Justin Bonomo gehörte zu den bekannten Spielern, denen bislang noch kein WSOP-Erfolg gelang. Nach einem glücklichen Sieg im Event #11 ist der 28-jährige Routinier von dieser ungeliebten Liste zu streichen.

Event #11 (No Limit Hold’em Six Handed)

Mit $1,500 gab es ein erschwingliches Buy-In, die Resonanz war entsprechend und die 1,587 Spieler gaben Vollgas um sich einen Anteil vom Gesamtpreisgeld in Höhe von $2,1 Millionen zu sichern – die ersten 162 Plätze wurden bezahlt. Bereits am ersten Tag war die Bubble geplatzt, nur 134 schafften es in die zweite Runde. Das Tempo blieb und das Feld wurde schnell gesiebt.

In dieser Runde erwischte es u.a. Max Pescatori und Olivier Busquet. Dieser verlor den Großteil seines Stacks mit KK vs AA, hatte sich also nichts vorzuwerfen.

Im Finale ging es weiter Schlag auf Schlag. Es dauerte nur 61 Hände bis der letzte Zweikampf zwischen Mike Sowers und Justin Bonomo begann. Sowers, der bereits als Chipleader an den letzten Tisch kam, hatte viermal so viele Chips wie Bonomo und sah wie der sichere Sieger aus. Dann wurde es aber überraschend spannend. Bonomo drehte den Spieß um und spielte seinen Gegner auf nur noch 3 BigBlinds runter. Dieser doppelte sich aber wieder in das Spiel zurück und gab nicht auf. Erst nach 100 Händen im Heads-Up floppte Bonomo einen Flush und konnte damit das Turnier gewinnen. Zu seinem ersten Bracelet erhielt der glückliche Sieger einen Scheck in Höhe von $449,980.


Event #12 ($1,500 Pot-Limit Hold’em)

In diesem Turnier konnte sich endlich mal wieder der als Chipleader in das Finale gestartete Spieler über das Ziel retten. Gregory Kolo gewann das Bracelet und $169,225, nachdem er sich durch das 557 Teilnehmer starke Feld gekämpft hatte.

Das Finale verlief ohne große Überraschungen und nach nicht einmal 70 Händen begann das Heads-Up. Hier konnte Kazu Oshima keine Punkte machen, bereits nach 5 Händen musste er sich geschlagen geben.


Event #13 (No-Limit 2-7 Draw Lowball)

87 Spieler erklärten sich bereit, den Eintrittspreis in Höhe von $10,000 zu berappen. Bei dem Buy-In und dem kleineren Teilnehmerfeld ist die Wahrscheinlichkeit auf einen prominent besetzten Finaltisch hoch. Und tatsächlich schafften es Paul Volpe, Jason Mercier, Daniel Negreanu und Brian Rast an den letzten Tisch und sorgten damit für ein interessantes Finish.

Auf dem Weg dorthin scheiterte u.a. Jennfer Harman die den Tag 2 als Chipleaderin begann und dann den Stack scheibchenweise verteilte. Michael Mizrachi, Nick Schulman, George Danzer, Phil Hellmuth, Shaun Deeb und Barry Greenstein mussten ebenfalls mit leeren Händen die Plätze räumen. Während Greg Mueller, Asthon Griffin und Abe Mosseri mit Geldpreisen in die Rails gingen, hoffte Negreanu auf ein Bracelet und damit einem durch Sidebets verbundenen Geldregen.

In der entscheidenden Runde erspielte sich erst Jason Mercier die Führung, die er von Paul Volpe übernahm. Nachdem Rast auf Platz 4 ausgeschieden war, startete ein Dreikampf zwischen Mercier, Volpe und Negreanu. Die drei Spieler waren in Stacks ungefähr gleich auf, Volpe machte allerdings den meisten Druck. Er wusste, dass Negreanu diverse Sidebets im Hinterkopf hatte und mit etwas angezogener Handbremse spielte um das Heads-Up zu erreichen. Dieser – vielleicht nur mentale – Vorteil reichte, um Volpe in die bessere Position zu versetzen. Nach etwas mehr als 90 Minuten erwischte es Mercier, dem in der letzten Phase des Turniers nichts mehr gelingen wollte. Das Heads-Up erreicht Volpe mit einer 2:1-Führung und trotz guter Gegenwehr vom Kanadier ließ er sich das Bracelet nicht entgehen. Zum Armband gab es $253,524 Prämie. Negreanu ließ sich von seinen Freunden Trost spenden, hoffentlich ereilt ihn nicht das Hellmuth-Schicksal aus dem vergangenen Jahr, dann droht eine Serie zweiter Plätze.