Die Trackingtools sind aus dem Online-Poker nicht mehr wegzudenken. Sogar Old-School-Live-Spieler wie Daniel Negreanu werfen mit Begriffen wie PFR, 3-Bet-Percentage und WTS um sich. Ohne HUD am Tisch geht es also nicht. Welches Tool und „welche“ HUD-Anzeigen zu einem passen ist objektiv nicht zu klären und Geschmacksache.

trackerNachdem der gute alte Pokertracker 2 lange Zeit Platzhirsch war, konnte in der Folgezeit der Holdem-Manager die Krone erobern und überraschend gegen Pokertracker 3 verteidigen. Die dritte Version vom „Original“ hatte immense Startprobleme (Bugs) und verschreckte die alten Kunden – sehr zur Freude des Holdem-Manager-Teams. Die Programme sind in den neuen Versionen nun bereits einige Jahre am Markt und wurden stetig verbessert. Inzwischen laufen sämtliche sowohl beim Tracker als auch beim Manager die Funktionen stabil. Die Anwender haben sich mit den Finessen, Stärken und Schwächen der Tools vertraut gemacht. Neben den üblichen Bugfixes kommen jetzt seit einigen Wochen  keine weiteren Funktionen hinzu. Die Programmierer haben stattdessen offizielle Nachfolger angekündigt.

Holdem-Manager 2 und Pokertracker 4 sollen zum Jahreswechsel in den Verkauf gehen. Vorab findet eine längere Betaphase statt – Während diese  beim Holdemmanager bereits läuft,  wird beim Pokertracker 4 im September der Startschuss zur Beta fallen. hem

Die Vorgänger werden natürlich für eine Übergangszeit weitergepflegt … ein direkter Kaufzwang besteht glücklicherweise nicht. Skeptiker können also die ersten Monate abwarten und den Wechsel nach den ersten Fehlerbereinigungen vornehmen.

Ob die angekündigten neuen Funktionen tatsächlich einen Kaufanreiz darstellen muss natürlich jeder Spieler für sich entscheiden. Viele werden die akutell verfügbaren Optionen/Statistiken nicht ausnutzen und deshalb nicht zwingend  weitere benötigen. Skalierbare HUDS und neue Benutzeroberflächen sind eher etwas für's Auge – aber das isst ja mit. Das Feature nur die Stats angezeigt zu bekommen, die aus Aktionen des Gegners ausschliesslich gegen uns resultieren ist zwar nett – erfordert aber eine riesige Anzahl an Händen in der Datenbank um tatsächlich relevant zu sein.

Ein großer Vorteil beider neuer Programme soll die höhere Geschwindigkeit im Zusammenspiel mit der Postgres-Datenbank sein. Schnellerer Import und benutzerfreundlichere Wartung wären echte Pluspunkte von denen alle Anwender profitieren würden.

Sollte man zur Zeit ohne Tracker spielen, kann man sich bereits jetzt für eines der Produkte entscheiden. Aktuelle Käufer der alten/aktuellen Version erhalten ein kostenloses Update auf die Nachfolger. Macintosh-Anwendern bleibt die Qual der Wahl übrigens erspart. HoldemManager wird nicht für den Mac angeboten … hier wird auf die mögliche Nutzung per virtueller Maschine bzw. Bootcamp verwiesen. Der Pokertracker 4 soll direkt nach Fertigstellung der PC-Fassung auch für den Mac erhältlich sein.