Alle Pokerinteressierten reisen oder schauen nach Las Vegas. Die 40. World Series of Poker hat begonnen. Die Casino-Angestellten durften sich für das 1. Event mit $500 Buy-In in die Schlacht um das erste Bracelett einkaufen. Das ebenfalls laufende Jubiläums-High-Roller-Event ($40k Buy-In NLHE) ist ein frühes Highlight.

Beim Event 1 registrierten sich 866 Spieler. Mit einem 3k Startstack und Blinds mit 25/50 ging es direkt zur Sache. Bereits im 4. Blindlevel hatten sich über die Hälfte der Spieler von den Tischen verabschiedet. Am Ende des 1. Spieltages waren die Geldränge erreicht und Chipleader ist Felix Karli.

Beim Highroller-Event erschien dann wie erwartet die Pokerelite. Nach einer kurzen Begrüßung von Jeffrey Pollack und dem Shuffle Up and Deal von Peter Eastgate ging es für den elitären Kreis in die Vollen. Immerhin 201 Spieler zahlten das Eintrittsgeld damit ist die Resonanz gut, das Teilnehmerfeld aber trotzdem im Rahmen – also ideale Voraussetzungen für die Pro's und einen sensationellen Finaltable. Die ersten 27 Plätze werden bezahlt und aus dem Preispool in Höhe von $7,718,400 erhält der Turniersieger fluffige $1,891,012. Der Gewinner kann das Buy-In für alle Events zahlen und trotzdem schon ein positives Fazit des Pokerjahres ziehen ^^

Natürlich ist die Struktur dem Buy-In angemessen und die Spieler begannen mit einem Startstack von 120,000. Trotzdem gingen bereits am ersten Tag die ersten Stacks vollständig verloren. Mit Tom Dwan und Dario Minieri erwischte es zwei extrem aggressive Spieler.  Einen guten Start hatten u.a. Phil Laak, Andy Black und David Chui.

ESPN ist mit Kamerateams am Start (2 Shows über das Event werden ab den 28.07. ausgestrahlt) und viel Trubel herrschte natürlich um Doyle Brunson, Jennifer Harman, Daniel Negreanu, Phil Ivey und Phil Hellmuth. Eher unbeachtet sind die Online-Grinder an den Tischen (Adam Junglen, Christian – charder – Harder und Chad -lilholdem- Batista bspw.). Wenn man die jungen Online-Pro's fragt, gibt es selbstbewusste Antworten und keiner scheint ernsthaft von den altbekannten Live-Pro's eingeschüchtert zu sein.

Die Resonanz auf das Turnier ist also positiv. Ob das Prestige des Main-Events -wie oft befürchtet- durch dieses Turnier leidet muss man abwarten. Ähnlich wie beim 50K H.O.R.S.E.-Event wird dieser Titel mit dem starken Teilnehmerfeld auf alle Fälle eine Sonderstellung einnehmen.