wpt_stammenDas Borgata ist manchmal auch ein Casino mit Pokeraction. Neben den letzten Schlagzeilen zum Chipskandal und dem Klageverfahren gegen Phil Ivey gibt es deshalb auch Meldungen wie diese … die WPT World Championship wurde im Borgata erfolgreich gespielt. Es gab keine Turbulenzen oder Unregelmäßigkeiten und der Gewinner Keven Stammen wird aller Voraussicht nach auch nicht von den Casinobetreibern verklagt 🙂

$15,400 mussten für das Buy-In investiert werden und 328 Spieler öffneten die Geldbörsen. Zusammen mit den Re-Entries kletterte das Preisgeld auf insgesamt $4,892,254. Während jeder Finalist bereits mit $235,341 prämiert wurde, wartete auf den Sieger ein Scheck im Wert von $1,35 Millionen.

Bereits an Tag 2 erwischte es mit Marvin Rettenmaier den letzten Deutschen. Er ging mit AA vs KK als haushoher Favorit in die Postflop-Phase und musste sich am Flop leider einen König ansehen.

Am dritten Tag starteten noch 68 Spieler und hofften die Bubblephase zu überstehen. Die ersten 36 Plätze wurden bezahlt und kurz vor der Dinner-Pause schieden mit Michael Lavoie und Nick Schulman zwei Spieler gleichzeitig aus. Damit war die Bubble pünktlich zum Essen überstanden und frisch gestärkt wurde wieder looser gespielt.

Vor den Geldrängen schied Phil Hellmuth aus. In das Geld schafften es immerhin Scott Seiver und Jeff Madsen, für die das Turnier allerdings auch zu Ende ging.

Die verbleibenden 18 Spieler wurden von Eric Afriat in Tag 4 angeführt. Dieser hatte bereits die Führung in den dritten Tag gebracht und konnte den Vorsprung verteidigen. Am vierten Tag ging dafür alles schief und auf Platz 11 endete die Reise für ihn. Keven Stammen übernahm die Initiative und das Kartenglück. Auf dem Weg in das Finale sammelte er fleißig Chips und setzte sich vom Feld ab. Als er 5,6 Millionen Chips vor sich hatte, konnte nur Byron Kaverman mit 4 Millionen annährend mithalten … die restlichen Kontrahenten dümpelten zwischen 1 und 2,5 Millionen im Stack. Das bekannteste Gesicht im Finale war Tony Dunst. Wie immer akkurat gekleidet (Barney aus der Serie How I met you Mother wäre stolz auf ihn) aber mit 1,3 Millionen eher schwach munitioniert, startete der Sunnyboy und ging dem aggressiv auftrumpfenden Chipleader erst einmal aus dem Weg.

Nach den ersten Bustouts musste Dunst allerdings den Versuch unternehmen, den auf 12 BB geschrumpften Stack wieder aufzuspielen. Sein Aufdoppel-Versuch gegen Stammen ging allerdings schief und damit war Heads-Up-Zeit. Byron Kaverman hatte seinen Stack über die Runden gebracht, lag aber im Duell 1:2 zurück. Den Rückstand konnte er zwar aufholen, kurz die Führung übernehmen und Morgenluft schnuppern, dann walzte Stammen aber auch seinen letzten Gegner platt. Nach 151 Händen war das Finale entschieden und Stammen feierte den Titelgewinn.

Das Endergebnis im Überblick:

Keven Stammen – $1,350,000

Byron Kaverman – $727,860

Tony Dunst – $452,729

Ryan D’Angelo – $363,930

Curt Kohlberg – $286,292

Abe Korotki – $235,341