Das Main-Event in Cannes nähert sich dem Höhepunkt. Insgesamt hatten sich 420 Spieler für jeweils €10,450 in das Turnier eingekauft und damit den Preispool auf über 4 Millionen Euro gebracht.

Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres zwar nicht erreicht (593 Spieler), die Verantwortlichen werden aber dennoch zufrieden sein. Die aktuelle Stagnation in der Pokerindustrie macht neue Rekordzahlen eben nicht grade wahrscheinlich.

Erstes Ziel für die Teilnehmer war selbstverständlich das Erreichen der Geldränge und dafür musste man unter es unter die Top 48 schaffen. Für den Sieger gibt es zum prestigeträchtigen Armschmuck eine Prämie in Höhe von €1,022,376.

Mit Michael Mizrachi, Phil Ivey, Dan Shak, Alexander Kravchenko, Scott Seiver, Isaac Haxton, Justin Bonomo, ElkY, Daniel Negreanu, Phil Hellmuth (Bild) machten sich die üblichen Verdächtigen in Richtung Finale auf den Weg. pokerbrat

Eingekauft hatten sich auch Brandon Cantu, Yevgeniy Timoshenko, Juha Helppi, Jennifer Tilly, Fabrice Soulier, Victor Ramdin, Jeff Lisandro und Vanessa Selbst. Aber bereits nach den ersten Stunden war der Traum vom großen Erfolg für diese Spieler ausgeträumt.

Am zweiten Tag konnte sich mit Sergii Baranov ein Russe etwas vom Feld absetzen. Allerdings war das 77 Spieler umfassende Feld so stark besetzt, dass auch viele Chips Vorsprung kein Grund zur Beruhigung waren. Auch wenn Ivey, Duhamel, Mizrachi, Esfandiari und Scotty Nguyen ausschieden, wurde Baranov u.a. von Negreanu, Bertrand Grospellier, Joseph Cheong, Liv Boeree, Eugene Katchalov, Jason Mercier und Phil Hellmuth gejagt.

Neben dem guten Lauf von Baranov war das Spiel von Michael Mizrachi an diesem Tag bemerkenswert. Der „Grinder“ war als Chipleader in die zweite Runde gestartet und verspielte seinen gesamten Stack. Insgesamt hatte der erfahrene Turnierspieler eine sehr loose Taktik gewählt und bluffte, checkraiste was das Zeug hielt. Am Ende war der letzte Chip verspielt und Mizrachi wird für das nächste Event an seiner Taktik feilen dürfen. Vielleicht war diese Aktion aber auch für das Gesamtkonzept „Pokerkarriere“ geplant? Solche Tage bleiben den Gegnern schliesslich im Gedächtnis und können das Image als Spieler in die gewollte Richtung bugsieren 🙂

Am dritten Turniertag wurden endlich die Geldränge erreicht. Das Feld reduzierte sich von 77 auf 24 Teilnehmer. Joseph Cheong durfte diese Etappe für sich verbuchen und als Chipleader in den Feierabend gehen. Jason Mercier, Steve Dannenmann, David Benyamine, Andy Frankenberger und Phil Hellmuth spielten sich ebenfalls in den vierten Tag.

Bubbleboy wurde der October-Niner (Finalist des WSOP-Main-Events) Jesse Sylvia. Der Chipleader des amerikanischen Main-Events ging Shortstacked in den Tag und riskierte bzw. verlor seine Chips mit A9 gegen Cheongs TT.

Kurz nach dem Platzen der Bubble erwischte es Negreanu, Bonomo und Katchalov. Titelverteidiger Elio Fox schied auf Platz 39 aus. Kurz vor Feierabend musste dann auch Betrand Grospellier sein „Heimspiel“ beenden und sich mit dem 25. Platz zufrieden geben.  Sergii Baranov konnte seine Führung nicht verteidigen – war aber auf dem dritten Platz im Chipcount noch gut aufgestellt.

Am Tag 4 schlug dann die Stunde von Phil –Bracelet-Sammler-No 1– Hellmuth. Die 24 Spieler trafen sich zum vierten Mal um die acht Finalisten zu finden und es boereesollte ein überraschend kurzer Arbeitstag werden. Bereits in den ersten Orbits gaben die Spieler Vollgas und u.a. Frankenberger und Boeree (letzte Frau im Feld und im Bild) schieden schnell aus. In den folgenden Runden räumten mit Dannenmann, Benyamine und Scott Seiver weitere Mitfavoriten die Plätze. Als letzter verließ Tim Adams auf dem neunten Platz den Tisch und sorgte für den Feierabend. Joseph Cheong verlor zwar die Führung – blieb aber im Rennen und vermied einen seiner berüchtigten „Blow-Ups“. Phil Hellmuth spielte den Tag über sehr solide und konnte gegen Kohlberg mit AA einen Riesenpot gewinnen und die Führung ergattern.

 

 

Die Railbirds dürfen sich auf folgenden Finaltisch freuen:

  1. Phil Hellmuth – 3,434,000 Chips
  2. Sergii Baranov – 3,339,000 Chips
  3. Joseph Cheong – 1,966,000 Chips
  4. Stephane Albertini – 1,162,000 Chips
  5. Christopher Brammer – 851,000 Chips
  6. Stephane Girault – 664,000 Chips
  7. Jason Mercier – 652,000 Chips
  8. Paul Tedeschi – 543,000 Chips