schwedeDer Schwede konnte sich am zweiten Finaltag des Main-Events im Dreikampf durchsetzen und kassierte neben dem Bracelet und Weltmeister-Ehren auch das garantierte Preisgeld in Höhe von 10 Millionen Dollar.

Nach knapp vier Monaten Spielpause versammelten sich die Spieler erneut und die Medien hatten ein besonderes Auge auf den Vorjahres-Finalisten Newhouse. Dieser hatte bereits Pokergeschichte geschrieben und hätte mit einem Sieg wohl ein eigenes Kapitel in der WSOP-Historie erhalten. Das sollte allerdings nicht sein, er überspielte bereits nach knapp 50 Händen TT (Postflop) und verlor seine Chips an Will Tonking (QQ). Von der Licht- zur traurigen Gestalt in einem Augenblick – das ist Poker (eben auch). Mit zwei neunten Plätzen fühlt man sich nicht wie ein (Preisgeld-)Gewinner, das sah man Newhouse in den späteren Interviews deutlich an.

Der spätere Sieger hatte seinen Stack öfters in Brand. Er war zeitweise kurz vor dem Ausscheiden, spielte sich aber am Ende vom Tag auf den zweiten Platz im Chipcount, indem er den 12-stündigen Arbeitstag mit einer Serie von gewonnen Händen beendete.

Der Dreikampf am letzten Spieltag war eine rein europäische Angelegenheit. Der Norweger Felix Stephensen und Jorryt van Hoof aus den Niederlanden waren die Gegner von Jacobsen. Während Stephensen einen Fehlstart hinlegte und danach mit verbleibenden 20 Bigblinds um sein Überlegen kämpfte, konnte sich Jacobsen mit Assen in Richtung Chipleid bewegen. Nachdem van Hoof den Shortstack am Tisch aufdoppelte, übernahm der Schwede die Führung und das Kommando am Tisch. Für den Holländer gab es von diesem Moment an nichts mehr zu holen. Es gelang ihm nichts mehr und Platz 3 musste dem als Chipleader (ergo Favoriten) gestarteten November Niner genügen. Für diesen Platz gab es einen Scheck im Wert von $3,806,402

Mit einer 3:1-Führung für Jacobsen ging es in das Heads-Up und Stephensen konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. In der 328. Hand fiel die Entscheidung. Stephensen setzte seine Chips auf A9 und der Schwede hielt mit TT gegen. Auf dem Board verbesserte sich Jacobsen mit einer weiteren Zehn und die Siegesfeier konnte beginnen.

Durch das garantierte Preisgeld gab es einen immensen Sprung im Preisgeld und die Spieler kämpften um knapp 5 Millionen Dollar Differenz! Der Norweger wird sich mit seiner Ausbeute von $5.145,968 wahrscheinlich arrangieren können.

Jacobsen, der bereits $4,8 Millionen in vorherigen Turnieren gewinnen konnte, war in den ersten Interviews noch völlig geschockt. Natürlich freute er sich über das Preisgeld, wichtiger sei ihm allerdings der Titel. Dass er tatsächlich das Main Event der Series gewonnen habe und Weltmeister sei, müsse er in den nächsten Tagen erst richtig realisieren, so Jacobsen.

 

Hier noch das Ergebnis im Überblick:

 

1. Martin Jacobson (Schweden) – $10,000,000

2. Felix Stephensen (Norwegen) – $5,145,968

3. Jorryt Van Hoof (Niederlande) – $3,806,402

4. Will Tonking (USA) – $2,848,833

5. Billy Pappas (USA) – $2,143,174

6. Andoni Larrabe (Spanien) – $1,622,080

7. Dan Sindelar (USA) – $1,235,862

8. Bruno Politano (Brasilien) – $947,077

9. Mark Newhouse (USA) – $730,725