Mit Francisco Da Costa Santos gewinnt zum ersten Mal ein Portugiese ein Bracelet der World Series of Poker.

Der 36jährige Spieler aus Porto behauptete sich gegen 205 Konkurrenten im PLO und tauschte sein Buy-In in Höhe von €1,650 gegen die Siegprämie im Wert von €83,275. Santos spielt erst seit 4 Monaten PLO und ist entweder ein Naturtalent oder auf der richtigen Seite der Varianz. In dieser kurzen Zeitspanne erreichte er drei Finaltische in Omaha-Turnieren. Der Amateur zeigte sich im Interview überglücklich und wies daraufhin, dass Poker im Portugal noch nicht richtig angekommen sei. Die Spielerzahlen wachsen und es wird sicherlich keine weiteren 43 Jahre für ein weiteres portugiesisches Bracelet brauchen, ist sich Santos sicher.

Bekanntester Gegner am Finaltisch war Andrew Lichtenberger der als Chipleader in den letzten Tag ging – allerdings eine Hand mächtig überspielte und auf Platz 5 ausschied. Das Heads-Up bestritt Ana Marquez gegen Santos. Die Spielerin lag bereits zu Beginn des Duells weit zurück und musste sich im Event #6 aber doch mit dem Platz 2 zufrieden geben.

  1. Francisco Da Costa Santos – €83,275
  2. Ana Marquez – €51,443
  3. Aku Joenstausta – €36,351
  4. Petteri Kalenius – €25,831
  5. Andrew Lichtenberger – €18,463
  6. Nikolay Volper – €13,273

Das Event #5 – €10,450 Mixed Max – No-Limit Hold‘em musste in die Verlängerung.

Vom Fullring zum 6-max in die Heads-Up-Matches. Eigentlich hätten die Runden im Mixed-Max immer schneller ablaufen müssen. Aber Poker und die Theorie sind zwei paar Schuhe. Die Finalisten Brandon Cantu und Jonathan Aguiar spielten das Finale über 6-Stunden und mussten die Entscheidung um 5.00 Uhr morgens vertagen.

Das Casino machte zu diesem Zeitpunkt Feierabend und Cantu darf die Verlängerung mit leichten Vorsprung (1,5 : 1,3 Mio) beginnen.

Vor dem Finalspiel waren die Organisatoren noch im Zeitplan. Die Halbfinalpartien zwsichen Cantu und Roger Hairabedian und Faraz Jaka vs. Jonathan Aguiar waren schnell entschieden. Die Verlierer dieser Matches kassierten bereits anständige €90k Preisgeld.

Kurz vorher schieden Spieler wie Jennifer Tilly, ElkY und Phil Hellmuth aus. Auf diese Plätze entfielen jeweils €20,443 Preisgeld. Marvin Rettenmaier schaffte noch eine weitere Preisgeldstufe und kassierte €42,094.