Und passend  zur Überschrift ging das erste Bracelet dieser Series inzwischen an einen Franzosen.

Event #24 ($5,000 No-Limit Hold’em)

Auf $2,5 Millionen schwoll der Preispool an, nachdem 541 Teilnehmer das Eintrittsgeld gezahlt hatten. Die zweite Runde erlebten 129 Spieler, darunter Freddy Deeb und Greg Merson mit anständigen Chip-Sammlungen. Der Tag 2 zog sich über 10 Arbeits-/Spielstunden und ließ nur 17 Spieler übrig. Matt Jarvis begann den dritten Tag als Chipleader und im Verfolgerfeld waren u.a. Andrew Lichtenberger und immer noch Greg Merson zu beobachten. Während es Lichtenberger an den letzten Tisch schaffte, ging sowohl Merson als auch der Chipleader auf dem Weg dorthin verloren. Das Finale führte der 24-jährige Kevin Eyster an. Der Shorthanded-Spezialist aus Colorado, er gewann bereits WSOP-Circuit- und FTOPS-Titel, schaffte es dann auch tatsächlich zu seinem ersten Bracelet. Andrew Lichtenberger schied auf Platz 3 aus ($242k) und Pierre Neuville hatte im Heads-Up das Nachsehen. Während es für den 71-jährigen Belgier immerhin $385k Trostpflaster gab, kassierte der strahlende Sieger $622,998.


Event #25 ($2,500 Omaha / Stud High-Low)

470 Spieler hatten Lust auf die Kombination dieser Varianten und spielten um $1,069,250. Insgesamt wurden 48 Plätze bezahlt und für den Sieger $267,327 reserviert. Erik Seidel startete vielversprechend und führte die verbleibenden 18 Spieler in die Endphase des Events. Der sympathische Pro konnte zwar die Führung nicht verteidigen, spielte sich aber an den letzten Tisch und durfte weiter auf sein neuntes Bracelet hoffen. Für den New Yorker begann das Finale auch planmäßig als mit Tom Schneider ein starker Konkurrent als Erster ausschied. Dann ging es für Seidel aber stetig und schnell bergab. Nachdem Mike Leah auf Platz 7 ausschied, erwischte es Seidel bereits auf Platz 6.

Mit John Kabbaj hatte ein Brite den besten Lauf erwischt. Kabbaj spielte sich in das Heads-Up gegen Thomas Keller. Hier hatte er bereits mehr als einen 2:1-Vorsprung und baute die Führung weiter aus. Keller musste sich mit Platz 2 begnügen während Kabbaj sich über sein zweites Bracelet (das erste gewann er in 2009) freute.


Event #26 ($1,500 No-Limit Hold’em)

Das als Massen-Event konzipierte enttäuschte mit 1,594 Spielern nicht. Es ging um $2,151,900 Preisgeld und dem Getümmel entkamen lediglich 178 Spieler, die am zweiten Spieltag wieder antreten durften. Damit waren die 171 Geldränge bereits zum Greifen nah und die Siegprämie in Höhe von $408k spornte zu Höchstleistungen an. Das Geld inklusive Bracelet kassierte der aus Seattle angereiste Andrew Rennhack. Der junge Spieler konnte sich am Finaltisch u.a. gegen Dan Smith und Heinz Kamutzki durchsetzen und strahlte nach dem Coup bis über beide Ohren.


Event #27 ($1,500 H.O.R.S.E.)

Unter den 716 Startern war u.a. Daniel Negreanu der einen guten Lauf erwischte. Am Ende des ersten Spieltages führte er das Feld an und hatte mit Max Pescatori und Barry Shulman prominente Verfolger im Gepäck. Als nach dem zweiten Tag die verbleibenden Spieler die Chips eintüteten, war Daniel Negreanu bereits ausgeschieden und versuchte sein Glück im nächsten Event. Bekanntester Spieler in der finalen Runde war Dutch Boyd, der zweifache Bracelet-Gewinner befand sich mit seinem Stack im Mittelfeld, man hätte also mit ihm rechnen können. „Hätte-Hätte-Fahraddkette“. Boyd ging auf dem Weg zum Finaltisch auf dem 11. Platz die Puste aus. Stattdessen hatte Tommy Hang seinen großen WSOP-Moment. Der 34-Jährige hatte bereits in den letzten Jahren mehrfach Anlauf auf ein Bracelet genommen und wurde immer kurz vor knapp abgefangen (2. und 3. Platz in 2008). Dieses Mal schaffte es der US-Spieler aber sämtliche Chips einzusammeln. Das Heads-Up begann er mit einer Führung auf baute diese auf 6:1 aus. Mit einer Straight konnte er in einer Limit-Hold'em Runde die letzten Chips vom Gegner holen und freute sich über Armband und $230k Prämie.


Event #28 ($10,000 Pot-Limit Hold'em Championship)

Die Weltmeisterschaft im PLH lockte 160 Spieler an die Tische. Das Feld war zwar übersichtlich aber mit prominenten und starken Spielern gespickt. In das Finale starteten u.a. Chino Rheem, Dan Shak, Todd Brunson und Barny Boatman.

Am Ende setzte sich Alex Bilokur durch. Nachdem der russische  Pro bereits mehr als $3 Millionen Dollar in seiner Turnierlaufbahn gewinnen konnte, krönte er seine Leistungen nun mit seinem ersten Bracelet.  Natürlich versüßte auch ein Preisgeld den Triumph, die Veranstalter überreichten einen Scheck in Höhe von $398,567.


Event #29 ($2,500 No-Limit-Hold'em)

Hier kauften sich 1,165 Spieler ein und die 117 besten sollten einen Teil des Preisgeldes bekommen. Während der Min-Cash $5,035 betrug, schielten alle Spieler eher in Richtung $536k Siegprämie. 209 Spieler hatten nach einem langen ersten Spieltag noch die Chancen auf Profit gewahrt und kehrten zur Runde 2 zurück. Nachdem auch den Folgerunden reichlich gesiebt wurde, waren noch 20 Spieler für den Finaltag im Rennen. Dieses Rennen sollte knapp 14 Stunden dauern und während u.a. Matt Salsberg, David Benefield und Marius Pospiech auf den Rängen ausschieden, schaffte es mit Pierre Milan ein 25-jähriger Franzose zum Titel. Dieser war zeitweise schon fast hoffnungslos ins Hintertreffen geraten, brachte sich aber mit zwei Double-Ups wieder zurück ins Spiel. Im Heads-Up traf er auf den Kanadier Justin Oliver. Der führte zwar, musste sich aber mit Top-Pair vs. Two-Pair völlig überraschend von fast allen Chips trennen. Bereits in der zweiten Hand war das Duell entschieden und der aus Paris angereiste Milan gewinnt damit als erster Franzose ein Bracelet in 2014.


Event #30 ($1,500 Seven-Card Stud Hi-Low)

588 Spieler verteilten sich auf die Tische und versuchten u.a. gegen Vanessa Selbst, George Danzer, Mike Sexton, Daniel Negreanu, Phil Hellmuth und Phil Ivey zu bestehen. Jimmy Fricke sammelte am ersten Tag die meisten Chips und machte sich damit auch die größten Hoffnungen auf die Siegprämie von $190k.

Während es die meisten prominenten Spieler auf dem Weg zum letzten Tisch vom Stuhl fegte, Ted Forrest schaffte es z.B. nur bis Platz 9, schaffte es Fricke immerhin auf den siebten Platz. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Calvin Anderson in Szene gesetzt und gab am Tisch den Ton an. Mit fünf Spielern am Tisch hielt der Online-Pro bereits über die Hälfte der im Spiel befindlichen Chips. Joe Tehan schaffte es nach kurzem Duell auf Platz 2. Anderson konnte online bereits mehr als $5 Millionen Dollar gewinnen. Die $190k Prämie wird er sich in Verbindung mit dem Bracelet trotzdem abgefeiert haben.