Event #62 ($1,111 NLHE)

Das „Little One for one Drop“ begrüßte 2,168 spendenbereite Spieler. Während 4 Millionen Dollar im Preispool landeten, gingen 10% des Buy-Ins als Spende in die „One-Drop Organisation“. Da es für den guten Zweck war, durften sich die Spieler unlimitiert Chips nachkaufen. Nach dem zweiten Tag war das Feld mit verbleibenden 102 Spielern übersichtlich. Am ersten Tag herrschte durch die zahlreichen Rebuys etwas Chaos in Sachen Stacksizes. Unter den Finalisten befand sich u.a. Eric Baldwin der sich knapp hinter dem Chipleader Jack Duong einreihte. Im Finale ging es in Sachen Chipstack und Platzierung dann für alle drunter und drüber. Duong und Baldwin verabschiedeten sich auf den Plätzen 6 und 5. Das Heads-Up durften Igor Dubinskyy und Theodore Driscoll spielen. Trotz anfänglichem Rückstand hatte Dubinskyy das bessere Ende für sich und feierte das Bracelet und die Siegprämie in Höhe von $637,539.


Full Tilt Poker mit Jackpot Sit-and-Gos. Die Plattform setzt nach Einführung der Casino-Games auch an den Pokertischen mehr auf die Zocker unter der Kundschaft. Registriert man sich bei einem mit „J“ gekennzeichneten SnG, wird nach der dritten Registrierung der Preispool ausgelost. Das Preisgeld liegt zwischen dem zwei- und dem 2,000-fachen des Buy-Ins. Diese Variante wird zurzeit in den Limits $1, $2, $5 und $10 angeboten. Bereits 24 Stunden nach Einführung dieser Turniervariante durfte sich eine 23-jährige Studentin aus Moskau freuen. Sie kaufte sich für $10 ein und gewann $15,000. Aus der Tschechischen Repulik schaffte es ein 20-Jähriger in einem $1-Sit'n'Go $1,500 zu gewinnen. Insgesamt eine nette Idee … viel Glück.


888Poker trennt sich von Luis Suárez. Der Stürmer vom FC Liverpool hat seiner Karriere einen weiteren empfindlichen Cooler verpasst. Durch die völlig unnötige Beißattacke im Länderspiel Uruguay gegen Italien wurde er von der Fifa für 4 Monate gesperrt, zur Lachnummer im Internet. Nun hat sich auch mit 888Poker ein Sponsor abgewandt. Nach einigem Abwägen hat der Pokeranbieter den Vertrag mit sofortiger Wirkung beendet, nach einer überaus erfolgreichen Saison des Spielers wollte man mit dem bekannten Fußballer ein Aushängeschild etablieren. Dieses Ziel ist nun nicht mehr erreichbar, ein nachvollziehbarer Schritt. Vielleicht hat Dr. Best Interesse?


Verkaufsgerüchte bei bwin.party. Lt. Nachrichtenagentur Bloomberg wurde die Deutsche Bank beauftragt, die Möglichkeiten für einen Verkauf von „bwin.party digital entertainment“ zu recherchieren. Ob das gesamte Unternehmen oder nur Teile zur Diskussion stehen, ist unklar. Das Unternehmen hat mit rückläufigem Umsatz zu kämpfen und dementsprechend sinkt der Aktienkurs. Die Gerüchte wurden zwischenzeitlich von den Verantwortlichen dementiert … aber man weiß ja nie …


Jean-Robert Bellande verhaftet. Nachdem sein Projekt „Big One“ furchtbar in die Hose ging, wurde der Lebenskünstler nun für kurze Zeit verhaftet. Dem 43-Jährigen wurde ein gewonnener Bentley zum Verhängnis. Er fuhr mit einem abgelaufenen Nummernschild und ohne Versicherung. Bellande kam zwar für $15,700 Kaution wieder frei, wird aber das gerichtliche Nachspiel ausbaden müssen.


Jeff Madsen geriet ebenfalls mit der Polizei in Konflikt. Die skurrile Geschichte wurde über Madsens Twitter-Account publik. Er zwitscherte über Marihuana-Besitz und wurde prompt von der Polizei verhaftet. Glaubt man dem Pro, hatte er tatsächlich Gras dabei, wurde aber wieder freigelassen. Die WSOP-Verantwortlichen haben den Spieler für das Main-Event gesperrt … damit sollte Madsen Zeit für den Konsum haben. Vielleicht setzt er sich auch mit Social-Media-Profis in Verbindung, einige Sachen gehören nicht in den Twitter-Account.


Daniel Colman sorgt nach dem Sieg im One Drop für eine Kontroverse. Der junge Spieler konnte sich im teuersten Turnier der WSOP durchsetzen und kassierte für den Sieg über $15 Millionen. Soweit so gut. Nach dem Sieg verweigerter er sich den Medien und selbst das Siegerfoto kostete Überzeugungsarbeit. Hier gab es bereits ein erstes Murren der Community. Bei diesem Medienspektakel erhoffte man sich schließlich gute Presse und damit neue Pokerfans für kommende Events. Mit einem Statement auf Two Plus Two kommentierte Colman sein Handeln und wies daraufhin, dass er dem Poker nichts schulde. Er wäre schon so lange dabei, dass er auch die Schattenseiten des Spiels kenne. Die Glorifizierung und Werbung für das Spiel hält er für genauso unangebracht wie Werbung für Alkohol oder Zigaretten. Gerade die Regulars sollten wissen, welche finanzielle und emotionale Gefahren durch das Spiel drohen, so der Pokerpro. Während die Community dem heftig widersprach und dabei -wie üblich- über die Stränge schlug, gab Daniel Negreanu seine Meinung sachlich über einen Blog-Eintrag kund. Der Team PokerStars-Spieler respektiert die Aussagen, weist aber daraufhin, dass mehr als 4 Millionen Dollar an Spenden durch das Event zusammenkamen. Das dürfte man nicht pauschal verteufeln. Er ist der Meinung, dass man einer Industrie gegenüber durchaus dankbar sein darf, wenn diese einem den Lebensunterhalt durch das Lieblingsspiel ermöglicht. Auf jeden Fall eine interessante Diskussion, denn die Pokerkarrieren sind selten so glamourös, wie sie wirken.