Seit dem 16. August gibt es im Merit-Kasino Pokeraction satt. Das Main-Event der WPT in Zypern ist nun in der heißen Phase und bildet einen schönen Abschluss für das Event.

Die Veranstalter garantierten ein Preisgeld in Höhe von einer Million Euro und verfehlten diese Summe nur knapp (€965,740). Die Differenz (Overlay) ist zwar ärgerlich aber zu verschmerzen. Im Vergleich zum Vorjahr erschienen 25% weniger Spieler – das ist insgesamt ein bedenklicher Rückgang. Insgesamt kauften sich 262 Spieler für jeweils €4,400 ein und für den ersten Platz wurden 250,000 Euro ausgelobt.

Titelverteidiger Marvin Rettenmaier hatte an den Starttagen trotz Re-Entry kein Glück und schied aus. Kara Scott kämpfte sich immerhin in die zweite Runde, musste sich aber dann geschlagen geben. Am zweiten Tag wollte sich mit Michael Mizrachi ein weiterer bekannter Name in das Turnier einkaufen. Der Grinder dachte, er könne sich im Rahmen der Late-Registration am Tag 2 einkaufen, musste sich aber vom Turnierdirektor eines Besseren belehren lassen. Die Registrierung endete bereits am Tag 1b und auch der „Promibonus“ führte zu keiner Ausnahmeregelung. Mizrachi verließ dementsprechend enttäuscht den Saal.

Die Starttage und auch die zweite Runde wurden bemerkenswert aggressiv gespielt. Die Spieler waren fest entschlossen einen Stack zu bauen, um gute Voraussetzungen für die 27 Geldränge zu schaffen. Dementsprechend wurde kein Coinflip ausgelassen und in schneller Folge wurden die Stühle geräumt. Am Ende des zweiten Tages waren nur noch 31 Spieler im Feld und die Bubblephase begann direkt mit dem dritten Tag.

Bekannte Namen waren nicht mehr im Feld, mit Alexey Rybin übernahm ein Russe bereits am Starttag die Führung und konnte diese auch am Tag 3 verteidigen bzw. ausbauen. Mit 14 verbleibenden Spielern hatte Rybin immerhin 1,7 Mio Chips vor sich und damit 500k Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Nachdem bereits zu Beginn Dominik Nitsche und Rettenmaier ausschieden, war am Tag 3 auch für die letzten deutschen Spieler (Rainer Kempe, Manig Löser) Schluss.

Am Tag 4 kämpften die 14 Spieler um einen Platz am Finaltisch. Rybin ließ nichts anbrennen und behielt den ganzen Tag über die Führung. Die anderen Spieler hatten teilweise mit kleinen Stacks zu kämpfen. Bubbleboy für den Finaltable wurde der Kanadier Max Droege der seine letzten Chips mit 22 sehr unglücklich gegen TT von Sergey Rybachenko platzierte.

Rybin baute seinen Stack auf knapp 2,7 Mio Chips aus. Als Chipleader der letzten Tage und mit 1,1 Millionen Chips Vorsprung vor Albert Daher darf man von einer Favoritenrolle für das Finale sprechen. Aber im Poker ist kann es auch schnell bergab gehen …