Ein gelungenes Event geht mit einem spannenden Heads-Up zu Ende. Im Duell sah Theo Jorgensen zweimal als sicherer Sieger aus und musste doch dem glücklichen Amerikaner den Vortritt lassen.

Am dritten Turniertag gingen mit Tony G und David Benyamine einige prominente Namen verloren. Der bisher dominierende Philipp Gruissem blieb allerdings auf Spur. Er spielte seinen Stack über eine Million und hatte damit erneut die Führung sicher.

24 Spieler überstanden den Tag, die Geldränge wurden bereits im zweiten Blindlevel des Tages erreicht. Antony Lellouche war der Unglücksrabe der auf Platz 64 als letzter Spieler ohne Prämie gehen musste – er rannte mit einem 4-Bet-Allin mit KK in AA.

Der Tag 4 zerrte dann nochmal gehörig an den Nerven. Es dauerte fast 9 Stunden bis die Finalisten ermittelt waren. Auf der Strecke blieben Andrew Lichtenberger und Juha Helppi. Dafür gingen u.a. Fabian Quoss, Philipp Gruissem und Theo Jorgensen in den Endspurt. Die Führung und beste Ausgangsposition hatte sich Matt Salsberg mit 1,757,000 Chips erkämpft.

Der TV-Produzent hatte es bei dieser Konkurrenz natürlich nicht leicht und auch mit der Führung im Rücken war es alles andere als ein „Start-Ziel-Sieg“ für den Amerikaner. Gleich zu Beginn des fünften Spieltages konnte sich mit Theo Jorgensen ein unbequemer Gegner aufmunitionieren. Jorgensen doppelte mit AA seinen Stack und war plötzlich Führender.

Im Anschluß kamen sich mit Quoss und Gruissem leider die deutschen Spieler mit AK vs QQ in die Quere – Quoss verlor seinen Stack und räumte den ersten Stuhl. Diverse Orbits später erwischte es dann mit Gruissem den letzten Deutschen im Finale. Der Pokerstratege schied auf Platz 3 aus als er mit JJ seine letzten Chips riskierte  – Jorgensen hielt mit K9 gegen und traf.

Damit war das Heads-Up eingeläutet. Der Däne war dicht davor als erster Spieler das gleiche WPT-Event zweimal zu gewinnen. Jorgensen hätte gerne ein Stück WPT-Geschichte geschrieben – Und danach sah es lange Zeit aus. Der gestandene Pro räuberte im Stack seines Gegners und als Salsberg mit A4 vs A5 seine letzten Chips denkbar ungünstig platzierte … wäre es fast soweit gewesen.

Aber erstens kommt es anders – und zweitens als man denkt. Der Amerikaner floppte eine 4 und doppelte sich direkt danach bis zur Führung auf. Eine weitere Großchance von Jorgensen überstand Salsberg mit viel Glück und in der letzten Hand konnte Jorgensen mit QT vs QQ das Ruder nicht mehr herumreissen.

Hier das Ergebnis im Überblick:

1. Matthew Salsberg $515,720
2. Theo Jorgensen –  $341,149
3.Philipp Gruissem – $219,265
4. Timothy Adams $162,162
5. Mohsin Charania – $121,987
6. Fabian Quoss –  $97,684