Alex Goulder krönt sein Pokerjahr mit dem Sieg bei der WPT in Prag. Der Brite setzte sich gegen 250 Gegner durch und kassierte 105,000 Euro.

Während sich Goulder mit gutem Grund freut, dürften die Veranstalter und der Sponsor (PartyPoker) ein eher negatives Fazit ziehen. Im letzten Jahr kamen trotz höherem Buy-In-Höhe 301 Spieler an die Tische. Die Preissenkung von 3,500 auf 2,000 Euro zerrte deshalb doppelt am Preispool. Lediglich 438k standen zur Verteilung – das sollte nicht der Maßstab für WPT-Events werden.

Das Turnier selbst hatte wiederum ein hohes Niveau und entsprechend gut war auch der Finaltisch besetzt. Mit Sebastian Langrock schied auf Platz 3 der letzte Deutsche aus. Goulder durfte das Heads-Up mit einer komfortablen Führung beginnen, diese dann aber an Niclas Adolfsson abtreten. Der Schwede übernahm das Ruder und spielte den gegnerischen Stack auf nur noch 10 BigBlinds runter. Goulder doppelte sich aber zurück ins Match und machte schließlich mit A8 vs. KT den Sack zu.

Für den Sieger gab es einen Scheck in Höhe von €105,000 während der Zweitplatzierte mit 72,000 Euro die Heimreise antreten durfte.

Jason Mercier gewann das WPT Highroller auf St. Kitts Station. Nur 11 Spieler kauften sich für $100k ein und 3 Teilnehmer nahmen die Rebuy-Option in Anspruch (Bill Perkins, Kathy Lehne und Antonio Esfandiari – dieser sogar doppelt). Der Preispool summierte sich deshalb auf $1,455,000 und Jason Mercier holte sich den Titel und die Siegprämie in Höhe von $727,500.

Das Turnier wurde über zwei Tage direkt am Strand gespielt. Olivier Busquet war zwar in der zweiten Runde phasenweise Chipleader, schied dann aber auf Platz 4 als Bubbleboy aus. Tony Guglietti schaffte es auf den ersten Geldrang und überließ Mercier und Kathy Lehne das Heads-Up. Die Gründerin und Geschäftsführerin des Erdöl- u. Energie-Unternehmens Sun Coast Resources war gegen den Profi machtlos. Der Pokerpro spielte seine Routine und Erfahrung aus und brachte den Zweikampf souverän zu Ende. Lehne erhielt für den zweiten Platz $436,500 und darf auf das Ergebnis und die Rendite stolz sein.