7 Card Stud Strategien - Starthand (Third Street)

Eine starke Starhand wird immer Deine Gewinnchancen erhöhen. Die wichtigsten Entscheidungen beim Seven-Card Stud werden in der Starthand (Third Street) getroffen. Dein Hauptziel muss es immer sein, so viele deiner Gegner wie möglich schnell mit dieser hand auszuschalten. Es ist von zentraler Bedeutung, dass die drei Karten der Starthand, welche 42% der finalen Hand darstellen, entweder ein hohes Paar enthalten oder in irgendeiner Form ausbaufähig sind. Erkennst Du diese Möglichkeit kannst du dich in den Pot wagen und mit der ersten Wettrunde in das Spiel einsteigen. Dies ist die erste kritische Entscheidung, die beim Seven-Card Stud ansteht. Nachdem Du deine Hand betrachtet hast, geht der nächste Blick auf die upcards deiner Gegner. Eine Faustregel ist, dass die niedrigste Karte Deiner Hand höher sein sollte als jede sichtbare Karte auf dem Tisch. Stud-Hi erfordert es auch hoch zu spielen. Ultimative Starthände sind Drillinge und dann Flush draws gefolgt von Straight draws und Paaren. Verdeckte Asse sind ebenfalls von Vorteil.
10 besten Starthände
Die zehn besten Starthände beim Seven-Card Stud sind ihrer Rangfolge nach:
- Drilling (rolled-up trips, beginnend bei (A-A) A und abwärts).
- dann folgen hohe Paare AA - JJ,
- drei aufeinander folgende Karten in der gleichen Farbe
- ein mittleres Paar (z.B. 8-8)
- ein niedriges Paar (z.B. 4-4)
- drei Karten gleicher Farbe (Three-Card Flush)
- drei aufeinander folgende Karten (Suited connectors/ Three Card Straights).
Einen großen Teil der Gewinnstrategie umfassen das Karten-Gedächtnis und die Analyse der Karten. Man muss in der Lage sein, aus den eigenen Karten, den offenen Karten der Gegner und, aus bereits abgelegten vorher sichtbaren Karten, Bewertungen vorzunehmen. Des Weiteren muss beachtet werden, wie viele Spieler noch hinter Dir agieren werden – je mehr, desto mehr Vorsicht ist geboten. Die Analyse von dem was auf dem Tisch liegt und Schlüsse zu ziehen was das für das eigene Spiel bedeuten kann, ist also beim Seven-Card Stud von elementarer Bedeutung. Du musst die upcards in jeder Street beobachten und dich fragen, ob sie hilft oder deine Chancen beeinträchtigt, die Chancen des empfangenden Spielers - oder die Chancen der anderen Spieler beeinträchtigt.
Ein Drilling ist die beste Starthand beim Seven-Card Stud und je höher der Drilling, desto besser. Der Drilling, den man etwa einmal in 425 Fällen erwarten kann, ermöglicht es oft Runden zu gewinnen und das Setzverhalten in den kommenden Streets flexibel zu gestalten. Mit einem Drilling als Starthand kannst Du dir ziemlich sicher sein, die beste Hand am Tisch zu haben. Die Chancen für weitere Verbesserungen Deines Blattes liegen bei etwa 40% - sehr wahrscheinlich zu einem Full House. Wüsste jemand, dass du einen Drilling hast, würde er zweifellos sofort aussteigen. Deshalb ist es empfehlenswert es zunächst bis zu den hohen Strassen (5th-7th Street) langsam angehen zu lassen, also nicht zu hoch zu setzen gegebenenfalls zu checken oder zu callen. So kannst Du einen höheren Pott einfahren. Dies wird als „slow play“ bezeichnet. Du versuchst die anderen Spieler so lang wie möglich im Spiel zu halten, da du sie höchstwahrscheinlich mit deinem Blatt schlagen wirst. Es ist aber in späteren Runden Vorsicht geboten, wenn Du kein Full House aufbauen konntest, nicht zu viele Spieler mitgehen zu lassen und das Risiko einzugehen, das sich jemand ein Straight oder Flush aufbaut. Hast Du einen niedrigen Drilling, wie 222, musst du besonders Acht geben, dass nicht jemand ein Set höher hat als du und dich schlägt, weil du beispielsweise kein Full House erreichen konntest.
Hohe Paare sollte man immer spielen. Aber: Umso mehr Spieler im Spiel sind, desto risikohafter wird Dein Spiel mit einem hohen Paar. Auf jeden Fall solltest Du raisen, um die Zahl der Gegner zu vermindern und eventuellen Spekulanten das Weiterspielen teuer zu machen. Aber aufpassen! Ein einzelnes hohes Paar ist jedoch nur gegen einen einzelnen spekulierenden Gegner von wirklichem Vorteil. Allgemein ist die Starthand mit einem hohen Paar auf jeden Fall stärker, wenn das Paar verdeckt ist, denn dann ist sie für den Gegner äußerst schwer einzuschätzen. Des Weiteren ist auch die Höhe des Kickers (Beikarte) von Bedeutung – ein (J-J) A ist viel stärker als (J-J) 3.
Bei kleinen oder mittleren Paaren ist in erster Linie die Höhe des Kickers von Bedeutung. Die Entscheidung kleine oder mittlere Paare zu spielen, sollte sich an einigen Punkten orientieren. Wenn Du in keiner steal position bist, musst du sicherstellen, dass alle deine Karten „leben“ bevor du spielst. Weiterhin wichtig ist wie bereits gesagt, die Stärke des Kickers. Diese beiden Punkte sind äußerst wichtig. Des Weiteren musst Du schauen, was die anderen upcards sind, ob das Spiel eher tight oder loose abläuft. Hältst Du ein two-flush und/oder ein two-straight erhöht sich der Wert deiner Hand. Gewöhnlich benötigen die kleinen und mittleren Paare im Verlauf des Spiels noch ein weiteres, höheres Paar, um Gewinnchancen zu haben. Generell solltest Du kleine und mittlere Paare bei Erhöhungen folden, es sei denn dein Kicker ist höher, als das Paar, was derjenige hat der erhöht. Falls jedoch keine der upcards höher ist als Dein Paar solltest du fast immer mitgehen. Ein starker Kicker ermöglicht es Dir ein starkes Paar „darzustellen“ als das was du tatsächlich hast, so dass du am Ende mit dem besten Paar agierst. Mit dem starken Kicker kannst Du mitgehen wenn der Pot erhöht wird. Bei raise und re-raise dagegen, auf jeden Fall aussteigen.
Was solltest Du zusammenfassend bei der Starthand strategisch beachten?
- Hohe Drillinge von 10`s bis Assen aggressiv spielen.
- Bei niedrigen Drillingen slow play, denn niemand rechnet damit, dass eine Vier als door-card Teil eines Drillings ist.
- Mit einem hohem Paar sollte man aggressiv spielen, um einige Gegner auszuschalten.
- Mit niedrigen und mittleren Paaren slow play, jedoch sollte man aussteigen, wenn Karten die selbst benötigt werden beim Gegner zu sehen sind.
- slow-play bei flush- und straight draw – Händen.
- Wenn man nicht aussteigt, sollte man auch nicht passiv agieren.
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