beim Omaha HiLo: Dieses Blatt erlaubt durch die beiden Asse die Möglichkeit zum besten Flush (Nut-Flush) und zur besten Low-Hand (Nut-Low) und hat somit ein sehr großes Scoop-Potenzial. Die 2 und die 3 in Sequenz sind die optimale Möglichkeit die Gefahr der „Verfälschung“ (counterfeited) zu verringern. Was hat es mit dem Ausdruck „Verfälschung“ auf sich“? Verfälschung steht hinsichtlich der Low-Hand für die Gefahr, dass eine oder mehrere Deiner Karten durch das Board verdoppelt werden. Die Verdopplung der Karten im Board kann Dein Blatt erheblich schwächen. Betrachten wir ein Beispiel. Bei der Starthand von A-2-7-9 kommt ein Flop von 3-4-8 – das Nut-Low wäre in diesem Fall 8-4-3-2-A. Ergibt der Turn beispielsweise eine 2 würdest du mit 7-4-3-2-A ein besseres Blatt haben. Das Problem besteht jedoch darin, dass möglicherweise jemand anderes ein A-5 hat, damit würde er Dich schlagen, da er mit 5-4-3-2-A die bestmögliche niedrige Hand hat. Gerade das Erkennen der Low-Hände birgt vor allem für Anfänger Problempotenzial mit sich. Was ist der einfachste Weg dies zu erkennen? Wenn Du dich erinnerst, Grundregel beim Omaha ist es, immer zwei Karten der eigenen Hand mit drei Karten aus dem Board zu kombinieren. Wenn wir nun den Low-Anteil näher betrachten - welche Hand ist nun die niedrigste und was ist wenn Deine Karten counterfeited sind? Die niedrigste bestmögliche Kombination die man erreichen kann ist ein so genanntes wheel A-2-3-4-5, die schlechteste Low-Kombination ist 4-5-6-7-8. Du kannst Deine Low-Hand praktisch wie eine Nummer lesen, indem du mit der höchsten Karte anfängst und dich immer weiter herunter liest. Derjenige Spieler, der letztendlich am dichtesten an das wheel herankommt, gewinnt den Low-Pott. Das Nut-Low ist das bestmögliche Low mit einer bestimmten Hand. So ergibt beispielsweise 2-3 kombiniert mit einem Board von 7-6-4-K-A ein Nut-Low von 6-4-3-2-A - bei einer Hand von A-2 würde dagegen mit 7-6-4-2-A kein Nut-Low erreicht werden. Ein weiteres Beispiel: Die Hand besteht aus A-2-K-K und der Flop besteht aus 5-7-8. Der High-Anteil des Pots ist hiermit zwar so gut wie kaum zu erreichen, jedoch hätte in diesem Fall die Low-Hand ein sehr gutes Potenzial (Deine Low-Hand ist in diesem Fall die beste). Problematisch würde es dagegen werden, wenn beim Turn oder River eine 2 oder ein Ass fällt. Fällt die 2 wäre A-3 die beste Low-Hand, da die 2 verdoppelt wäre – beim Ass wäre dementsprechend 2-3 die beste Kombination. Das Wichtige beim Omaha ist es also, die Nut-Low-Hände zu lesen und zu erkennen. Erst dann stellst Du deine Low-Hand in Beziehung zum Nut-Low. Oftmals kommt es beim Omaha vor, dass der Low-Pot unter zwei oder mehreren Spielern aufgeteilt wird, da sie über die gleichen Kombinationen der Low-Hand verfügen. Der Kern liegt also immer darin, nicht zu schauen wie niedrig Deine Hand ist, sondern wie niedrig sie im Vergleich zum Nut-Low ist.
Andere exzellente Startblätter sind: A-A-2-x, A-A-3-x, A-2-3-x, A-2-4-x, A-2-x-x, A-3-4-x, A-A-x-x. Du musst dir im Klaren sein, dass die Stärke dieser Blätter zum einen davon abhängig wie die x-Karte aussieht und ob die Hand non-suited, suited oder double-suited ist. So ist beispielsweise A-A-K-K double suited ein stärkeres Anfangsblatt als A-A-K-7 non-suited. Du solltest um den Low-Pot zu gewinnen nur Blätter spielen die ein A-2, A-3 oder 2-3 enthalten. Hinsichtlich des High-Pots sollten die vier Karten der Starthand aus mindestens 9 und höheren Karten bestehen. Hände mit 7, 8 oder 9 sind in der Regel zu folden. Was musst Du weiterhin beim Omaha HiLo vermeiden? Zunächst sollten nicht zu viele Startblätter gespielt werden, denn es ist beispielsweise bei dieser Pokerversion schwer seine Gegner zu bluffen, denn wie gesagt, mit den vier Startkarten ergeben sich für jeden Gegner sechs Startmöglichkeiten. Vermeide zu agieren, wenn Du nach dem Flop keine Chance für ein Nut hast – deshalb also keine mittleren Blätter spielen. Eröffnet dagegen der Flop Potenzial den Pot zu gewinnen, solltest Du auf jeden Fall aggressiver spielen. Bei einem A-2 ist es ratsam nicht zu früh zu erhöhen und damit Deine Gegner zum folden zu animieren. Bei diesem guten Blatt solltest Du stattdessen erst in späteren Positionen erhöhen, um so den Pot aufzubauen damit du dann aus der besten Ausgangsposition agieren kannst. Wenn Du beispielsweise eine Hand hast, bestehend aus 5-6-7-8, so ist unschwer zu erkennen, dass zwar die Chance für ein Straight gegeben ist, jedoch kein Potenzial zu Erreichung des Low-Pots besteht. Um diesen zu erreichen ist prinzipiell ein Ass nötig. Würde dieses Ass auch tatsächlich fallen brauchst Du trotzdem eine Zwei. Das mit dieser Hand mögliche Straight wäre höchstwahrscheinlich zu niedrig um den gesamten Pot zu gewinnen – in diesem Fall wird der Pot geteilt. Liegt im Board zum Beispiel 2-8-9-10-J ergibt sich mit der Hand 5-6-7-8 die Möglichkeit einer Straße. Nun solltest Du nicht den Fehler begehen weitere Einsätze zu bringen, denn höchstwahrscheinlich hat einer Deiner Gegner eine Q-8 oder sogar K-Q und kann somit leicht Dein Straight schlagen. Auf solche Situationen musst Du während des Spiels achten und die Möglichkeiten deiner Gegner mit Blick auf das Board kalkulieren. Beim Omaha entscheidet sich der Ausgang der Partie meistens erst mit dem River – es ist im Gegensatz zum Texas Holdem kein „Flop-Spiel“ bei welchem die beste Hand auf dem Flop meistens auch bis zum Schluss die beste Hand bleibt. Beim Omaha gibt es dagegen aufgrund der vielen Kombinationsmöglichkeiten hohe Chancen auf Flushes, Straights und Full-Houses. Man muss als Spieler also immer damit rechnen, dass wenn nach dem Turn noch vier oder fünf Spieler dabei sind, wenigstens zwei oder drei darunter sind, die noch sehr gute Ausbaumöglichkeiten haben, so dass sich die beiden besten hohen und niedrigen Blätter sogar noch verbessern lassen. Hast Du am Ende das beste Blatt für den High-Pot so solltest Du auch aggressiv setzen und erhöhen, denn der halbe Pot ist dir auf jeden Fall sicher. Im Gegensatz zum High-Pot ist es beim Low-Pot schwieriger. Wenn man sich wirklich sicher ist das beste niedrige Blatt zu haben kann man ebenfalls aggressiv agieren – es kommt jedoch, wie bereits mehrmals erwähnt wurde, oft vor, dass ein Gegner die gleiche Low-Hand hat – in diesem Fall bekommt man nur ein Viertel des Pots. Der Gewinn wird somit äußerst gering sein. Gibt es keine Möglichkeit für eine Low-Hand kannst Du auch gelegentlich versuchen zu bluffen. |