Das Main-Event läuft bereits und die vorherigen Events fanden bereits (fast) alle ihre Sieger.

 

Event #58 ($1,500 Mixed-Max)

Den ersten Tag und damit die Full-Ring-Phase überstanden 182 Spieler. Insgesamt waren 1,475 in das Rennen gestartet, der Großteil der Hoffnungen wurde also direkt enttäuscht. In den Folgerunden wurde auf 6-max und 4-max-Tische umgestellt, die Spielweise war entsprechend anzupassen. Für eine Chance auf einen Teil des $1,991,250-Preisgeldkuchens musste die Spielstrategie also flexibel justiert werden. Am zweiten Tag wurden die bezahlten Plätze erreicht und das Feld schrumpfte nicht zuletzt aufgrund des aggressiven Six-Max-Formats. Zur dritten Runde hielten nur noch 10 Spieler Chips und Jared Jaffee führte vor Brandon Cantu. Zum Schluss hatte es tatsächlich Jaffee gepackt. Der Pro aus New York spielte sich den finalen Zweikampf gegen den Kanadier Mike Watson und gewann Bracelet und Scheck im Wert von $405,428. Der 33-Jährige konnte bereits ein WPT-Turnier gewinnen und verbucht inzwischen mehr als 2 Millionen Dollar Turnierpreisgeld auf seinem Konto.


Event #59 ($3,000 Omaha-8)

An dem Event zeigten 457 Spieler Interesse und für den Sieger waren $286,976 versprochen. George Danzer hatte wieder einmal einen guten Start und konnte den ersten Tag als 5. im Chipcount beenden. Einen schlechten Start erlebten u.a. Jason Mercier, Brian Hastings, Robert Mizrachi, Daniel Alaei und Mike Matusow die allesamt ausschieden. Danzer ging in der zweiten Runde das Kartenglück aus und Dan Shak, Vanessa Selbst und Jen Harman ereilte das gleiche Schicksal. Nur 20 Spieler hatten zum Feierabend noch Chips vor sich, in Führung lag mit David Williams mal wieder ein Amerikaner. Diesem ging aber im Finale auf Platz 6 die Puste aus. Knapp vorher hatte es schon Matt Glantz erwischt, mit Ismael Bojang schaffte es ein deutscher Spieler auf Platz 4. Die meiste Luft hatte Phillip Hui aus Texas. Der Turniergrinder spielte sich in Führung und konnte im Heads-Up den Vorsprung von Zachary Milchman aufholen und behielt dann weiter das Momentum bis zum glücklichen Sieg.


Event #60 ($1,500 NLHE)

Das letzte Massen-Event lockte noch einmal 2,563 Spieler an die Tische. $3,46 Millionen Preisgeld warteten auf die 270 Bestplatzierten. Dem Sieger winkten $614,248 Prämie.

Die Bubble sollte erst am Tag 2 platzen, es kehrten 293 Teilnehmer zurück und zur Runde 3 blieben noch 23 übrig die Jagd auf den Chipleader Steve Sung machten. Sung wurde auf Platz 8 „erlegt“ und das Heads-Up spielten Salman Jaddi und Brandon Hall. Dieser Zweikampf dauerte fast 5 Stunden und Jaddi gewann mit einem „runner runner flush“ mehr als glücklich.

Da Jaddi die ersten fünf Spieler vom Finaltisch fegte, war es letztlich das Glück des Tüchtigen. Der Zweitplatzierte erhielt als Trostpflaster $381,885.



Event #61 ($10,000 Stud Championship)

Kurz vor dem Ende der WSOP nutzten noch 102 Spieler die Chance auf ein teures Stud-Event. Es ging um $958,800 Preisgeld und eine Siegprämie in Höhe von $268,473. Nachdem u.a. Max Pescatori, Brian Hastings, Huck Seed und Scott Seiver früh ausschieden, machte sich der Amerikaner Ben Yu, als Chipleader nach Tag 1, die größten Hoffnungen. Unter den 58 Spielern am Tag war auch George Danzer zu finden, der den zweiten Tag aber nicht überstand und ohne Geldpreis von dannen zog. Bubbleboy wurde mit Vladimir Shchemelev ein Russe, der den Geldregen für das verbleibende Feld einläutete. Nur neun Spieler blieben für die dritte Runde im Spiel und darunter waren mit Todd Brunson und Phil Hellmuth zwei große Namen am Tisch. Hellmuth, der bereits sechsmal die Geldränge schaffte, wollte dieses Mal unbedingt sein Bracelet Nummer 14 einsacken und damit wieder mehr Abstand zwischen sich und seinem hartnäckigen Verfolger Ivey bringen. Der Pokerbrat schaffte es allerdings nur auf den sechsten Platz. Todd Brunson wiederum musste sich im Heads-Up geschlagen geben. Matt Grapenthien hatte in der entscheidenden Phase das glücklichere Händchen und staubte nach einem vierstündigen Duell Bracelet und Prämie ab.



Event #63 ($1,500 10-Game)

445 Teilnehmer kämpften um $600k Preisgeld in 10 Pokervarianten. Nach Tag 1 waren noch 85 Spieler im Feld und mit Victor Ramdin, Daniel Negeranu und Justin Bonomo hoffte Prominenz auf neuen Armschmuck. Das restliche Feld hatte womöglich erst die Geldränge im Auge. Ab Platz 48 öffneten die Veranstalter die Schatulle. Der Löwenanteil betrug $153,220 und wurde wie üblich an den Gewinner ausgezahlt. Das Bracelet ging erneut an einen Amerikaner, Bryn Kenney schlug Jan Suchanek. Dieser begann zwar mit einer deutlichen Führung, musste sich aber mit dem zweiten Platz begnügen.


Event #64 ($10,000 PLO)

Das letzte Turnier vor dem Main-Event interessierte 418 Spieler und es ging um $3,929,200 Preisgeld. U.a. Jason Mercier, Erick Lindgren, Phil Galfond, Mike Matusow und Daniel Cates schieden direkt aus und sind in Sachen Main-Event-Planung damit völlig flexibel. Nach dem zweiten Tag waren noch 23 Spieler eingespannt und mit Marko Neumann gab es einen deutschen Chipleader für Tag 3. Leider reichte es nicht für einen weiteren Bracelet-Erfolg für Deutschland. Neumann verlor seine letzten Chips auf Platz 5 und entführte immerhin $222,549 aus dem Preispool. Sieger wurde Pat Walsh, der sich $923,379 erspielte. Walsh, der in St. Louis als PLO-Cash-Game-Spezialist bekannt ist, durfte den letzten Tisch bereits führend beginnen und hatte auch zu Beginn des Heads-Ups gegen Javed Abrahams die Oberhand. Walsh musste zwar für einige Hände die Zügel/Führung abgeben, schaukelte das Ding dann aber doch nach Hause.