Der Serbe und Chipleader traf am Finaltisch u.a. auf Marvin Rettenmaier, setzte sich durch und kassierte für den Turniersieg 271,258 Dollar.

Insgesamt hatten sich 254 Spieler für jeweils €3,300 angemeldet und immerhin 24 Spieler nutzen die Re-Entry-Option. Damit mussten die Veranstalter mit deutlich weniger Interesse als im Vorjahr (396 Spieler) leben. Das Preisgeld summierte sich auf insgesamt €776,290 und sorgte für ausreichend Motivation im Teilnehmerfeld.

Mit Kara Scott (Bild), Marcel Luske und Michael Mizrachi war das Feld prominent besetzt, die gerade genannten schieden allerdings früh aus. karascott

In den ersten Tagen dominierte Bodo Sbrzesny das Feld und auch Martin Stazsko durfte bis zuletzt auf den Finalisch hoffen. Kleine Randnotiz: Sbrzesny hatte im Turnier das seltene Vergnügen einen Royal Flush aufdecken zu dürfen. Am Ende fehlte aber beiden Spielern das Kartenglück und die Jagd auf die WPT-Trophäe endete vor dem letzten Tisch.

Im Finale schied mit Grzegorz Wyraz der Shortstack früh aus. Überraschender war dann schon das Ausscheiden von Rettenmaier, nur kurze Zeit später. Durch einen BadBeat verlor der Deutsche einen beträchtlichen Teil seines Stacks und versuchte danach mit einer 3bet und KQo seine verbleibenden 20 BB zu vermehren. Vermutlich hätte Mad Marvin den Pot gerne Preflop durch Aggression gewonnen, Kimmo Kurko wollte seine AQo allerdings nicht folden und machte den Call, der in diesem Fall gut ausging. Dem Finnen brachten die Chips allerdings kein Glück. Er verlor zwei große Pötte in Folge und selbst als Favorit mit AJo vs K9o scheiterte er durch einen König auf dem Board.

Kurko verabschiedete sich also auf Platz 4 und der Österreicher Oswin Ziegelbecker räumte als Nächstes seinen Stuhl. Ziegelbecker machten die aggressiven Gegner schwer zu schaffen und er verlor viele Chips durch gegnerische Reraises vor dem Flop. Mit AQ vs AK brachte er dann seine Munition extrem unglücklich in die Mitte, schaffte aber einen Suckout durch eine Straight am River. Aber die Revanche folgte auf dem Fuße … mit AK vs AT sah es zwar gut für Ziegelbecker aus, eine T auf dem Turn sorgte dann aber für sein böses Erwachen.

Berende und Bozinovic lieferten sich ein ausgeglichenes Heads-Up. Der Niederländer musste dann aber einen (der heute zahlreichen) Badbeats hinnehmen. Mit AQ vs QJs verlor er einen Riesenpott und lag plötzlich 1:5 hinten. Die restlichen Chips sammelte Bozinovic bereits bei Berendes erstem Aufdoppel-Versuch.