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Montag, 12. September 2011 um 16:59 Uhr

Am dritten Turniertag reduzierte sich das Feld von 23 Spieler auf die acht Finalisten. Als Chipleader ging der Australier David Steicke in's Rennen. Im Verfolgerfeld und auf Titelkurs war mal wieder Erik Seidel. Seidel war bereits Runner-Up im ersten Event und ist in diesem Jahr an den Finaltischen der großen Turniere Stammgast. Mehr als 6 Millionen Dollar an Preisgeld konnte er in diesem Jahr bereits aus dem Turnierzirkus erspielen.

timexMit Mike McDonald (Foto), Fabrice Soulier und Isaac Baron waren weitere namhafte Spieler am Start. Und tatsächlich konnten sich weder Seidel noch der Chipleader durchsetzen. Für Seidel gab es zwar einen Traumstart, als er mit AA die Chips von Dutch Boyd kassierte und damit für den ersten freien Platz am Tisch sorgte, aber von da an ging es für den New Yorker stetig bergab. Am Ende pushte er seine verbleibenden Chips mit 55 und gab sich Soulier (der 99 hielt) auf dem vierten Platz geschlagen. Besser lief es für McDonalds - Nachdem er Soulier aus dem Turnier warf, lag er zu Beginn des Heads-Ups zwar noch eine knappe Million hinter Steicke ... das Duell lief aber ganz nach seinem Geschmack. Ein frühes Double-Up mit 55 vs AQ gab dem jüngsten Spieler der EPL eine bequeme Führung und auch das Aufbäumen von Steicke, der sich noch einmal aufdoppeln konnte, half nichts. Ace-High reichte McDonalds um die letzten Chips des Gegners zu kassieren. Mit dem Titel gab es die ausgelobten $782,410 Siegprämie. Damit konnte der junge Kanadier nach dem EPT-Sieg in Dortmund (+$1,370,161) einen weiteren großen Zahltag für sich verbuchen. Insgesamt hat der 21jährige nun bereits mehr als 3,5 Millionen Dollar Prämien eingespielt.

Hier nochmal das Ergebnis inklusive Preisgeld im Überblick:

1. Mike McDonald  $782.410
2 David Steicke   $506.260
3 Fabrice Soulier   $299.160
4 Erik Seidel   $184.100
5 Nam Le   $126.570
6 Isaac Baron   $92.050
7 Sean Getzwiller   $69.040
8 Dutch Boyd   $57.530

Freitag, 09. September 2011 um 18:51 Uhr

Bei der Epic Poker League läuft das zweite Event der Serie. Während man mit der Resonanz des ersten Events einigermaßen zufrieden war, galt das 2. Event als Bewährungsprobe. Mit der WCOOP bei PokerStars und der WPT in Paris gibt es etablierte Konkurrenzveranstaltungen. Und tatsächlich behielten die Skeptiker Recht ... mit 97 Startern sind die Erwartungen der Veranstalter enttäuscht worden.

Während die Organisatoren bestimmt schon über den künftigen Turnierplan und etwaige Konkurrenz bzw. Synergieeffekte grübeln, dürften die Teilnehmer im Hinblick auf die stattliche Siegprämie in Höhe von $782,410 (der Preispool inklusive dem "added Money" liegt bei $2,3 Millionen)  nicht in Depressionen verfallen.

Nach zwei Turniertagen machen sich noch 23 Spieler Hoffnungen auf den Titel. Chipleader mit 453k Chips im Stack ist der Franzose Fabrice Soulier. Erik Seidel ist ebenfalls noch im Rennen und hat 353k Chips vor sich und auch der umstrittene Sieger des ersten Events, Chino Rheem, ist mit 136k Chips bewaffnet und hätte bestimmt nichts gegen einen weiteren großen Zahltag.

Neben Justin Bonomo, Greg Mueller, Mike Matusow und Huck Seed erwischte es auch Phil Hellmuth der mit JJ in KK von Allen Bari rannte. Hier die aktuellen TopTen des Turniers:

1. Fabrice Soulier – 453,500
2. David Paul Steicke – 436,000
3. Erik Seidel – 353,500
4. Nam Le – 306,000
5. Matt Marafioti – 302,000
6. Dutch Boyd – 262,000
7. Adam Levy – 253,500
8. Chris Moore – 250,000
9. Jaime Kaplan – 245,000
10. Isaac Baron – 217,500

Montag, 15. August 2011 um 08:32 Uhr

chinoChino Rheem konnte sich im Heads-Up gegen Erik Seidel durchsetzen und kassierte das Preisgeld in Höhe von 1 Million Dollar. Ein erfolgreiches erstes Event der EPL wurde abgeschlossen und man darf auf die Fortsetzung ab dem 2. September gespannt sein.

Den Finaltisch durfte Hasan Habib als Chipleader beginnen. Eine knappe Führung im Poker hat generell wenig Aussagekraft. Mit Gegnern wie Jason Mercier, Gavin Smith, Huck Seed, Seidel und Rheem ist ein knapper Vorsprung nahezu wertlos.

Seed der als Shortstack gestartet war musste auch als erster seinen Platz räumen. Nachdem er einige Chips in den Stack sammelte versuchte er sich mit JJ aufzudoppeln und verlor den Flip gegen AK von Jason Mercier. Auch Gavin Smith scheiterte mit einem der gefährlichen Paare. Seine 99 wurden von Merciers QQ geschlagen. Daraufhin erwischte es Habib der mit JJ in AA von Rheem marschierte.

Dann trennten sich Seidel und Rheem von Mercier der mit 98o aggressiv die Blinds angriff und von Seidel's KJs zur Strecke gebracht wurde. Der finale Zweikampf startete zwar nahezu ausgeglichen aber Rheem hatte einen Lauf und konnte sich mit AK vs. AQ den Stack von Seidel erspielen. Der New Yorker High-Roller addierte für den zweiten Platz weitere $604k Preisgeld in seine beeindruckende Karrierebilanz. Chino Rheem hat nun eine Million Dollar und das Problem seine zahlreichen Gläubiger auszahlen zu müssen.

Rheem (Foto) hat sich von diversen Spielern hohe Summen geliehen. Bei der Anfrage verwies Rheem jeweils auf seinen Anteil an Mizrachi's WSOP-Main-Event. Der Grinder hatte tatsächlich einen Teil seines Gewinns mit Rheem geshared und dies den Spielern (wahrheitsgemäß) bestätigt. Allerdings hat Rheem mit dieser Masche von vielen Spielern Geld genommen und den eigentlichen Anteil am Mizrachi-Gewinn deutlich überzogen. Tatsächlich blieb er sämtlichen Gläubigern das Geld schuldig.

Die bizarre Situation um Rheem ist auch den Epic-Poker-League Verantwortlichen bekannt. Michael McDonald der im Komitee für Verhaltensregeln mitarbeitet hat sich deutlich artikuliert. Er sprach von einer Liste auffälliger Spieler die man im Auge hat. Sollten diese keine positiven Verhaltensänderung nachweisen, wäre ein Ausschluss aus der League die Folge. In diesem Fall würden die Gründe für den Rauswurf auch in den Medien offiziell verkündet. Rheem hätte (neben dem vorhandenen Seat für das Liga-Finale) also reichlich Grund für eine Zahlung seiner Schulden. Allerdings bleibt die Frage: Wieviel vom Gewinn bleibt dem Pro … wurde er für seine Teilnahme am Event gestaked?

Hier noch die Finalisten inkl. Preisgeld im Überblick:

1. Chino Rheem — $1,000,000
2. Erik Seidel — $604,330
3. Jason Mercier — $360,970
4. Hasan Habib — $237,560
5. Gavin Smith — $154,260
6. Huck Seed — $107,980

Freitag, 12. August 2011 um 11:55 Uhr

Am zweiten Tag der Epic Poker League wurden -wie geplant- die Geldränge erreicht. Sam Trickett spielte sich in Führung und hat nun mehr als eine Million Chips im Stack. Damit ist der Kurs auf den Finaltisch gesetzt. tricket

18 der 63 Starter durften sich zum Feierabend über mindestens $43k Preisgeld freuen. Ohne Scheck mussten Vanessa Selbst, Phil Laak, Sorel Mizzi, Mike Sexton und auch Ben Lamb nach Hause fahren. Bubble Boy wurde Matt Graham seine JJ wurden von Chino Rheem's KJs geschlagen - Rheem bastelte bis  zum Turn einen Flush und sorgte für den Feierabend.

Während Rheem zur Zeit im TwoPlusTwo Forum von Gläubigern harsch angegangen wird (u.a. ist er Durrrr noch Geld schuldig) macht  Sam Tricket (Foto)  seinem Sponsor Titan Poker viel Freude – positives Verhalten an den Tischen, Erfolge in 2011 und  knapp 400k Chips Vorsprung vor seinem Verfolger Hasan Habib – da kann der Sponsor eine gelungene Investition abfeiern. Ebenfalls noch im Rennen (und nicht zu unterschätzen / aber nicht bei Titan unter Vertrag J ) Erik Seidel, Jason Mercier, Eugene Katchalov und Gavin Smith.

Hier die Top 5 im Überblick:

1. Sam Trickett   1,032,000

2. Hasan Habib   646,000

3. Isaac Baron   637,500

4. Erik Seidel   609,000

5. Adam Levy   587,000

Donnerstag, 11. August 2011 um 09:43 Uhr

137 Topspieler bezahlten $20k Buy-In und spielten 6-Max NLHE. Vorab sah man dem neuen Pokerspektakel etwas skeptisch entgegen. Insbesondere der Liga-Start im Palms direkt nach der WSOP ließ viele Spieler an der Resonanz zweifeln. Aber wie bereits bei der WSOP wunderten sich die Skeptiker auch dieses Mal über das große Interesse - mehr als die Hälfte der für die Liga Spielberechtigten kauften sich ein. Die Profis lassen eine Rake-freies Turnier mit zusätzlichen $400k im Preispool nicht ohne triftigen Grund aus :)

katchaDie EPL wurde von Jeffrey Pollack und Annie Duke initiiert, die damit einen Wettkampf der besten Spieler in's Leben rufen wollen. Für eine Spielberechtigung in den Turnieren muss man sich über diverse Kriterien qualifizieren. Neben bestimmten Qualifikationsturnieren werden gewonnene Preisgelder und Anzahl erreichter Titel berücksichtigt. Eine detaillierte Liste der Kriterien ist auf der Website der Federated Sports+Gaming zu finden.

Die Veranstalter luden also die besten Pokerspieler der Welt ein und haben natürlich auch für eine entsprechende Turnierstruktur gesorgt. Die Blindlevel dauerten 90 Minuten und die Stacks waren großzügig bemessen. Ideales Terrain für Profis und die Atmosphäre war sehr gut. Alle waren enthusiastisch dabei und spielten die vorbereiteten Strategien aus. Die Railbirds sahen abwechslungsreiche Tische und Spielzüge und da CBS die Turniere mit ca. 20 Stunden TV-Zeit aufbereiten wird, darf man sich auf nette TV-Unterhaltung freuen.

63 überlebten den ersten Tag und dürfen auf einen Teil des Preispools hoffen – Dieser ist mit $3,1 Millionen gut gefüllt. Der Turniersieger erhält einen Scheck in Höhe von $982,660 und einen Seat für das Championship-Event im nächsten Jahr. Die besten Chancen auf den großen Zahltag hat rein rechnerisch der Chipleader - das ist zur Zeit Eugene Katchalov (Foto) mit 356k Chips im Stack. Aber die Top Ten lesen sich wie ein "Who is Who" des Pokersports:

1. Eugene Katchalov — 356,300
2. Ben Lamb — 287,200
3. Brian Rast — 260,500
4. Antonio Esfandiari — 248,100
5. Noah Schwartz — 220,200
6. McLean Karr — 191,800
7. Hoyt Corkins — 187,400
8. Isaac Baron — 167,700
9. Dan O’Brien — 163,300

Damit sind drei diesjährige Bracelet-Sieger im vorderen Feld vertreten ... das scheint tatsächlich eine "epische" Geschichte zu werden.

Angetreten aber nicht mehr dabei sind u.a. Phil Hellmuth, Barry Greenstein, Vanessa Rousso, Eric Baldwin, Andrew Lichtenberger, Scott Clement und Yevgeniy Timoshenko. Am zweiten Tag wird sich das Feld auf 18 reduzieren und damit soll auch die Bubble platzen.

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