Phil Hellmuth definiert seine gesamte Pokerkarriere bekanntlich über die Anzahl der gewonnen Bracelets. Nun scheiterte er zum dritten Mal in diesem Jahr kurz vor dem Gewinn des 12. Armbands. Damit wird er trotz erfolgreichem Abschneidens in Sachen Preisgeld zur tragischen Figur des Vegas-Sommers.

Apropos Tragik. Für Sebastian Ruthenberg sah es in den ersten Tagen des Events sehr gut aus … am vierten Tag ging es dann allerdings schief und der Sympathieträger aus Hamburg schied auf dem 16. Platz aus. Zwei Hände im Seven-Card-Stud gingen daneben und die letzten Chips landeten bei Scott Seiver – der es bis an den Finaltisch schaffte In Anbetracht des starken Teilnehmerfeldes und der $108k Preisgeld eine starke Leistung … aber auch ein büschen tragisch 🙂

Phil Hellmuth sorgte übrigens für das Erreichen der Geldränge indem er Robert Mizrachi die letzten Chips nahm und den Bruder vom Grinder damit zum Bubbleboy kürte. Auf dem 13. Platz erwischte es Josh Arieh; der sich als Chipleader phasenweise Hoffnung auf den begehrten Titel machen durfte.

 

RastAm Finaltable durfte man dann Scot Seiver beim Shortstack-Spiel beobachten. Aber auch die anderen Finalisten agierten souverän und spielten großes Poker.

Als Hellmuth im Heads-Up schließlich auf Brian Rast traf, hatte der 11fache WSOP-Gewinner eine 6:1 Führung und den  Sieg fast in der Tasche. Rast hatte mit AK seine Chips in der Mitte und Hellmuth durfte mit 96s auf einen Flush hoffen. A-High reichte Rast dann jedoch für den ersten Schritt seines Comebacks. Ein weiterer Flush-Draw führte zum nächsten Aufdoppeln und damit waren die Kontrahenten wieder gleichauf.

Nur kurz darauf pushte Hellmuth mehr als 8 Millionen in die Mitte und durfte sich die Nut-Straight von Rast anschauen. Hellmuth hatte zum dritten Mal einen Flushdraw und den Lower-Straight-Draw. Auch dieses Mal kam die benötigte Flush-Karte nicht. Während Rast mit seinen Freunden in den Zuschauerrängen den Titel feierte, wartete Hellmuth konsterniert am Tisch um dem Bracelet-Sieger zu gratulieren. Die Aufforderung an Rast dem Dealer eine Million Trinkgeld zu geben, konnte sich Pokerbrat Hellmuth dann allerdings nicht verkneifen.

Rast (Foto) gelang damit in dieser Saison das zweite Bracelet während Hellmuth sensationelle drei Heads-Up erreichte um am Ende mit leerem Handgelenk dazustehen. Immerhin blieben die Hände nicht leer, bereits für den zweiten Platz gab es mehr als eine Million Dollar Prämie.Hier die Top8 im Überblick:

1. Brian Rast – $1,720,328
2.Phil Hellmuth – $1,063,034
3. Minh Ly – $665,763
4. Owais Ahmed – $482,085
5. Matt Glantz – $376,750
6. George Lind – $300,441
7. Scott Seiver – $243,978
8. Ben Lamb – $201,338