Das erste Bracelet ist verteilt. Das Event #1 entschied der 35jährige Kalifornier Chiab –chip– Saechao für sich. Über 21 Stunden dauerte der Spieltag an dessem Ende Saechao im Heads-Up auf Patricia Baker traf. In der letzten Hand kassierte der gebürtige Thailänder die letzten Chips mit einem geriverten Flush gegen eine Straight der Konkurrentin. $70,859 Siegprämie und das erste Bracelet 2012 sorgten im Anschluß für einen strahlenden Sieger.

Das Event #2 ($1,500 NLHE) läuft weiter und mit Eli Elezra konnte sich ein weiterer Prominenter Pro im vorderen Feld platzieren und die zweite Runde als Chipleader beginnen. Nachdem am zweiten Turniertag die Bubble platzte freute sich Phil Hellmuth über seinen 86. WSOP-Cash. Damit ist er bei weitem der erfolgreichste WSOP-Turniergrinder ((Men Nguyen hat es 72x in die Geldränge geschafft). 66 Spieler qualifizierten sich für den dritten Tag und Vanessa Selbst geht als Chipleaderin an den Start.

Im Event #3 zahlten die Spieler ein Buy-In in Höhe von $3,000 und erhielten hierfür einen Stack für das Heads-Up NLHE/PLO. Mit 317 Teilnehmern blieb auch dieses Event hinter den Erwartungen zurück – Immerhin 200 weitere Spieler hätten in die Turnierplanung gepasst. In der Praxis sah es dann so aus, dass diverse Spieler am Heads-Up-Tisch saßen und auf Gegner warteten die nicht erschienen. Das war enttäuschend und langweilig und wurde dementsprechend von den Pro's kommentiert.

Der Preispool steht immerhin fest: Die ersten 64 Plätze werden bezahlt. Der Gewinner des Turniers erhält $207,708 Aufwandsentschädigung.

Bis zum Big One am 1. Juli werden zwar noch diverse Bracelets verteilt, trotzdem sollte an dieser Stelle noch die Teilnahme von Jens Kyllönen erwähnt werden. Der Finne möchte seinen guten Lauf nutzen und sieht eine Chance bei einem Cash der erfolgreichste Turnierspieler seines Heimatlandes zu werden. Bisher gilt Juha Helppi als Turnier-Vorzeige-Finne. Lt. Interview spielt Kyllönen sogar mit dem Gedanken das gesamte Buy-In selber zu zahlen – also keine Anteile zu verkaufen. Das wäre im Profi-Lager eine eher ungewöhnliche Aktion. Die TopSpieler versuchen durch gegenseitige Beteiligung schliesslich die Varianz zu minimieren/überstehen.

Phil Hellmuths Teilnahme ist übrigens weiter offen. Er kann zwar einen großen Teil des Buy-Ins durch Shares absichern, sieht die Wahrscheinlichkeit für seine Teilnahme allerdings noch bei 80%.