Nach dem unrühmlichen Partouche-Event versucht die WPT den Beweis anzutreten, dass in Frankreich auch Pokerturniere ohne Skandale stattfinden können.

Im Aviation Club de France wird vom 10.  15. September ein WPT-Titel ausgespielt. Die Teilnahme kostet 7,500 Euro und wie bei der WPT üblich ist ein Re-Entry möglich.

Am ersten Tag kauften sich 96 Spieler ein und Jacques Enjoubault konnte seinen Stack auf über 200,000 Chips spielen. Diesem sensationell guten Lauf fiel unter anderem Scott Seiver zum Opfer. Der amerikanische Profi war nach seinem Bustout fast schon traumatisiert … mit KK gegen 63 (nach Preflop-Action) verliert man seine Chips schliesslich nicht sehr oft. Aus welchem Grund sich Enjoubault berufen fühlte 63 zu spielen ist nicht bekannt – Da er sich bis zum Turn eine Strasse bastelte wurde die schlechte Starthandauswahl in diesem Fall belohnt . Der Spieler wird es mit solcher Spielweise in der zweiten Runde aber schwer haben.

Neben Jason Mercier versuchen auch Justin Bonomo, Kara Scott, Juha Helppi Jonathan Duhamel und Marvin Rettenmaier möglichst viele Chips vom Führenden zu ergattern.

Natürlich verlor nicht nur Scott Seiver verlor seinen Stack. Das gleiche Schicksal ereilte Michael Mizrachi, Vanessa Selbst, David Benyamine, Roberto Romanello und Dan Smith.

Viele Hochkaliber hatten sich für den zweiten Starttag „aufgespart“. Und es starteten einige Unglücksraben vom Vortag mit einem Re-Entry. Die 200k-Grenze konnte von keinem Spieler geknackt werden. Peter Jetten stach aus dem „1b-Feld“ heraus und tütete 83k Chips ein. Das beste Ergebnis vom Tag 1b durfte aber Gregory Boissenot für sich verbuchen – der Musiker darf den nächsten Tag mit 95k Chips beginnen.

Insgesamt traten 228 Starter an von denen sich 143 Spieler für den Tag 2 qualifizierten – Prominente Namen im Feld sind u.a.  Antoinie Saout, Fabrice Soulier, Bertrand Grospellier, Faraz Jaka, Steve O'Dwyer und Eugene Katchalov.

Im Vergleich zum Vorjahr haben die Verantwortlichen deutlichen Spielerschwund hinnehmen müssen. Im Jahr 2011 waren mehr als 300 Spieler angetreten – die Mindereinnahmen sind natürlich ärgerlich. Immerhin haben sich die Topspieler eingefunden … der Stellenwert vom Event ist damit auf alle Fälle gewahrt.