Die LA Poker Classic gehört zu den beliebtesten Stopps der PokerTour. In diesem Jahr konnte sich Paul Klann den Titel sichern und kassierte dafür mehr als eine Million Dollar Siegprämie.

Insgesamt hatten sich 517 Spieler in das Event eingekauft. Damit gab es im Vergleich zum Vorjahr zwar einen leichten Rückgang (549 Spieler in 2012). Aber für ein $10k-Turnier ist die Zahl der Registrierungen weiterhin beachtlich. Damit waren fast $5 Millionen im Preispool, die auf die ersten 63 Plätze verteilt wurden. Natürlich locken solche Summen nicht nur Amateure, sondern auch zahlreiche Regulars in das Commerce Casino.

David Sands, Bertrand Grospellier, Jason Somerville, Phil Hellmuth und viele andere Pro's gingen bereits weit vor den bezahlten Rängen verloren.

Am dritten Turniertag starteten noch 162 Spieler und die BubblePhase war in Sicht. In dieser Phase des Turniers wird oft taktiert und die Strategie angepasst. Während einige Spieler tight agieren um den möglichen Zahltag nicht zu gefährden, agieren die Profis im Regelfall aggressiv um die zurückhaltende Spielweise der Gegner auszunutzen. Während die Taktik auf jeden Fall korrekt ist, geht der Schuss trotzdem oft nach hinten los. In regelmäßigen Abständen wacht der tighte Gegner eben doch mit einer guten Hand auf 🙂

Vor den Geldrängen erwischte es deshalb Spieler wie Maria Ho, Jennifer Tilly, Lacey Jones, Eli Elezra, Dwyte Pilgrim, Victor Ramdin und David Williams. Bubbleboy wurde dann Arlo Dotson der somit den Feierabend einläutete.

harmanMit Scott Seiver, Carlos Mortensen, Joe Hachem, Noah Schwartz, Dan Shak und Jennifer Harman (Bild) waren noch reichlich bekannte Namen im Feld und die Chancen auf einen prominent besetzten Finaltisch waren gut.

Mit Paul Volpe und Toby Lewis schafften es dann auch zwei bekannte Spieler an den letzten Tisch. Dafür gingen sämtliche der oben genannten Stars verloren. Volpe, der Online zu den großen Gewinnern zählt, durfte das Finale als Chipleader beginnen. Der Brite Toby Lewis – Mitglied des Team IveyPoker – musste als Shortstack ran.

Nach nur drei Orbits war Lewis dann auch der erste Spieler, der sich verabschieden musste, fast $200k Preisgeld dürften aber die Stimmung aufhellen.

Nach 170 Händen am Finaltisch hatte Paul Volpe immer noch die Führung inne und Paul Klann als sein Heads-Up-Gegner war als Amateurspieler definitiv der Underdog. Aber der 41-jährige Kanadier ließ sich nicht beeindrucken. Er hatte anfangs zwar nur halb so viele Chips wie Volpe, dafür aber das Glück auf seiner Seite. Die Führung wechselte mehrfach, beide Spieler zeigten Nervenstärke und nach 203 zeigte Klann schließlich die Siegerhand (KTo vs J9s) und entsprechenden Jubel. Der Amateur war noch im Interview völlig aus dem Häuschen und hoffte nur, dass er das Ganze nicht nur träumt.

Das Ergebnis im Überblick:

  1. Paul Klann – $1,004,090
  2. Paul Volpe – $651,170
  3. Jesse Yaginuma – $429,810
  4. Danny Fuhs – $316,650
  5. David Fong – $236,250
  6. Toby Lewis – $193,560