Im WPT Championship ging Gus Hansen als Chipleader in den Finaltag und verlor im Heads-Up trotz gigantischem Vorsprung. Cardplayer konnte nach dem Turnier ein Interview mit dem Dänen führen:

 CP:    Gus, wie fühlst Du dich im Moment?

 
GH:    Ehrlich gesagt bin ich sehr enttäuscht. Natürlich habe ich 1,7 Millionen Dollar gewonnen aber es überwiegt trotzdem eher das Gefühl 1,7 Millionen verloren zu haben.
 
CP:    Wie beurteilst Du dein Spiel im Turnierverlauf?
 
GH:    Mein Spiel ist so gut wie nie zuvor. Ich habe das Gefühl viel mehr Strategien und Möglichkeiten umsetzen zu können. Meine Spielstärke hat sich im Vergleich zu einigen Jahren deutlich gesteigert. Und dies zahlt sich inzwischen auch aus. Ich habe die aggressive mit der intuitiven Spielweise ausbalanciert. Ich kann so in den Turnieren den Druck temporär erhöhen und auch passive Phasen gut überstehen.
 
CP:    Erzähl uns etwas zu dem Heads-Up!
 
GH:    Ich habe nicht völlig fehlerfrei gespielt, ich habe auf einem 5-4-4 Flop nicht gesetzt und Chiu traf den River. Aber im Nachhinein lässt sich so etwas natürlich leicht sagen. Insgesamt bin ich mit meinen Entscheidungen zufrieden. Chiu hat leider in den richtigen Momenten gefoldet und gecallt. Mit den zweitbesten Händen kann man im Poker eben nicht gewinnen.
 
CP:    Wie sind deine weitere Pläne?
 
GH:    Ich werde noch ein paar Tage in Las Vegas bleiben. Anschliessend geht es zurück nach Europa um einen Monat zu relaxen. Dann sollte ich für die WSOP in optimaler Verfassung sein. Im Mai gibt es noch einige Werbeaktionen für mein Buch "Every Hand Revealed"