Auch in Amerika ist die Regulierung vom Online-Poker eine unendliche Geschichte. Seitdem die UIGEA ein Schlag unter die Gürtellinie war, kämpfen die Pokerfans um eine Lösung für das Online-Poker.

Während PokerStars und Full Tilt mit der PPA (Pokers Players Alliance) Lösungsvorschläge präsentieren sind die Casino-Betreiber natürlich nicht untätig und versuchen einen fetten Teil vom Kuchen zu erhaschen. In den letzten Tagen sorgte der Senator Harry Reid (Foto) mit einem Gesetzesvorschlag für Furore. Demnach sollte Online-Poker zwar erlaubt werden aber für 15 Monate sollte das Angebot komplett auf’s Eis gelegt werden. In dieser Zeit können dann die Casino-Betreiber ein Online-Angebot entwickeln und zu den etablierten Anbietern aufschließen. Außerdem soll für eine Lizenterteilung ein Casinobetrieb von mindestens zwei Jahren Voraussetzung sein.

reidDas hier die Lobbyisten der Casinos am Entwurf mitwirkten ist mehr als offensichtlich. Stars und Tilt werden kaum 15 Monate den Geschäftsbetrieb ruhen lassen, kostspielige Casinos anschaffen um dann eine vage Chance auf eine Lizenz zu erhalten. Gerade in der Online-Branche kann man ein Jahr ohne stetige Entwicklung nicht überstehen. Die kleineren Anbieter (888 oder Cereus z.B.) könnten sich natürlich lukrative Partnerschaften mit MGM oder Harrahs erhoffen.

Lt. John Pappas (PPA) ist der Entwurf von Reid inzwischen wieder vom Tisch. Aber die nächste Idee/ der nächste Versuch wird nicht lange auf sich warten lassen. Die Pokerspieler werden damit leben müssen, dass eine Regulierung nicht nur Vorteile mit sich bringt. Neben den Steuern, die zu mehr Rake und damit einer geringere Winrate führt, könnten auch geschlossene Systeme wie Italien oder Frankreich die Folge sein. Dann wäre das Pokerspiel plötzlich nur ein nationales Vergnügen. Der amerikanische Markt ist mit 70% Anteil natürlich ausschlaggebend für die Entwicklung des Online-Pokers allgemein. Hoffen wir also das Beste.