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Ergebnis

WSOP 2009

ESPN meldet leichten Zuschauerschwund

Freitag, 13. November 2009 um 19:24 Uhr

Das Finale der WSOP sahen in diesem Jahr mehr als 2,1 Millionen Amerikaner. Und denen wurde mit zahlreichen Badbeats und einem spannenden, kurzweiligen Heads-Up einiges geboten.

Mit Joe Cada gibt es wieder einmal den jüngsten Main-Event-Gewinner aller Zeiten und Millionen von Dollar an Preisgeld zeigen dem Publikum: Poker lohnt sich!

Friede, Freude und Eierkuchen ist also angesagt ... leider nicht ganz. Auch beim TV muss man Zahlen nüchtern betrachten und dann fällt auf: 2008 waren 2,36 Millionen Zuschauer verzeichnet. Es gab also einen Zuschauerverlust in diesem Jahr. Viele werden sich über diese kleine Veränderung keinen Kopf machen, aber die Verantwortlichen hatten sich durch die Teilnahme von Phil Ivey in diesem Jahr ein gesteigertes Interesse versprochen. Wenn die Erwartungshaltung enttäuscht wird, schmerzen auch leichte Verluste ... und das ist hier der Fall.

Insgesamt kann ESPN aber mit der diesjährigen WSOP-TV-Show zufrieden sein. Der Fokus auf das Main-Event inkl. der Pause bis in den November haben sich erneut bewährt. Über 4 Monate wurden die Zuschauer Zeuge des größten Pokerevents und sahen 26 Stunden Kartenaction aus Vegas.

 

Cada gewinnt das WSOP-Main-Event 2009

Dienstag, 10. November 2009 um 16:03 Uhr

Der Weltmeister kassiert $8,546,435 und der Zweitplatzierte Darvin Moon immerhin $5,182,601.

Der 21jährige Profi konnte sich im Heads-Up gegen den 46jährigen "Normalo" aus Maryland durchsetzen. Trotz der grösseren Erfahrung war der Sieg im abschließenden Duell alles andere als einfach. Aber Cada bewahrte auch unter Druck die Ruhe und erlebte mit Pocket-Nines Himmel und Hölle. Bereits in der ersten Hand des Duells kam er mit dieser KartenKombo in Schwierigkeiten und 87 Hände später gewann er mit 99 den Titel.

In dem Zweikampf gab es ein ständiges Auf und Ab. Beide Spieler konnten mehrfach einen Vorsprung des Gegners egalisieren.

Am Ende hatte Cada das glückliche Ende für sich und ließ sich von den mitgereisten Freunden und Verwandten überschwänglich feiern. Wer hätte gedacht, dass es direkt im Jahr 1 nach Eastgate einen noch jüngeren Main-Event-Sieger geben würde ….

 

cada

 

November Nine – Finaltable Teil 1

Sonntag, 08. November 2009 um 16:23 Uhr

Nach mehr als 100 Tagen Wartezeit und Spekulationen wurde es Zeit. Die neun Finalisten trafen sich zur entscheidenden Runde in Vegas.

Die größten Erwartungen lagen bei Ivey. Trotz relativ kleinem Stack kam er in den Diskussionen als weltbester Pokerspieler in die Favoritenrolle. Er spielte vorsichtig und suchte sich seine Spots aus. Nachdem er einen Coinflip gegen Cada verlor und damit ein drittel seiner Chips riskierte er mit AK seine letzten Chips.

Der Holzfäller und Chipleader Darvin Moon machte den Call mit AQ (Ivey hatte lediglich 10BB – es war also kein grober Fehler des Amateurs). Mit einer Q im Flop waren dann Iveys Chancen minimal und zum Entsetzen seiner Fans ließ sich der K weder auf Turn noch auf River sehen.

Ivey schied damit auf dem 7. Platz aus. Auf dem 9. Platz schied vorher bereits James Akenhead aus. Er pushte mit 33 und lief in 99 von Kevin Schaffel. Der verspielte die Chips allerdings sehr schnell und mit einem Bad Beat (AA wurden von Buchman’s KK geschlagen) verabschiedete sich Schaffel auf dem 8. Platz. Wegen der Shortstacks hatten viele mit viel Action zu Beginn des Tages gerechnet, überraschenderweise ließen es alle ruhiger angehen und erst nach 4 Stunden Spielzeit wurde der erste Stuhl frei.

Nach Ivey kam dann das nächste „Baum fäääääällllt“ aus der Holzfällerecke. Steven Begleiter musste sich der Axt geschlagen geben ^^. Mit QQ konnte Moon erneut mit AQ seine Hand verbessern. Das berüchtigte „Ace on the River“ war Begleiters Sargnagel.

Begleiter war im anschließenden Interview mit seinem Spiel zufrieden. „Man hofft seine Chips als Favorit in die Mitte zu bringen, das man dann auch mal gerivert wird gehört zum Spiel dazu. Ich werde nun erst mal eine Ecke suchen, kurz weinen und dann lange trinken“, so der Amateur zum Schluss. Den Gag korrigierte er allerdings noch – er freue sich auf seine Familie war das letzte Statement. Immerhin kassiert der Familienvater für den sechsten Platz $1,59 Millionen.

Jeff Shulman hat sich –trotz Abneigung gegen die Medienpolitik der WSOP- sicher mehr vom Finaltag erhofft. Nachdem seine JJ von Cada mit 33 geschlagen waren, endete der Titeltraum vom Cardplayer-Chef. Shulman hatte zwar einen schweren Tag und kein Kartenglück, haderte aber bei einem Gewinn von fast 2 Millionen Dollar nicht mit seinem Schicksal.

Vierte wurde dann Eric Buchman. Einer der heimlichen Favoriten am Tisch verlor einen Riesenpott gegen Saout. Buchman machte preflop mit AQ Druck und Saout rang sich schweren Herzens zu einem Call mit AK durch. Die Hand hielt und Saout kassierte 45 Millionen Chips. Buchman versuchte zwar zurück in’s Spiel zu kommen, beim zweiten Doppelversuch wurde er allerdings von Moon eliminiert.

Saout konnte sich bis zu diesem Moment nicht über den Ablauf des Finaltages beklagen. Er startete als Shortstack und als noch 3 Spieler am Tisch waren, führte er das Feld an. Er leistete sich keine groben Schnitzer und brachte seine Chips durchgängig als Favorit in die Mitte. Aber dann wurden die Titelträume vom Franzosen von Joe Cada zerstört.

Cada hatte erneut ein kleines Paar (22) und schlug Saouts QQ. Damit war Cada nicht nur der Spieler mit dem meisten Kartenglück sondern auch der neue Chipleader. Die restlichen Chips riskierte Saout dann mit 88 um mit AK von Akenhead in Ränge geschickt zu werden.

Der Franzose, der sich über Everest Poker online für 50 Dollar qualifizierte, kassierte für den dritten Platz 3,5 Millionen Dollar.

Damit stand nach fast 18 Stunden das Heads-Up fest. Joe Cada wird sich mit Darvin Moon um den Weltmeistertitel duellieren. Cada liegt mit 136,925,000 vor Moon der seinen Anfangs-Stack in die letzte Runde mitnimmt (58,875,000).

 
 

WSOP Europe - Barry Shulman gewinnt das Main-Event

Freitag, 02. Oktober 2009 um 16:27 Uhr

£801,603  und das zweite Bracelet in der Karriere sind der Lohn für den Sieg im Main-Event

Shulman (Publisher vom Cardplayer Magazine) gewann bereits 2001 ein Bracelet im Seven-Card-Stud-Eight-or-Better Event. Mit dem aktuellen Erfolg pusht der Haudegen seine Turniergewinne auf beeindruckende $2,876,926.

Im Heads-Up kämpfte Daniel Negreanu um den begehrten Titel. Obwohl der sympathische Pro mehrfach einen Chipvorsprung erspielen konnte, reichte es am Ende nicht für den großen Triumph. Immerhin erhielt Negreanu für den zweiten Platz £495,589 als Trostpflaster. Damit ist er der Spieler mit den höchsten Turniergewinnen weltweit.

Mit Barry Shulman am Finaltable des WSOP-Europes Main-Events und seinem Sohn Jeff im Kreis der November Nine sind die Main-Events der WSOP fast ein familiärer Wettkampf ... schon erstaunlich bei den Spielerzahlen und der Shark-Dichte im Feld.

Hier das Ergebnis inklusive erzieltem Preisgeld:

1: Barry Shulman — £801,603
2: Daniel Negreanu — £495,589
3: Praz Bansi — £360,887
4: Jason Mercier — £267,267
5: Markus Ristola — £200,367
6: Chris Bjorin — £150,267
7: Antoine Saout — £114,228
8: Matt Hawrilenko — £87,074
9: James Akenhead — £66,533
 

WSOP Europe Main-Event - Der Finaltisch steht

Donnerstag, 01. Oktober 2009 um 19:19 Uhr

Die dritte Turnierrunde überstanden 36 Spieler. Darunter der Führende im "Card Player Player of the Year-Ranking" Yevgeniy Timoshenko und auch einer aus dem Kreis der November Nine (James Akenhead). Steve Zolotow, Jason Mercier, Davie Ulliot, Daniel Negreanu und das Urgestein Doyle Brunson hofften auf den Finaltisch.

Nennenswerte Eliminierungen gab es natürlich auch: John Juanda, Todd Brunson, Antonio Esfandiari, Annette Obrestad und Freddy Deeb sind hier zu nennen. Bubbleboy wurde übrigens John Tabatabai.

Am Tag 4 schlug dann die Stunde von Jason Mercier. Er spielte sich förmlich in einen Rausch und sammelte die Chips wie kein anderer. Mit über 2 Millionen an Chips Vorsprung geht der PokerStars-Pro nun in's Finale.

Doyle Brunson schaffte es leider nicht in die letzte Runde des Turnieres. Viele hätten ihm das 11. Bracelet in seiner langen Karriere gegönnt ... Phil Hellmuth gehörte wahrscheinlich nicht zu den Daumendrückern und dürfte erleichtert sein – der überstolze Rekordhalter ist eher nicht zur Gönnerfraktion zu rechnen ^

So sieht der vielversprechende Finaltisch aus:

Seat 1: Barry Shulman - 1,090,000
Seat 2: Jason Mercier - 3,198,000
Seat 3: Praz Bansi - 1,160,000
Seat 4: Markus Ristola - 784,000
Seat 5: Chris Bjorin - 518,000
Seat 6: James Akenhead - 1,398,000
Seat 7: Daniel Negreanu - 438,000
Seat 8: Antoine Saout - 701,000
Seat 9: Matt Hawrilenko - 674,000

 
 

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