Es hätte so schön sein können. Aber am verflixten 7. Tag des Events erwischte es gleich drei Deutsche.

Der sechste Tag des Main-Events wurde etwas verlängert um das Feld auf die letzten 3 Tische zu reduzieren. Mit 27 verbleibenden Spielern ging es dann am nächsten Tag dann stramm in Richtung Finale.

Während Vanessa Selbst die Weltmeisterschaft leider abschreiben musste (73. Platz), durften sich noch 2 Frauen Chancen auf den ganz großen Coup machen Elisabeth Hille (9,7 Mio Chips) und Gaelle Baumann (6,2 Mio Chips) hofften das Beste. Auf jeden Fall ist dies für das weibliche Geschlecht das beste Abschneiden seit 2000. Damals schafften es Kathy Liebert und Annie Duke auf die Plätze 17 und 10. Das beste Ergebnis für die Frauen erreichte Barbara Enright mit einem fünften Platz im Jahr 1995.

Neben Selbst und Sommerville schied auch der letzte November-Niner im Feld aus. Sam Holden hätte nichts gegen einen weiteren Main-Event-Finalversuch einzuwenden gehabt – aber sein Kartenglück war am Tag 6 verbraucht.

heitmannDen Tag 7 begann der Kanadier Marc Ladouceur als Chipleader. Mit 15,8 Millionen Chips im Stack lag er 3 Millionen vor dem Verfolger Daniel Strelitz. Nico Maag startete mit 1,3 Millionen als Shortstack und Wilfried Haerig war mit 2,6 Mio nicht deutlich besser gestellt. Beste Aussichten für ein deutsches Bracelet hatte damit Jan Heitmann der immerhin 6,3 Millionen vor sich hatte.

Mit 11 BigBlinds setzte Maag direkt nach „Anpfiff“ alles auf eine bzw. zwei Karten. AJo reichten für einen korrekten Push und der Gegner zeigte mit AQ das Worst-Case-Scenario. Platz 27 und $294k Preisgeld für den als Shorty gestarteten Maag.

Heitmann (Foto) geriet in einige unangenehme Situationen (3-Bet-Pot, missglückter Bluff) und verlor einige Chips. Mit verbleibenden 3,1 Millionen im Stack riskierte er mit 6-6 ein Reraise das im All-In endete. Der Gegner präsentierte 8-8 und kassierte die Chips des Deutschen. Auch für Platz 26 gab es $294k Prämie.

Wilfried Haerig kämpfte tapfer aber wenn man als Shortstack mit AA verliert sind die Pokergötter definitiv gegen einen. Platz 15 für den letzten Deutschen im Rennen um die Weltmeisterschaft. Härig darf sich – nach dem ersten Ärger – über eine Geldprämie in Höhe von $369k freuen.