Die WPT wurde mit sogenannten Alpha-8-Turnieren ergänzt. Diese Super-Highroller-Event-Reihe wurde in London gestartet und nun in der Karibik (St. Kitts) gespielt.

Gruissem-St.-Kitts_580-0Für die Teilnahme sind $100,000 Eintrittsgeld aufzubringen. Dementsprechend elitär und übersichtlich ist das Teilnehmerfeld. Das erinnert an die frühen Jahre der WSoP. Und tatsächlich konnte sich auch in den Alpha-Events – wie zu guten alten WSOP-Doyle Brunson-Zeiten — ein Spieler beide Turniersiege in Folge sichern.

Phillip Gruissem heißt der Schrecken der Highroller, der Deutsche schlug in St. Kitts 22 Kontrahenten aus dem Feld und erhielt als Lohn einen Scheck in Höhe von $1,086,400.

Am ersten Tag schieden bereits Jonathan Duhamel, Erik Seidel und der ambitionierte Amateur und Millionär Bill Perkins aus. Perkins, der ein Haus auf St. Kitts besitzt, konnte sich nach seinem Ausscheiden ausgiebig um seine „Host-Funktion“ kümmern. 🙂

In der zweiten Runde sah es für Gruissem anfangs gar nicht gut aus. Er begann den Tag als Drittletzter und hätte zu diesem Zeitpunkt bereits das Erreichen der Geldränge als Erfolg verbuchen dürfen. Isaac Haxton hatte als Chipleader den Finaltisch im Visier, bis an den letzten Tisch schaffte es der bekannte Profi zwar, aber auf Platz 7 war Feierabend und nur 5 Plätze wurden bezahlt.

Von 16 Startern waren bereits nach 48 Händen nur noch 5 mit Chips ausgestattet. Während Sorel Mizzi, Fabian Quoss und Timothy Adams ausschieden, sammelte Gruissem fleißig Chips und war zum Endspurt bereits wieder gut munitioniert.

Im Heads-Up stellte sich Tom McDonald als Hindernis in den Weg, konnte die Führung seines Gegenübers aber nicht mehr aufholen. Stattdessen baute Gruissem  Stück für Stück des gegnerischen Chipturms in die eigenen „Stacks“ und nach 25 Händen plus einer glücklich verlaufenden letzten Hand  (Gruissem gewann mit A5 gegen A6) durfte sich der junge Deutsche Highroller über eine weitere Million in der Bankroll freuen.

Im Februar gibt es das nächste Super-Highroller in Johannesburg, mal sehen ob ein Triple direkt Pokergeschichte schreibt…

Die Geldränge im Überblick:

1. Philip Gruissem – $1,086,400

2. Tom McDonald – $679,000

3. Mike McDonald – $434,560

4. Jason Koon – $298,760

5. Scott Seiver – $217,280