Der US-Profi hat es geschafft und das Main-Event der WSOP-Europe gewonnen. Zum ersten Mal schaffte es damit ein Spieler sowohl die WSOP-Championship Las Vegas als auch das Pendant aus Europa zu gewinnen. Gleichzeitig baut der Kalifornier seinen Vorsprung in Sachen Bracelet-Gewinn vor seinen Verfolgern (u.a. Brunson und Chan mit jeweils 10 Bracelets) weiter aus.

Der „Egomane“ zeigte in den letzten 2 Jahren bei der WSOP sehr gute Leistungen und trat (besonders im Vergleich zu seinen Schaumschlägereien aus vergangenen Zeiten) viel bescheidener auf. Das brachte dem Pokerbrat zahlreiche Sympathien und selbst ehemalige Kritiker bezeichnen seine aktuellen Turniererfolge als verdient.

Hellmuth selbst sieht sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Er fügt mit diesem Sieg seiner Bankroll mehr als eine Million Euro hinzu. Und bei mehr als 13 Millionen Dollar an Preisgeldgewinn darf man schon mit sich selbst zufrieden sein.

Das WSOP-Phänomen startete den letzten Tag als Chipleader und behielt über das gesamte Finale hinweg Oberwasser. Mit einer 3:1 Führung vor Sergii Baranov standen die Chancen auf ein neues Kapitel Pokergeschichte bereits zu Beginn des Duells gut. Baranov riskierte nach knapp 13 Stunden Gesamtspielzeit seine Chips mit A4 und Hellmuth bewies mit AT den richtigen richtigen Riecher. Nach dem Call gab es auf dem Board keine Hilfe für den Russen und damit einen jubelnden Hellmuth.

In den 13 Stunden zuvor musste Jason Mercier als Shortstack beginnen und fand mit 15 BB und AQ mit Baranov und AK einen Abnehmer für seine letzten Chips. Joseph Cheong schaffte es immerhin bis auf den vierten Platz. Die einheimischen Railbirds drückten den drei französischen Finalisten natürlich die Daumen – allerdings schaffte es keiner den Durchmarsch von Hellmuth zu gefährden als letzten „Lokalmatadoren erwischte es Stephane Albertini auf Platz 3.

Hier das Finalergebnis im Überblick:

  1. Phil Hellmuth – € 1,022,376
  2. Sergii Baranov – €  632,592
  3. Stephane Albertini – €  423,360
  4. Joseph Cheong – €  292,320
  5. Christopher Brammer – €  207,648
  6. Paul Tedeschi – €  149,184
  7. Stephane Girault – €  108,864
  8. Jason Mercier – €   84,672

hellmuthcannes