rheemDas letzte große Pokerturnier vor der WSOP ist entschieden. Chino Rheem konnte sich im Bellagio durchsetzen und für seinen zweiten WPT-Triumph 1,150.297 Dollar Prämie kassieren.

Insgesamt hatten sich für das Turnier 148 Spieler eingekauft und für jeweils $25k Buy-In einen Stack Chips erhalten. Damit wurden 3,5 Millionen Dollar Preisgeld auf die ersten 15 Plätze an das sehr hochkarätige Teilnehmerfeld verteilt.

Am Tisch war auch Phil Ivey zu finden. Dieser erschien allerdings verspätet und verlor seinen Stack innerhalb eines Blindlevels. Dieses Schicksal -wenn auch nicht in diesem Tempo- teilten auch Nick Schulman, Dominik Nitsche und Joe Serock.

Den dritten Tag durften immerhin noch 67 Spieler beginnen und der Weg zu den Geldrängen war noch entsprechend lang. Verloren gingen dabei u.a. Faraz Jaka, Antonio Esfandiari, Brian Rast, Ben Lamb, Marvin Rettenmaier, Phil Hellmuth und David Sands. Am Ende der dritten Schicht durften sich noch 24 Spieler Hoffnung auf das Finale machen.

Im Feld waren u.a. Jason Mercier, Jake Cody, Andrew Lichtenberger und Dan Shak die allesamt am vierten Tag den Stuhl räumen mussten. Bubbleboy wurde Hyon Kim der auf Platz 16 mit TT gegen QQ von Dan Shak scheiterte und als Letzter mit leeren Händen gehen musste.

Daniel Negreanu spielt weiterhin eine starke Saison. Er schaffte es bis in den Tag 5 und „bubblete“ dann den Finaltisch. Der Kanadier wird sich mit dem Ergebnis arrangieren können und darf die WSOP selbstbewusst und in Topform beginnen.

Im Laufe des kurzen 5. Spieltages konnte sich Chino Rheem deutlich vom Feld absetzen und ging mit 4,49 Millionen Chips schwer bewaffnet in den Endspurt. Erick Lindgren war mit 3,35 Millionen im Stack der nächste Verfolger und schaffte es nach 6 Stunden Spielzeit am Finaltisch in das Heads-Up.

Auffälligster Spieler am Finaltisch war bis dahin Jonathan Roy. Der spielte seinen Chipstapel hoch und war drauf und dran die Führung zu übernehmen. Als er mit einem Set in einen geturnten Nut-Flush von Rheem lief, ging der Stack allerdings verloren und Roy musste sich mit Platz 3 zufriedengeben. Mit dem frisch gewonnen Monsterpot im „Gepäck“ begann das Heads-Up zwischen Rheem und Lindgren mit einer 4:1-Führung. Lindgren konnte den Vorsprung trotz zweistündiger Gegenwehr lediglich minimieren und musste sich nach mehr als 100 Händen im Zweikampf geschlagen geben (Q9 vs. K9). Lindgren erhielt für den zweiten Platz immerhin $650k Prämie.

Mit Lindgren und Rheem kamen in diesem Event zwei sehr umstrittene Spieler auf die ersten Plätze. Beide sind in der Community hoch verschuldet und die Gläubiger dürften sich in den Zuschauerrängen bereits in Stellung gebracht haben. Sowohl Rheem als auch Lindgren schieben die Rückzahlung der Schulden gerne auf die lange Bank schieben … wie viele Buy-Ins können die Zocker in die WSOP retten?

Das Ergebnis im Überblick:

  1. Chino Rheem – $1,150,297
  2. Erick Lindgen – $650,275
  3. Jonathan Roy – $421,800
  4. Matt Hyman – $289,988
  5. Brandon Steven – $223,203
  6. David Peters – $173,993