In der letzten Zeit waren die positiven Meldungen über die WPT eher selten. Immerhin ließen die letzten Quartale hoffen. Nach großen Verlusten wurden im letzten halben Jahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz ging zwar zurück, aber die WPT-E hatte erfolgreich die Kosten gesenkt und damit wieder die Gewinnzone erreicht.

Diesen Lichtblick nutzte das Unternehmen für einen Verkauf. Für $9,075,000 gehen sämtliche Reche an „Gamniya Limited“. Der gesamte Verkauf wir noch in 2009 abgewickelt – sofern die Mehrheit der Anteilseigner dem Geschäft  zustimmt. Der überraschen niedrige Kaufpreis lässt sich nur durch eine künftige prozentuale Beteiligung an den Einnahmen erklären.

Das der Tanker „WPT“ der das Pokerspiel so medienwirksam in Szene setzte für eine solche Summe verkauft wird, hinterlässt trotzdem ein mulmiges Gefühl. Das Unternehmen kam mit immensen Investitionen im Online-Bereich in's straucheln. Hohe Kosten für die TV-Produktionen und teilweise unglückliche Termine für die Events verschärften das Problem. Moral von der Geschichte:  In dieser schnellen Zeit kann sich auch ein Marktführer keinen Stillstand und kaum Fehler leisten …