Chang ist bereits seit 2006 im Turnierpoker aktiv und konnte nun den ersten großen Titel gewinnen.

Das Shooting-Star-Event gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Pokerturnieren und in diesem Jahr konnten die Veranstalter mit 635 Teilnehmern nach 2005 (516 Spieler) sogar eine neue Rekordzahl in Sachen Registrierungen melden. Bei einem Buy-In in Höhe von $7,500 summierte sich der Preispool auf mehr als $4,5 Millionen. Chang schnappte sich als Turniersieger mit 1,1 Millionen das größte Stück vom Kuchen.

Wie immer war auf diverse prominente Spieler ein Kopfgeld (Bounty) ausgesetzt. Wer z.B. das Vergnügen hatte Phil Hellmuth zu eliminieren, wurde zusätzlich mit einer Bounty in Höhe von $2,500 glücklich gemacht.

Mit zwei Starttagen inklusive Re-Entry-Möglichkeit gab es natürlich reichlich Action und einige Profis, die in den ersten Orbits ausschieden, kauften sich bis zum Tag 2 erneut ein. Nach dem zweiten Turniertag wurde die Tischanzahl allerdings übersichtlicher und die Spreu trennte sich vom Weizen. Mehr als 200 Spieler mussten die Plätze räumen – ausgeschieden sind in dieser Phase u.a. Shawn Buchanan, Mike Sexton, Noah Schwartz, Greg Mueller und Scott Seiver.

Mit Antonio Esfandiari, Mario Ho, Erik Seidel, Isaac Baron und Matt Stout hatten sich andere bekannte Namen wiederum große Stacks erspielt. Chipleader war Paul Volpe der seine Führung auch mit an den Finaltisch nehmen sollte. Damit schaffte es der Pro aus Philadelphia innerhalb von 8 Tagen zum zweiten Mal in ein WPT Finale. Bereits in der L.A. Poker Classic schaffte er es bis ins Heads-Up und kassierte für den zweiten Platz $651k … als Chipleader beim Shooting-Star durfte er erneut vom Titel träumen.

Allerdings sollte es für Volpe erneut „nur“ für eine gute Platzierung reichen. Die erste Eliminierung im Finale ließ etwas länger auf sich warten. Erst nach 80 Händen rannte Joe Kuether mit JJ in gegnerische „Pocket-Rockets“ und schied aus. Auf Platz 4 erwischte es Urgestein Erik Seidel und auf Platz 3 musste Volpe schliesslich seine Hoffnung auf den WPT-Titel aufgeben.

Das Heads-Up spielte Kai Chang gegen Joe Nguyen. Die beiden Spieler hatten das gesamte Finale über um die Führung gekämpft und zum Zweikampfbeginn lag Chang mit einer 2:1-Führung vorn. Das Duell war nach sechs Händen, also sehr schnell entschieden. Nguyen riskierte seine Chips mit TopPair und Flushdraw und Chang hatte mit einer Straight einen leichten Call und das bessere Ende für sich.

Am Ende gab es folgende Platzierung und Preisgeldverteilung:

  1. Kai Chang – $1,138,350
  2. Joe Nguyen – $666,740
  3. Paul Volpe – $435,610
  4. Erik Seidel – $295,590
  5. Chris Johnson – $208,910
  6. Joe Kuether – $162,240