Der Däne holte sich bereits am zweiten Tag die Führung und sammelte bis zum Happy End die restlichen Chips der Mitspieler. Mit dem Titel gab es kurzen Kontakt mit den Royal-Flush-Girls, die Trophäe und einen Scheck über € 313,390.

Christensen begann am Tag 3 die Bubblephase als Chipleader und in dieser Runde wurde das Feld von 67 auf 21 Teilnehmer reduziert. Am Ende hatte der spätere Turniersieger zwar die Führung knapp an Goswin Siemsen abgegeben – mit über einer Million Chips waren aber die Weichen in Richtung Finaltisch gestellt. Mit Andy Frankenberger (30. Platz) und Yevgeniy Timshenko (22. Platz) schieden zwei starke Konkurrenten aus. Eugene Katchalov und Robert Romanello schafften es als Shortstacks in Tag 4 und besonderes Augenmerk galt Benjamin Wilinofsky. Der Online-Pro aus Kanada sorgte mit seinem extrem aggressiven Spielstil für Aufregung an den Tischen. Im Lauf des Tages eroberte er mehrfach die Führung und tütete für die nächste Runde ca. 750,000 Chips ein – da er 2011 mit seiner risikofreudigen Spielweise bereits die EPT in Berlin für sich entscheiden konnte, durfte man auf den weiteren Turnierverlauf gespannt sein.

Während Katchalov und Romanello am nächsten Tag ausschieden, schaffte es Wilinofsky tatsächlich mit einem anständigen Stack in's Finale und hoffte weiter auf die Triple Crown (WSOP, EPT und WPT Titel). Im Finale Limp-Pushte der Kanadier dann mit KJs bekam mit QQ Kontra und flushte den Mitkonkurrenten vom Tisch. Szecsi musste sich dadurch mit dem sechsten Platz zufrieden geben. Als nächstes erwischte es Siemsen – der lag Preflop mit AQs zwar deutlich vor der AT von Tolokno … aber Preflop Equity reicht nicht wenn das Board einen Strich durch die Rechnung macht.

Die vier verbleibenden Spieler kämpften dann über Stunden bis dann in schneller Folge Sekularac und Wilinofsky die Stacks verloren. Sekularac wurde ebenfalls mit einem Cooler entsorgt (AQ wurde von AJ geschlagen). Wilinofsky wurde von Christensen genötigt …dieser ging mit einem Flush-draw aggressiv am Flop zu Werke. Nach dem Call des Kanadiers lag Christensen zwar hinten, der Flush kam aber am Turn und läutete das Heads-Up ein.

Der Zweikampf begann mit einer komfortablen Führung des Dänen die nicht mehr in Gefahr geriet. Mit A8 vs K8 ging das Turnier dann zu Ende.

Hier das Endergebnis:

1. Morten Christensen – €313,390

2. Konstantin Tolokno – €191,740

3. Ben Wilinofksy – €122,910

4. Ognjen Sekularac – €84,961

5. Goswin Siemsen – €62,680

6. Norbert Szecsi – €49,100