Auch bei der WPT Five-Star World Poker Classic ist die Spielerzahl rückläufig und die Verantwortlichen der WPT werden allmählich graue Haare bekommen. Bei einem Buy-In von $25,000 kann natürlich die Wirtschaftskrise eine Rolle spielen. Aber auch die überaus erfolgreiche EPT in San Remo wird einige Spieler in Entscheidungsnöte gebracht haben … denn auch PokerPro's können nicht an zwei Orten gleichzeitig spielen.

Am ersten Starttag fanden sich also relativ entäuschende 126 Spieler ein. Der Startstack wurde auf 100,000 Chips erhöht und die Blindlevel dauerten 90 Minuten. Eine sensationelle Struktur, den Spielern wurden für das hohe Buy-In also auch gute Turniervoraussetzungen geboten.

Trotz dieser Chipmenge konnten sich einige Spieler ein frühes All-In nicht verkneifen. Phil Hellmuth -der wie üblich zu spät erschien- durfte bereits nach 15 Minuten Anwesenheit den Platz wieder räumen … er riskierte, nach einem verlorenem grossen Pot,  alle verbleibenden Chips mit 2Pair und wurde vom Gegner (Filippi) ausgerivert.

Immerhin schafften es 105 Spieler vom Tag 1A in die die nächste Runde.

Am zweiten Starttag zahlten nochmals 211 Spieler das Buy-In. Das Teilnehmerfeld schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr von 545 Spielern auf nur noch 337. Die Top 50 werden bezahlt und das Preisgeld für den Turniersieger liegt bei $2,143,655 und auch der Zweitplatzierte wird fast 1,5 Millionen Dollar kassieren.

Auch am Tag 1B konnte durch die hohen Stacks langsam und taktisch gespielt werden. In den 5 Blindlevel schieden deshalb auch nur eine Handvoll Spieler aus. Unter den Unglücksraben waren Allen Cunningham und Clonie Gowen zu finden.

Am 2. Turniertag trafen die verbleibenden 302 Spieler im Bellagio zusammen und das Feld sollte sich drastisch reduzieren. U.a. Gavin Smith und Amnon Filippi verloren ihre Chips während es für andere Spieler wie Bertrand Grospellier weiter bergauf ging.

Hier ein Blick auf die Führenden:

  1. Jean Noel Thorel — 743,500
  2. Bertrand Grospellier — 678,300
  3. Steve Billirakis — 672,400
  4. Dan Heimiller — 655,700
  5. Justin Young — 621,800

In der dritten Runde wurde die Luft natürlich noch dünner. Mit Kalibern wie Freddy Deeb, Mark Seif, Phil Ivey, Nenad Medic, David Singer und Billirakis gabe es kaum „angenehme“ Tische. Überall lauerten die Sharks auf die große Chance auf den den nächsten Beutezug. Mitten im Haifischbecken war Boris Becker. Überraschenderweise konnte sich der Wimbledonsieger bis in den 3. Tag spielen und verkauft seine Haut so teuer wie möglich.

Am Ende des Tages hatten noch 62 Spieler Chips vor sich und Becker hofft noch 12 Eliminierungen zu überleben um bei einem großen Turnier die Preisgeldränge zu erreichen. Drücken wir also die Daumen.