Event #55 „$50,000 Poker Players Championship“

Die Championship ist ohne Frage ein Highlight der WSOP. Und für dieses Event war sogar Doyle Brunson an die WSOP-Tische gekommen. Neben dem Urgestein kauften sich 131 weitere Spieler in das Turnier ein. Damit warteten $6,336,000 auf die 16 bestplatzierten Teilnehmer. Für den Sieger waren $1,774,089 versprochen … dazu Prestige und Bracelet, das ergab Motivation pur.

Wie üblich wurde das Spiel in den Varianten Triple-Draw, Limit-Hold'em, Omaha-8, Razz, Stud, Stud-8, No-Limit Hold'em und Pot-Limit Omaha ausgetragen. Mit 500 BigBlinds im Startstack schieden am ersten Turniertag natürlich nur die größten Pechvögel aus.

Der zweite Tag forderte bereits mehr Opfer. Neben Phil Ivey, Phil Hellmuth, Gus Hansen, Mike Sexton und Phil Galfond schied auch der Titelverteidiger Michael Mizrachi aus.

Chipleader wurde David Benyamine der sich mit Konkurrenten wie Shaun Deeb, Justin Bonomo, Erick Lindgren, Brian Rast oder Joe Hachem aber nicht auf seinen Vorsprung ausruhen konnte.

78 Spieler nahmen am dritten Tag Anlauf auf die Geldränge und den Finaltisch. Für Doyle Brunson endete das Turnier in einer Stud-Hand. Damit verlor Texas-Dolly nicht nur sein Buy-In sondern auch eine ganze Handvoll Wetten und durfte noch ca. $200k Wettschulden begleichen.

Während Bertrand Grospellier, Jason Mercier, David Oppenheim und Justin Bonomo ebenfalls ausschieden, durften Huck Seed, Greg Mueller, George Danzer und Joe Hachem weiter hoffen. 26 Spieler erlebten zumindest den Beginn des vierten Tages. Kurz vor den Geldrängen mussten sich John Juanda, Joe Hachem und David Bach verabschieden. BubbleBoys wurden Joe Cassidy und Gary Benson, die beide zur gleichen Zeit eliminiert wurden. George Danzer schaffte es an den letzten Tisch und traf u.a. auf David Benyamine, Jonathan Duhamel und den Chipleader Don Nguyen.

Im Verlauf des Finales schied George Danzer auf Platz 5 aus (Gratulation zum Preisgeld in Höhe von $388,523) und Matthew Asthon schnappte sich die Führung. Ashton spielte bereits den vierten Finaltisch dieser WSOP und konnte es diesmal bis zum Bracelet schaffen. Nachdem -nach langem Kampf- auf den Plätzen 4 und 3 David Benyamine und John Hennigan ausgeschieden waren, setzte er sich im Heads-Up auch gegen Don Nguyen durch. Zum Bracelet und der Prämie kommt noch die Führung im WSOP-Player-Of-The-Year-Ranking, durch den Sieg konnte er den bisher führenden Daniel Negreanu überholen.


Event #57 „$5,000 No-Limit Hold'em“

784 Spieler registrierten sich und für die besten 81 hat sich die Investition gelohnt. Der Min-Cash betrug $9,175 und für den längsten Atem bekam der Sieger $792,275 zum Bracelet.

Nach Runde 1 hatten die meisten Spieler bereits ihre Stacks verteilt und waren wieder in die Freizeit entlassen. Den größten Batzen Chips sackte Mark Darner ein, er spielte den Startstack von 15k auf beachtliche 222k (aber im späteren Turnier auch keine Rolle).

In diesem Chipstapel waren wohl auch Stackanteile von Phil Ivey Sorel Mizzi, Yevgeniy Timoshenko und Marvin Rettenmaier. Diese schieden nämlich allesamt in den ersten Orbits aus.

252 Spieler starteten motiviert in den zweiten Turniertag und Olivier Busquet zeigte allen, wo der Frosch die Locken hat. Er spielte seinen Stack auf 335k und übernahm die Führung. Die 143 Spieler, die den dritten Tag begannen, hatten die 81 bezahlten Plätze im Blick und agierten entsprechend konzentriert und strategisch. Das nützte u.a. Mario Ho, Allen Cunningham und Eugene Katchalov nichts, die alle vor den Geldrängen die Chips verspielten. Bubble Boy wurde Eros Nastasi, nach dessen Ausscheiden das Turnier wieder an Tempo zunahm.

Am dritten Tag reduzierte sich das Teilnehmerfeld in knapp unter sechs Stunden von 31 Spielern auf die Finalisten. Diese wurden vom Briten Matt Perrins angeführt. Da sowohl Sam Tricket als auch JC Tran, Philipp Gruissem und Olivier Busquet kurz vor dem letzten Tisch ausschieden, musste das Finale mit Joe Serock als prominentesten Spieler auskommen, der allerdings schon auf Platz 8 den Tisch verlassen musste.

Der 25-jährige Perrins spielte das Finale souverän und ließ sich auch im Heads-Up gegen Arthur Pro nicht die Butter vom Brot nehmen. Nach knapp sieben Stunden Spielzeit strahlte der glückliche Sieger aus Manchester in die Kameras, während der Zweitplatzierte sich seine $489,451 Trostgeld auszahlen ließ.


Event #58 „1,111 Little One for One Drop No-Limit Hold'em“

Mehr als 2,200 Spieler kamen an die Tische und hatten unbegrenzte Re-Entry-Möglichkeiten. Durch das relativ geringe Buy-In nutzten einige Spieler diese Option vielfach.

Als die Kassen endlich geschlossen wurden, waren $526,806 für den guten Zweck gesammelt und 1,016 Spieler noch im Rennen um das Bracelet.

Irgendwann war auch in diesem Massen-Event das Finale erreicht und ein Sieger gefunden. Der 23-jährige Brian Yoon gewann das Heads-Up gegen Cuong Van Nguyen. Für den Sieg wurden $663,727 gezahlt und der zweite Sieger erhielt anständige $408,264.


Event #59 „2,500 Limit 2-7 Triple Draw Lowball“

Ganz allmählich kam das Main-Event in Reichweite und die Bracelet-Jagd damit zum Finale. Kurz vor Toresschluss nutzten noch 282 Spieler dieses Event als Abwechslung zum überwiegenden No-Limit-Hold'em-Spiel. Nach Runde 1 war das Feld halbiert und Spieler wie Phil Galfond, Phil Hellmuth, John Juanda, Barry Greenstein, Phil Ivey und Alex Kravchenko blieb eine Bracelet-Hoffnung weniger.

Tag 2 trennte weiter die Spreu vom Weizen und nur 10 Spieler hatten zum Feierabend noch Chips vor sich. Mit Eli Elezra, Daniel Negreanu, Michael Mizrachi, Scott Seiver und Chipleader David Baker konnte man sich hier über mangelnde Prominenz nicht beklagen.

Am Ende hatte der 52-jährige Eli Elezra das restliche Feld von hinten aufgerollt. Elezra spielte das Heads-Up gegen Daniel Negreanu. Beide Spieler kennen sich seit Jahren und spielten unzählige Partien. Dementsprechend ging es zwar freundschaftlich aber auch konsequent zur Sache.

Nach 41 Händen im Zweikampf freute sich Elezra über sein zweites Bracelet und die Prämie in Höhe von $173,236 während Negreanu der verpassten Chance wohl länger hinterhertrauern wird.