Der TV-Finaltisch ist in greifbarer Nähe und der neue Sponsor scheint Rettenmaier Glück zu bringen.

Am zweiten Turniertag kamen weitere 32 Spieler an die Tische und trafen dort auf die 95 Teilnehmer vom ersten Tag. Der zweifache WPT-Gewinner Michael Mizrachi war in bester Spiellaune und schnappte sich Pot für Pot. Während er zu Beginn des Turniers bereits weniger als 10,000 Chips hatte tütete er zum Feierabend der zweiten Runde 428k ein und führte das Feld an. Ebenfalls im Top-Feld: Isaac Haxton und Steve O'Dwyer.

Für Vanessa Selbst, Tommy Vedes und James Dempsey lief der Tag weniger gut und endete mit dem Ausscheiden. Ebenfalls ohne Glück: Daniel Negreanu, Sam Stein, David Benyamine und Tony Dunst. Vanessa Rousso schaffte es in den dritten Tag und war damit die letzte Frau im Rennen.

Am Tag 3 konnte man sich weiterhin für das Turnier registrieren. Dieses ungewöhnliche Verfahren ließ das Feld auf immerhin 152 Spieler anwachsen. Den dritten Tag überstanden allerdings nur 44 Kontrahenten. Mizrachi verlor eine entscheidende Hand gegen Nick Schulman und flog damit vorübergehend aus dem Spitzenfeld. Neuer Chipleader wurde Curt Kohlberg der sich mit 918k der Millionengrenze näherte. Knapp dahinter lauerten Antonio Esfandiari und Nick Schulman auf weiteres Kartenglück.

Titelverteidiger Scott Seiver schied ebenso aus wie Phil Hellmuth, Jason Mercier, Faraz Jaka, David Wiliams, Jake Cody, Isaac Haxton, Shawn Buchanan und Dan Smith.

Nach Ende der Registrierungszeit konnte endlich der Preispool bestimmt werden. $3,660,500 werden auf die ersten 18 Plätze verteilt. Der Gewinner erhält einen Scheck im Wert von $1,196,858.

Die 44 Rückkehrer hatten demnach am vierten Tag die Geldränge in Sichtweite. Kurz vor Erreichen wurde jedoch -sehr zum Unmut der verbleibenden Spieler- der Feierabend eingeläutet. Über diesen schlechten Zeitpunkt mussten sich  u.a. Sam Tricket, Esfandiari und Jonathan Little nicht mehr ärgern. Diese waren bereits vorzeitig aus dem Turnier geflogen. Mizrachi und Rettenmaier hatten dafür wieder einmal einen guten Tag erwischt. Sie schafften es mit anständigen Stacks in Runde 5.

Kurz nach Beginn dieses Spieltages musste Josh Arieh seinen  Shortstack mit AJ  riskieren und rannte in Pocket-Kings eines bereits mehrfach erwähnten PartyPoker-Pro‘s mit den Initialen M.R. Mit dieser Hand war der Bubbleboy gefunden, der Geldsegen erreicht und die Spieler mit kleineren Stacks gaben im Anschluss ordentlich Gas.

Wie üblich gab es auf dem Weg zum Finaltisch einige Suckouts (Mizrachi schlug z.B. mit 77 die 99 des Gegners) und die Führung wechselte mehrfach. Als nur noch 10 Spieler im Rennen waren, hatte sich noch keiner vom Feld absetzen können. Und dies änderte sich auch in den folgenden Orbits nicht. Mizrachi hatte zwar einen kurzen Lauf, büßte die Führung aber kurz darauf wieder ein. Nachdem es Joe Serock auf Platz 10 erwischte wurden schliesslich die Chips eingetütet und Marvin Rettenmaier hatte mit 3,757,000 Chips tatsächlich die Führung erspielt. Mit 3,1 Millionen Chips liegt Michael Mizrachi nur knapp dahinter.  Der Deutsche hat also beste Aussichten auf seinen ersten WPT-Titel – Toi toi toi.

Hier die Chipcounts:

  1. Marvin Rettenmaier – 3,757,000
  2. Michael Mizrachi – 3,124,000
  3. Steve O’Dwyer – 1,643,000
  4. Hafiz Khan – 1,641,000
  5. Nick Schulman – 1,350,000
  6. Moon Kim – 1,139,000
  7. Philippe Ktorza – 977,000
  8. Trevor Pope – 800,000
  9. Will Wilkinson – 705,000