ESPN kann mit der Zuschauerquote sehr zufrieden sein … ein um 46% höhere Quote als im Vorjahr sorgt für zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen. Wer Erfolg hat bekommt Recht: Die umstrittene Entscheidung den Final Table des Main-Events in den November zu schieben scheint sich bewährt zu haben – die kritischen Stimmen hierzu verstummen.
Dafür gibt es aus dem Profilager nun Kritik bezüglich des TV-Zusammenschnitts. Chris -Jesus Ferguson und Mike -the Mouth- Matusow sind über die Präsentation enttäuscht. Der Finaltable wurde über 17 Stunden ausgespielt und lediglich 2 Stunden schafften es in die TV-Show. Von den 274 ausgeteilten Händen sah der Zuschauer lediglich 23. Der langandauernde Zweikampf zwischen Eastgate und Demidow (105 Hände) wurde sogar auf 2 Hände gekürzt.
Die gesamte Taktik und die einzelnen Phasen des Finales wurden dem Zuschauer vorenthalten, es wurden lediglich die Hände gezeigt durch die Spieler rausgeflogen sind, so die bekannten Pro's in einem Interview.
Der interessierte Zuschauer bekommt so die Nuancen des Spieles nicht vermittelt und das Vorurteil das Poker ein reines Glücksspiel ist, wird leider bestärkt. Nach der TV-Übertragung konnte man leicht zur Meinung kommen, dass Eastgate in 2 Händen riesiges Glück hatte und lediglich seine Drillinge ausnutzte. Tatsächlich spielte Eastgate im Duell oftmals seinen Gegner und spekulierte auf seine Spielweise … dies wird aber für die meisten Zuschauer ein Geheimnis bleiben 🙁