moormanDer Brite gehört seit Jahren zu den festen Größen beim Profi-Poker. Moorman konnte Online über 10 Millionen Dollar an Preisgeld und diverse Titel gewinnen, im Live-Game sammelte er zwar ebenfalls $4 Millionen Prämien, ein Titel blieb dem fleißigen Spieler allerdings bisher verwehrt.

Bis jetzt … in Los Angeles konnte Moorman auch diesen Meilenstein in der Pokerkarriere abhaken. Er setzte sich gegen 533 (inkl. Re-Entries) Spieler durch und holte sich Titel und Siegprämie in Höhe von $1,015,460.

Chris Moorman spielte in den ersten Tagen des Turniers unauffällig aber effektiv. Während am zweiten Tag neben Barry Greenstein, Sorel Mizzi, Bertrand Grospellier, Phil Hellmuth, Phil Ivey und Phil Galfond viele weitere den Platz räumen mussten, spielte er sich im oberen Mittelfeld durch die Runden.

Nachdem auch am dritten Tag über 100 Spieler die Chips verloren hatte sich das Feld am vierten Tag bereits auf 63 Spieler reduziert. Während es den Chipleader der Starttage, Scott Blackman, kalt erwischte und er seinen Stack verlor, schlug die Stunde von Jennifer Tilly (Bild). Ihr Lebenspartner (Phil Laak) flog bereits am ersten Tag aus dem Turnier, Tilly jedoch hielt die Fahne für den Haushalt hoch. Sie hatte einen guten Lauf und kletterte im Chipranking auf Platz 3 und war sogar kurze Zeit Chipleaderin. tilly

Aber auch der beste Lauf im Poker währt nicht ewig. Wenn man in einen Drilling (Kings) läuft, kann schon ein massiver Teil des Stacks verloren gehen. Zeitgleich begann der Lauf von Moorman und der nahm im Vorbeigehen die restlichen Chips von Tilly, die auf Platz 22 ausschied und sich wahrscheinlich mehr als die $42,550 an Preisgeld erhofft hatte.

MIt Eugene Katchalov, Greg Merson und Jason Mercier, die alle vorher ausschieden, hatte Sie zwar bekannte Namen ausgespielt, ob dies ein schwacher Trost war, steht auf einem anderen Blatt. Zum Feierabend hatte sich Moorman auf Platz 2 gespielt und damit den Sturm auf den Finaltisch begonnen.

Das L.A Classic gehört mit den $10k Buy-In zu den prestigeträchtigsten Turnieren der USA, der Finaltisch spiegelte die Bedeutung des Turniers wieder. Neben Moorman schaffte es auch Adam Friedman in sein erstes WPT-Finale. Josh Neufeld konnte schon ein WSOP-Main-Event in den Top 100 abschließen und gewann bereits ein LAPT-Event. Glenn Lafaye cashte in drei WPT-Borgata-Main-Events. Chipleader Michael Rocco und der Franzose Patrick Bruel hätten sich sogar mit ihren WSOP-Bracelets an den letzten Tisch setzen können. Die Railbirds durften sich also auf ein hochklassiges Finish freuen.

Am letzten Tag erwischte es dann die Shortstacker Adam Friedman und Josh Neufeld zuerst, danach schob Bruel seine Chips mit einem mittleren Paar in die Mitte. Moorman hielt mit Top-Pair gegen und konnte mit den Chips des Franzosen zum Chipleader Rocco aufschließen.

Danach folgte die Schlüsselsituation des Tages. Moorman hielt T-T und gewann einen großen Pot gegen A-8 von Rocco und QJ von Lafaye. Michael Rocco ging mit dieser Hand auf Platz 3 die Luft bzw. der Stack aus und das Heads-Up von Moorman und Glenn Lafaye begann fast ausgeglichen. Nach 33 Händen hatte das „Online-Biest“ nicht nur einen kleinen Rückstand aufgeholt, sondern sämtliche Chips auf seine Seite gespielt. In der letzten Hand hielt AA gegen einen Straightdraw von Lafaye, dieser erhielt immerhin 662,840 Preisgeld für den guten zweiten Platz.

Das Ergebnis im Überblick:

1. Chris Moorman – $1,015,460

2. Glenn Lafaye – $662,840

3. Michael Rocco – $423,440

4. Patrick Bruel – $332,190

5. Josh Neufeld – $264,520

6. Adam Friedman – $200,440