Bis zum Oktober ist die Series in der Pause. Aber schon bald werden die ersten ESPN-Shows ausgestrahlt … in diesen Sendungen werden die Oktober-Finalisten dem Publikum näher gebracht. Für die lesenden Pokerfans schon jetzt einige Informationen vorab:

Jesse Sylvia

USA – 26 Jahre – 43,870,000 Chips

Der Spieler aus Massachusetts ist im Turnierpoker ein eher unbeschriebenes Blatt. Er konnte bisher nur einmal die Geldränge erreichen ($1,500 NLHE 6max) und landet mit dem Finale eindeutig seinen größten Coup.

 

Andras Koroknai

Ungarn – 30 Jahre – 29,370,000 Chips

Der einzige „Ausländer“ im Finale hat lt. Hendon Mob bereits einige Turniererfolge auf dem Konto. Deshalb könnte er von den lockenden Preisgeldern etwas weniger beeindruckt/beeinflusst sein. Koroknai hatte im Laufe des Main-Events bei einigen umstrittenen Entscheidungen die Verantwortlichen auf seiner Seite. Das wurde teilweise hämisch kommentiert – Der Spieler selbst hat sich aber nichts zu Schulden kommen lassen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Railbirds im Oktober fair verhalten.

 

Greg Merson

USA – 24 Jahre – 28,720,000 Chips

Kurz vor dem Main-Event gewann er im $10k-6-max ein Bracelet und satte $1,13 Millionen Preisgeld. Merson fühlt sich im Finale deshalb pudelwohl und betrachtet die Angelegenheit als Freeroll. Der Mann hat wirklich nichts mehr zu verlieren und nach diesem Sommer ein „neues“ Leben.

 

Russel Thomas

USA – 24 Jahre – 24,800,000 Chips

Der Versicherungsangestellte hat zwar bereits einige Events in der WSOP gespielt. Ist aber als Amateur ein Aussenseiter und hat im Durchschnitt die wenigste Spielpraxis.

 

Steven Gree

USA – 57 Jahre – 16,860,000 Chips

Der Oldie am Tisch hält die Fahne für die ältere Pokergeneration hoch. Gree hat in 2010 ein Bracelet gewonnen und spielt bereits seit 1977 professionell Poker. Wenn es um Spielerfahrung geht ….

 

Michael Esposito

USA – 43 Jahre – 16,260,000 Chips

Der Routinier ist hauptsächlich in den Casinos der Ostküste anzutreffen, lässt sich aber das Großereignis in Vegas nicht entgehen – in diesem Jahr hat sich die Reise besonders gelohnt.

 

Robert Salaburu

USA – 27 Jahre – 15,150,000 Chips

Der Texaner musste nach dem Black Friday seine Karriere als Online-Grinder beenden. Vielleicht schafft er mit dem Erfolg im Main-Event nun den Sprung in's professionelle Live-Poker?

 

Jacob Balsiger

USA – 21 Jahre – 13,110,000 Chips

Auch der jüngste Finalist kommt aus den USA. Der Student aus Arizona arbeitet seit Anfang des Jahres ernsthaft an seinen Pokerskills und will bis zum Oktober noch Gas geben. Mal sehen wohin gewissenhafte Vorbereitung führen kann.

 

Jeremy Ausmus

USA – 32 Jahre – 9,800,000 Chips

Der Shortstack wird das meiste Glück benötigen. Wenn sich Ausmus erfolgreich aufdoppelt, kann er seine Erfahrung ausspielen. Seit 2010 erreichte er 13x die Geldränge der WSOP und wird als werdender Vater alle Skills in die Waagschale werfen um seine junge Familie wirtschaftlich abzusichern.

 

Am Finaltisch sitzen also weder Frauen noch bekannte Spielerpersönlichkeiten. Die Profis scheiden übrigens insgesamt überraschend schlecht in den WSOP-Turnieren ab. Ein 2+2-Poster (IhateJJ) hat sich statistisch betätigt und die Stats von 88 Pro's ausgewertet. Während Michael Mizrachi sich eine ganzjährige WSOP wünschen dürfte (Return of Investment in Höhe von 856% bei einem Gewinn von 1,3 Millionen Dollar!!) ernüchtern die Ergebnisse anderer Spieler auch die hoffnungsvollen Amateure. Obwohl der durchschnittliche ROI der selektierten Spieler bei +30% lag, gehörte der Großteil des Feldes zu den Verlierern.

Während Vanessa Selbst insgesamt $72k einsetzte gewann Sie $460k und auch Phil Ivey, Brian Hastings und Phil Hellmuth schönten die ROI-Statistik mit >100% für das gesamte Feld.

Die schlimmste Series erlebte George Lind III. Er mühte sich in 48 Events, schaffte es nur 2x in die Geldränge und erspielte mit $200k Verlust einen ROI von -95%. Mit Justin Bonomo (-156k), Chad Brown (-136k), Josh Arieh (-132k) und Huck Seed (-121k) sind renommierte Topspieler ebenfalls auf der Verliererseite.