Der ehemalige Black-Jack und Full-Tilt-Spieler gewann das Seven-Card-Stud-Turnier und damit sein erstes WSOP-Bracelet.

Aber der Reihe nach …

Bei dem Heads-Up-Event (# 3) konnte Annette Obrestadt keine Lanze für die Frauen im Pokersport brechen. Stattdessen setzte sich Leif Force durch und ergatterte die Siegprämie in Höhe von $207,000. Obrestad verlor im Viertelfinale gegen Jason Koon der es wiederum bis in das Finale schaffte. Das letzte Match dauerte 2 Stunden und beide Kontrahenten mussten „Matchbälle“ abwehren. Das glücklichere Ende hatte dann Leif Force für sich. Koon kassierte für den zweiten Platz $128,660.

Die eher abenteuerliche Variante 7-Card-Stud-Hi-Lo gewann Corey Zeidman. Im Event #4 waren 622 Spieler angetreten und am dritten Tag gab es noch namhafte Konkurrenten. Aber neben Todd Brunson, Mike Sexton und Xuan Liu erwischte es auf Platz 5 auch Michael Mizrachi. Im Heads-Up spielte der Amerikaner gegen den Briten Chris Bjorin. Dieser kassierte für den zweiten Platz $124,838 während Zeidmann zum Bracelet einen Scheck im Wert von $201,559 in die Kameras hielt.

Im Event # 5 hatte sich Daniel Negreanu große Hoffnungen auf einen Erfolg gemacht. Pot-Limit-Hold'em wurde gespeilt und im Finale konnte sich der bekannte PokerStars-Pro zwar spielerisch in Szene setzen, diese Qualität aber nur Anfangs in Chips wandeln. Seinen Stack brachte er mit AQ vs AJ von Nick Jivkov glänzend in die Mitte um dann vom Board bestraft zu werden. Der spätere Turniersieger bastelte sich bis zum River eine Straight und schickte den enttäuschten Kanadier an die Rails bzw. in das nächste Event – die Buy-Ins hierfür waren über das Preisgeld in Höhe von $41,683 immerhin refinanziert.

Jivkov hatte im Anschluss das Kartenglück gepachtet. Dies brachte genügend Selbstvertrauen um auch mit A-High einen guten Call gegen Vedes auf dem River zu machen. Im Heads-Up kämpfte Pellegrino um seine Chance auf's Bracelet, musste aber klein beigeben und sich mit den $117,199 für den zweiten Platz begnügen. der 34jährige Jivkov freute sich über $189,818

Event #6 $5k Mixed-Max NLH

In diesem Turnier wurde der erste Tag Full-Ring gespielt. Am zweiten Spieltag wurden maximal 6 Spieler an die Tische gesetzt und die letzten zwei Turniertage gibt es reines Heads-Up-Play. Diese interessante Variante begeisterte 409 Spieler die sich für $5,000 einkauften und großteils schon im Fullring wieder ausschieden. Nur 112 Spieler erlebten die 6-Max-Phase. Während Gavin Smith und Marvin Rettenmaier reichlich Chips für die zweite Runde sammelten, blindete Daniel Negreanu wegen seiner Finales im Event #5 auf wenige Chips runter und hatte wenig Aufsichten auf ein Comeback. Die 6-max-Phase überstanden nur 31 Spieler. Mit Joseph Cheong haben sich die Experten bereits einen Favoriten für den Turniersieg auserkoren und der ehemalige November-Niner schaffte es tatsächlich unter die letzten vier Kandidaten. Diese hoffen auf immerhin $480,564 Preisgeld. Auf der Strecke blieben u.a. Phil Ivey, Phil Hellmuth, Jason Mercier, Marvin Rettenmaier, Brian Rast, Olivier Busqet, Phil Collins, Eli Elezra und Eugene Katchalov.

blochEvent # 7 – $1,500-Seven-Card-Stud

367 Teilnehmer sorgen für einen ansprechenden Preispool und auch in diesem Turnier schafften es nur 112 Spieler durch den ersten Tag. Bereits am zweiten Tag lichtete sich das Feld auf 9 Spieler und unter den Finalisten hoffte mit Caroline Hermesh erneut eine Frau auf einen WSOP-Erfolg. Allerdings musste die Spielerin mit einen Shortstack an dem hochklassig besetzten Tisch antreten und scheiterte auf Platz 7 beim Versuch den Stack zu mästen an Barry Greenstein. Im Rennen waren neben Greenstein Andy Bloch und David Williams. Für Williams sah es zeitweise nach einem Sieg und zweitem Bracelet aus – er konnte sich einen anständigen Chiplead erspielen. Auf Platz 4 verlor der Team PokerStars-Pro aber seine letzten Chips und damit seine Chance auf seinen zweiten WSOP-Erfolg. Das Heads-Up spielten Barry Greenstein und Andy Bloch (Bild). Greenstein begann das Duell mit einem 1:4 Rückstand auf Bloch. Dieser baute seinen Vorsprung auf 10:1 aus und ließ nichts mehr anbrennen. Die Siegprämie in Höhe von $126,363 ist für den Pokermillionär (über 4 MIllionen Dollar an Turniergewinnen bisher) eher ein Taschengeld – nach 18 WSOP-Jahren wurde das erste Karriere-Bracelet vom 43jährigen aber entsprechend gefeiert.