Dominik Nitsche gewinnt das $1k-Turnier und freut sich über $335,659 und sein zweites gewonnenes WSOP-Turnier.

Event #21 ($1,000 NL Hold'em)

Ein weiteres Massen-Event begann mit 2,043 Spielern und es ging um 1,83 Millionen Dollar. Die Stühle leerten sich im Minutentakt und 168 Spieler durften an Tag 2 noch mal ran. Im Feld hofften mit Dominik Nitsche, Erik Seidel, David Williams und JC Tran einige Hochkaliber auf einen guten Lauf. Und diese Hoffnungen wurden natürlich für die meisten der Genannten enttäuscht. Immerhin schaffte es mit Dominik Nitsche ein Deutscher unter die letzten 16 und der war auf dem dritten Platz im Chipcount für die nächste Runde gut aufgestellt.

Nitsche verteidigte den dritten Platz in Richtung Finaltable und war mit 40 BigBlinds zum Beginn ausreichend munitioniert um mit aggressiven Moves den Tisch zu dominieren. Mit den passenden Karten wie QQ vs AK und TT vs AK gelangen auch die unvermeidlichen Riesenpötte. Im Dreikampf führte der Deutsche das Feld bereits deutlich an, geriet zum Heads-Up gegen Dave D’Alesandro allerdings wieder ins Hintertreffen. Als Nitsche mit T9s seine letzten Chips (20 BB) in die Mitte schob, hatte sein Gegner mit AQ den Sieg schon fast in der Tasche. Auf dem River traf der glückliche Turniersieger jedoch eine T und nach 90 Händen gewann mit Q7 vs K6 eindeutig der glücklichere Spieler den Zweikampf um das Bracelet.


Event #22 ($10,000 H.O.R.S.E. Championship)

200 Spieler interessierten sich für eines der hochwertigen und hochpreisigen Events. Größere Stacks und eine professionelle Blindstruktur gaben den Spielern Raum für Taktik und Strategie. Immerhin 122 blieben für Tag 2 im Rennen.

Das Feld war extrem stark besetzt und mit Doyle Brunson, Phil Hellmuth, Phil Ivey, Daniel Negreanu und Dan Heimiller kämpfen Routiniers mit harten Bandagen.

Opfer der Turnierhärte wurden schnell Vanessa Selbst, Scott Seiver und Titelverteidiger Tom Schneider. Während diese schon am Tag 1 das nächste Event ansteuern mussten, schafften es Phil Hellmuth und Jonathan Duhamel in die nächste Runde.

Die zwei ehemaligen Weltmeister landeten am selben Tisch und spielten einige Hände gegeneinander. Der Kanadier hatte jeweils das bessere Ende für sich und der Stack von Phil Hellmuth schmolz zusammen. Wie zu erwarten, setzten Schimpftiraden vom Poker-Brat ein. Duhamel ließ sich nicht auf das Niveau herunter, lächelte, erntete den Respekt der Kollegen und Hellmuth bustete innerhalb von 45 Minuten – So schön kann Poker sein.

Mit einem Bracelet wurde Duhamel allerdings nicht belohnt, er schied ebenfalls auf dem Weg zum letzten Tisch aus. Gleiches Schicksal ereilte u.a. Bertrand Grospellier, Justin Bonomo und Daniel Negreanu.

Nachdem u.a. Lee Goldman auf Platz 6, Max Pescatori (Platz 5) und Richard Ashby auf Platz 4 ausgeschieden waren, spielten zuguterletzt Randy Ohel und Christopher Wallace um das Bracelet und die Siegprämie von $507,614. Der 40-jährige Wallace begann sein erstes WSOP-Heads-Up zwar mit einem 1:3 Rückstand, konnte das Blatt aber wenden und freute sich standesgemäß über den Coup im Prestige-Event.