wptlaclassicAnthony Zinno schaffte es nach Darren Elias und Marvin Rettenmaier zwei WPT-Turniere in Folge zu gewinnen. Dass man für dieses Kunststück einen Lebensvorrat an Glück verbraucht, ist selbstverständlich 🙂 Nach dem Sieg bei der WPT Fallsview gewann Zinno nun in Los Angeles.

10,000 Dollar Eintritt kostete das Vergnügen im Commerce Casino anzutreten. 538 Spieler zahlten bereitwillig für den Stack und spielten um 5,1 Millionen Preisgeld. Die Veranstalter verbuchten im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg der Teilnehmerzahl (2014 = 514) und dürften mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.

Bereits nach zwei Spieltagen hatte sich das Feld auf 120 Spieler reduziert, der Weg zu den bezahlten 60 Plätzen war aber noch weit. Am dritten Tag platzte die Bubble und zum Feierabend waren noch 43 Stacks einzutüten. Bubbleboy wurde mit A9 vs. AT Matt Berkley, die restlichen Spieler durften aufatmen und hatten mit dem Mincash von 19,050 Dollar bereits eine anständige Rendite.

Während kein deutscher Spieler in die Schlussphase kam, machte sich Peter Tran als Chipleader Hoffnung auf den Titel. Für die Railbirds waren mit Daniel Negreanu, Scott Seiver, Shawn Buchanan und Erik Seidel noch reichlich Prominente an den Tischen zu finden/studieren.

Am Ende von Tag 4 war der Finaltisch in Sicht. Nur ein Dutzend Teilnehmer durften sich noch Hoffnung auf den Sieg machen. Peter Tran konnte seinen Chiplead nicht nur verteidigen, sondern mächtig ausbauen. Tran hatte u.a. mit TT vs KK von Shawn Buchanan das Glück auf seiner Seite, als er am Turn zum Set traf. Auch Seidel, Seiver und Negranu verloren die Stacks und damit musste der letzte Tisch ohne bekannte TV-Gesichter auskommen.

Am fünften Tag wurden die Blindlevel auf 2 Stunden verlängert und es ging für Tran bergab. Er verlor an Boden, schaffte es aber an den letzten Tisch. Igor Yaroshevskyy übernahm die Führung. Zinno war Fünfter im Chipcount, konnte aber auf einen guten Lauf in Sachen WPT zurückblicken. In dieser Saison erreicht er bereits zum siebten Mal die Geldränge und neben dem „Back-to-Back-Stunt“ spielte er um den insgesamt dritten Sieg, da er bereits in 2013 bei der WPT Borgata seinen ersten Titel holte.

Peter Tran, der die ersten Tage des Events dominierte, musste als erster Spieler das Finale verlassen, danach erwischte es Peter Neff der mit 88 vs JJ die meisten Chips an Zinno verlor. Trotz der gewonnen Chips musste der spätere Sieger nach einem verloren Pot wieder als Shortstack agieren. Mit drei Double-Ups in 14 Händen brachte sich der Glückspilz aber zurück ins Spiel.

Mike Leah hatte während des Finaltables teilweise eine sehr deutliche Führung herausspielen können, startete aber mit Rückstand in das Heads-Up. Hier leistete er verzweifelt Widerstand, musste sich nach einigen Händen aber mit A3 gegen AA geschlagen geben.

Zinno, der im Interview betonte, dass er hart am Spiel arbeite, Partys vermeidet und einen guten Schlafrhythmus für seine Konzentrationsfähigkeit anstrebt, gehört nun zum Trio (mit Gus Hansen und Carlos Mortensen), das drei WPT-Siege verbuchen konnte. Moral von der Geschichte: Arbeit lohnt sich und das Glück ist mit den Tüchtigen 🙂

Das Endresultat im Überblick:

1. Anthony Zinno – $1,015,860

2. Mike Leah – $701,350

3. Chris Klodnicki – $451,090

4. Igor Yaroshevskyy – $333,680

5. Peter Neff – $250,260

6. Peter Tran – $200,830