Mit Marcin Wydrowski gewinnt zum ersten Mal ein Spieler aus Polen ein WPT-Event. Der 26jährige hatte bisher keinen nennenswerten Pokererfolg verbucht und war bei den Buchmachern deshalb nicht gerade als Favorit gelistet. Umso größer war sein Jubel als er die Titelehren empfing und den Prämie im Gesamtwert von €325,000 entgegennahm.

Aus deutscher Sicht durfte man für Bodo Sbrzesny lange die Daumen drücken. Dieser war sogar als Chipleader in das Finale gestartet und hatte -auch in Verbindung mit seiner Spielerfahrung – damit beste Aussichten auf den Titel. Auf Platz 3 war der gute Turnierlauf für den von PartyPoker-Pro dann leider vorbei. Nachdem er mit KQ vs KK den Großteil seines Stacks verlor, brachte er die verbleibenden Chips mit 66 in die Mitte. Wydrowski der bereits die KK Hand hielt, machte mit AJ den Call und gewann den Coinflip inklusvie Rest-Stack des Deutschen. Ein frustrierter Sbrzesny räumte den Stuhl und machte Platz für das Heads-Up.

Mit dem 40jährigen Alexandr Lakhov schaffte es der älteste Spieler des Finals in das Heads-Up. Der russische „2-7 Lowball“-Spezialist konnte das Blatt nicht mehr wenden und erhielt für den zweiten Platz die Summe von €213,775.

Insgesamt hatten sich 567 Spieler für das Turnier gemeldet und für 3,300 Euro den Startstack gekauft. Damit konnte man das Niveau des Vorjahres (571) halten und mit der Resonanz zufrieden sein. Die ersten 72 Plätze wurden vom Veranstalter bezahlt und mit Kevin MacPhee, Fabian Quoss und Jason Mercier schafften es bekannte Namen nicht nur in die Geldränge sondern fast bis in's Finale. Aber Spieler wie Eugene Katchalov, Steve O'Dwyer, Faraz Jaka, Thor Hansen, Jonathan Duhamel und Leo Margets mussten den Saal mit leeren Händen verlassen.

Am Ende sah das Ergebnis des Finaltisches so aus:

1. Marcin Wydrowksi – $423,957

2. Alexandr Lakhov – $278,866

3. Bodo Sbrzesny – $179,246

4. Tony Chang – $132,736

5. Michael Gagliano – $99,506

6. Alin Grasu – $79,723