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Pai Gow Poker
Pai Gow Poker oder Asian Poker ist eine recht simple Pokervariante, die jedoch auf Grund ihrer vielen Strategiemöglichkeiten sehr interessant ist. Pai Gow Poker wird vor allem in den Casinos von Las Vegas und Atlantic City angeboten. Mittlerweile bieten auch einige Online Casinos wie das Spin Palace Casino dieses Spiel an. Pai Gow Poker gewann seit Mitte der 1980er Jahre an Bedeutung, es gehört jedoch nicht zu den klassischen Pokerformen sondern ist eine Mischung von Pokerelementen mit dem chinesischen Spiel Pai Gow. Pai Gow, zu Deutsch etwa: neun Punkte machen, stammt ursprünglich aus Macau und wird mit Dominosteinen gespielt – es hat eigentlich nichts mit Poker zu tun. Das klassische Pai Gow wurde schließlich auf ein Kartenspiel übertragen und die recht komplizierten Rangfolgen der Domino-Kombinationen auf bekannte Pokerhände übersetzt. Kreiert haben dieses Spiel die Amerikaner Sam Torosian und Fred Wolf.
Wie funktioniert Pai Gow Poker?
Pai Gow Poker wird mit einem 52er Kartendeck sowie eines Jokers gespielt. Teilnehmen können bis zu sieben Spieler, wobei ein Spieler die Bank bzw. der Dealer ist. Jeder Spieler spielt jeweils allein gegen die Bank. Der Joker, the Bug genannt, ist eine „wilde“ Karte – er kann als Ass fungieren und des Weiteren nur genutzt werden, um ein Straight, Straight Flush oder Royal Flush zu vervollständigen. Die Rangfolge und der Wert der klassischen Pokerhände gelten auch beim Pai Gow Poker. Das Spiel beginnt damit, dass man seinen Einsatz festlegt und dementsprechend Chips legt. Anschließend werden jedem Spieler sowie dem Groupier bzw. Dealer sieben verdeckte Karten zugeteilt. Wie beim Pai Gow kann gewürfelt werden, um festzulegen welcher Spieler als erster Karten erhält. Jeder Spieler sowie der Bankhalter formen aus den sieben erhaltenen Karten zwei Hände. Eine Hand ist die High hand oder Back hand welche aus fünf Karten besteht. Die zweite Hand ist die so genannte Low hand oder Front hand – diese enthält zwei Karten. Die Wertigkeit der Rangfolgen bei der High hand sind im wesentlich gleich dem Standard-Poker – es gibt jedoch einige Ausnahmen: A-2-3-4-5 ist die zweithöchste Möglichkeit für ein Straight und ein Straight Flush. Vom Ranking her liegt diese Hand zwischen A-K-Q-J-10 und K-Q-J-10-9. Als Spieler ist grundlegend darauf zu achten, dass die High hand immer einen höheren Rang erreicht als die Low hand. Die Rangfolge der Low hands ist von der Höhe nach absteigend von einem Paar Assen bis zu einem Paar Zweien. Gibt es kein Paar, so folgt die Rangfolge folgender Systematik: A–K, A–Q, A–J, …, A-2, A–2, K–Q, K–J,…, die niedrigste ist dann 3-2. Die Besonderheit bei der Rangfolge der Low hands besteht darin, dass es keine Straights und Flushes gibt.
Spielen mit High- und Low hand
Nachdem nun alles Spieler ihre High hand und Low hand gebildet haben und diese dann auf den entsprechenden Feldern verdeckt abgelegt wurden, deckt der Dealer bzw. der Croupier die Karten auf, so dass dann die Abrechnung erfolgen kann. Wie bereits erwähnt ist das spezielle beim Pai Gow Poker das man allein gegen die Bank und nicht gegen die anderen Spieler spielt. Den Kartenvergleich gewinnt man gegen die Bank, in dem man eine höherwertige High hand und eine höherwertige Low hand als die Bank vorzeigen kann. Der Gewinn besteht in der Höhe des Einsatzes abzüglich einer Provision in Höhe von 5%.
Was bedeutet es, wenn man nur eine der beiden Hände gewinnt?
In diesem Fall spricht man von einem Push – einem Unentschieden und der Spieler erhält seinen Einsatz zurück. Schlägt oder stellt die Bank beide Hände ein, dann gewinnt die Bank den Einsatz des Spielers. Wenn eine Hand des Spielers und die entsprechende Hand des Kartengebers Karten des gleichen Ranges aufweisen so zählt dies als eine Kopie (Copy) und der Kartengeber gewinnt den Vergleich. Ein Spieler hat das Recht jeweils zwei Runden in Folge als Bankhalter zu fungieren. Anschließend wechselt dieses Recht an den Spieler zur Rechten. Das strategische Vorgehen beim Pai Gow Poker ist einfacher als bei den klassischen Pokervarianten – es lassen sich trotzdem einige Strategietipps identifizieren um die Gewinne zu maximieren: als Spieler sollte man versuchen so oft wie möglich der Dealer zu sein, um dadurch mit besseren Chancen zu spielen; umso weniger Spieler an einem Tisch spielen, desto öfter kann man logischerweise der Dealer sein; ist man nicht der Dealer sollte man immer in der Art und Weise spielen, als wenn man selbst der Dealer sprich die Bank wäre.
Was heißt es nun, wenn man wie nach der Spielweise der Bank spielen sollte?
Die Hände sollten folgendermaßen gebildet werden:
- Kein Paar: in der High hand die höchste Karte spielen und in der Low hand die beiden nächst höheren.
- Ein Paar: das Paar in die High hand setzen und die beiden nächst höheren Karten in die Low hand.
- Zwei Paare: generell soll das höhere Paar in die High hand und das niedrigere Paar in die Low hand - ein Ass-Paar und ein beliebiges anderes Paar sollten immer auf beide Hände gesplittet werden; ein Bildpaar und ein Paar Sechsen oder höher sollten ebenfalls gesplittet werden; zwei Paare Sechsen oder niedriger sollten nicht gesplittet werden; alle anderen zwei Paare sollten gesplittet werden, es sei denn in der Hand befindet sich ein Ass, dann sollten das Ass und das Zweierblatt gespielt werden.
- Drei Paare: das höchste Paar wird in die Low hand gelegt und die beiden anderen Paare in die High hand.
- Drilling: der Drilling wird in die High hand gelegt – bei drei Assen sollten zwei Asse in die High hand und ein Ass in die Low hand gelegt werden.
- Drilling und ein Paar: das höhere Paar in die Low hand legen und die restlichen Karten als Full House in die High hand.
- Zwei Drillinge: den niedrigen Drilling in die High hand legen und den höheren Drilling splitten, um ein Paar in der Low hand zu spielen.
- Straight, Flush: die Straight und den Flush in der High hand spielen; bei einer Straight bzw. einem Flush aus sechs Karten spielt man die höchstmögliche Low hand; bei einer Straight bzw. Flush mit zwei Paaren sollten die Regeln für zwei Paare angewendet werden.
- Straight und ein Flush: eine Straight und ein Flush ohne Paar - die Kombination spielen, die zur höchsten Low hand führt.
- Full House: diese Kombination splitten, es sei denn mit einem Paar Zweien oder wenn ein Ass-König in der Low hand gespielt werden kann.
- Vierling: Zweier und Sechser werden nicht gesplittet und in der High hand gespielt; Siebener bis Zehner werden in zwei Paare gesplittet, außer man kann ein Ass oder ein anderes Paar in die Low hand legen; Buben, Damen und Könige werden in zwei Paare geteilt, außer, man besitzt noch ein weiteres Paar Zehner oder besser; Asse werden immer geteilt, außer, man kann ein Paar Siebener oder besser in die Low hand legen.
- Fünf Asse: sollten immer gesplittet werden, außer, man kann ein Paar Könige in die Low hand legen.
| Blatt |
| Wahrscheinlichkeit (%) |
| Fünf Asse |
| 0,00000732 |
| Straight/Royal Flush |
| 0,00136862 |
| Vierling |
| 0,00199472 |
| Full House |
| 0,02717299 |
| Flush |
| 0,04004129 |
| Straight |
| 0,07289350 |
| Drilling |
| 0,04846585 |
| Zwei Paare |
| 0,23065464 |
| Ein Paar |
| 0,41663862 |
| Nichts |
| 0,16076246 |