Das Main-Event geht in die letzte Phase und die größten Namen blieben auf der Strecke. Weder Ivey noch Viktor Blom schafften es an den Finaltisch und auch Daniel Negreau scheiterte (knapp). Negreanu war nach seinem verlorenen Coin-Flip sehr enttäuscht - schließlich hatte er die seltene Chance in einem großen Turnier zum dritten Mal in Folge den Finaltable zu spielen.
Der Geschäftsführer von Victory Poker - Dan Fleyshman - darf das Finale als Chipleader beginnen und Werbung für sein Unternehmen machen. Dem aus San Diego stammenden Fleyshman fehlt die Erfahrung aus großen Events. Er sammelte zwar mehr als $100k an Preisgeldern in Turnieren ... das waren allerdings im Regelfall Events mit einem kleinen Buy-In. Der Respekt vor dem Ereignis und den Gegnern wird die Freude über die Chance auf ein Bracelet natürlich nicht trüben. 
Die meiste Routine (auch Pokertechnisch ^^) bringt Roland de Wolfe (Foto) mit. Er gewann bereits WSOP, WPT und EPT Titel. Ein Sieg im Main-Event in seiner Heimat wäre trotzdem ein besonderes Karrierehighlight. Hier die Finalisten mit der vorhandenen Munition:
1 Dan Fleyshman 1,946,000
2 Ronald Lee 1,899,000
3 Daniel Steinberg 1,520,000
4 Roland de Wolfe 1,377,000
5 James Bord 1,331,000
6 Brian Powell 842,000
7 Fabrizio Baldassari 697,000
8 Nicolas Levi 428,000
9 Marc Inizan 349,000
346 Spieler hatten sich insgesamt eingekauft und damit einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt. Immerhin 195 Spieler durften am zweiten Turniertag wieder an die Tische. James Mitchell -Gewinner der Irish Open- durfte die Aufmerksamkeit der Medien als Chipleader genießen ... am Ende des Tages hatte sich das Thema Chiplead allerdings erledigt.
Mit 66 verbleibenden Spielern im Rennen und einem überragenden Viktor Blom (Foto) an erster Stelle im Chipranking begann dann die heiße Phase des Turniers. Mit Phil Ivey, Daniel Negreanu, Roland de Wolfe und Huck Seed sind einige Großkaliber im Verfolgerfeld vom schwedischen Online-Pro.
Natürlich überstanden diverse prominente Spieler den Tag 2 nicht. Ausgeschieden sind u.a. John Juanda, Barry Shulman, Carlos Mortensen, Praz Bansi, Phil Laak und Jennifer Tilly, Jim Collopy (da war dann wieder Zeit für das Heads-Up-Finale gegen Gus Hansen), Kathy Liebert und Antonio Esfandiari.
Tom Dwan schied wie Gus Hansen bereits am zweiten Starttag aus. Dwan hat also keine Chance mehr seine diversen Bracelet-Wetten zu gewinnen und muss nun tief in die Tasche greifen um die Wettgegner auszuzahlen. Die genauen Verluste sind nicht bekannt ... Dwan selbst sprach aber durchaus von einem Karriereknick in Sachen Bankroll.
Am dritten Spieltag wurden dann zum Mittag die Geldränge erreicht. Während sich Ivey, Greg Mueller, Barny Boatman, Roland de Wolfe, Hoyt Corkins und Arnaud Mattern durch das Feld pflügten, verloren Freddy Deeb, Barry Greenstein, Huck Seed und Yevgeniy Timoshenko die letzten Chips.
Blom verlor zwar die Führung, nicht aber den Anschluss an die Spitze.
Die Top Ten sahen am Ende von Tag 3 so aus:
1 Ronald Lee 947,000
2 David Peters 829,000
3 Andrew Pantling 821,000
4 Daniel Steinberg 768,000
5 Viktor Blom 705,000
6 Phil Ivey 657,000
7 Hoyt Corkins 566,000
8 Nicolas Levi 515,000
9 Bojan Gledovic 500,000
10 Arnaud Mattern 468,000
Viktor Blom steht übrigens immer noch unter Generalverdacht "Isildur1" zu sein. Aber wie auch in den vergangenen Live-Events gibt es vom Schweden hierzu keinen Kommentar. Interview-Anfragen werden abgelehnt und das „Mysterium Isildur1“ bleibt bestehen.
Er gehörte bisher zu dem Kreis der besten Spieler die keinen Erfolg in den WSOP-Events hatten, auf diese zweifelhafte Ehre wird er in Zukunft gerne verzichten.
Der "Great Dane" konnte sich im Finale des Heads-Up Events gegen denn MTT-Spezialisten Jim Collopy durchsetzen. Hansen zeigte sich nach dem Sieg sehr erleichtert. In einem Interview berichtete er von seinen zahlreichen Anläufen in den vergangenen 15 Jahren ein Bracelet zu gewinnen. Einige Male kam er dem Ziel zwar nahe ... aber es reichte nie. Nun ist der Fluch gebrochen und die nächsten Bracelets lassen hoffentlich nicht nochmal solange auf sich warten.
In dem Finale gewann jeder ein Match und das entscheidende Spiel wurde verschoben. Teilweise gab es sogar Spekulationen das Finale ebenfalls im November zu spielen. Beide Spieler hatten sich für das Main-Event registriert und danach ist der Turnierkalender ebenfalls gut gefüllt. „Glücklicherweise“ schieden beide Spieler früh im Main-Event aus. Nach der Pause ging es in die letzte Schlacht. Hier sah es zu Beginn schlecht für Hansen aus ... er war bereits nach 40 Minuten mit 1:2 Chips im Rückstand. Er kämpfte sich aber mit Geduld und Spucke zurück und riverte ein Full-House das vom Set des Gegners voll ausbezahlt wurde.
Mit diesem Double-Up übernahm die Kontrolle über das Match. Nach ungefähr vier Stunden war dann der erste WSOP-Triumph amtlich. Für den Sieg kassierte er £288,409 und hat damit die $10 Millionen Turniergewinn-Grenze geknackt....vom ultimativen Reichtum kann bei einem Verlust von 8 Millionen Dollar an den High-Stakes-Online Tischen allerdings noch nicht die Rede sein.
Tag 1A wurde von einem Franzosen dominiert.
137 Teilnehmer registrierten sich für den ersten Starttag und zahlten die £10,000 Eintrittsgeld. Nach ca. 12 Stunden waren noch 62 Spieler mit Chips an den Tischen und tüteten diese für die zweite Runde ein.
Annette Obrestad und Michael Mizrachi hatten keinen guten Tag erwischt und schieden aus. John Juanda und Jason Mercier machten es besser und wahrten die Chance auf's Bracelet. Nicholas Levi konnte an dem Tag scheinbar nichts falsch machen ... er sammelte die meisten Chips und ist zur Zeit in der Rangliste ganz oben. Ebenfalls im vorderen Feld mit dabei: WPT-Player des Jahres Faraz Jaka und Bruno Fitoussi.
Angetreten und Ausgeschieden sind ebenfalls Vanessa Selbst, Sorel Mizzi, Daniel Cates, Andy Bloch und Scott Seiver. Phil Hellmuth der sich diesmal mit einem Doppeldecker-Bus, dem Pokerface-Song und Lady Gaga lookalikes einen weiteren (peinlichen) Auftritt leistete blieb ebenso erfolglos.
Mit Arnaud Mattern, Nick Schulman, Huck Seed, Vitaly Lunkin und Isabelle Mercier sind noch diverse bekannte Namen an den Tischen zu finden.
Am nächsten Starttag wird der Titelverteidiger Barry Shulman (Foto) antreten ... vielleicht gelingt in diesem Event eine Titelverteidigung?
Der zweite Tag des Events wurde gespielt und die vier Finalisten stehen fest.
Das erste Halbfinale werden Gus Hansen und Andrew Feldman bestreiten. Das zweite Duell wird zwischen Jim Collopy und Ram Vaswani ausgetragen. Während man Hansen, Feldman und Vaswani als Pokerspieler kennt, dürfte Collopy für viele das unbeschriebene Blatt darstellen.
Collopy stammt aus Washington und hat als "Mr_BigQueso" in Online-MTT bereits über 1,4 Millionen Dollar gewonnen. Vaswani wird seinen Gegner also (berechtigerweise) nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Die vier Spieler haben schon jetzt £96,212 an Preisgeld sicher, dürften aber scharf auf das Bracelet sein.
Neben Huck Seed blieben am zweiten Tag auch Daniel Negreanu, Neil Channing, Howard Lederer, Phil Ivey und einige andere auf der Strecke. Nach dem Millionen-Online-Desaster würde man Gus Hansen ein Erfolgserlebnis mal wieder gönnen ... das wäre dann auch das erste Bracelet in der Karriere des Dänen.
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