Zynga ist wie angekündigt in das Echtgeldspiel eingestiegen. In Großbritannien nutzt Zynga die bwin.party-Plattform und bietet den Spielern unter dem Namen „Zynga Poker Plus“ Cashgame und Turniere in verschiedenen Stakes an.

Während die PartyPokerSoftware als solide Basis fungiert, bleibt das Look & Feel der bekannten Facebook-Software erhalten. Die Kunden müssen sich also nicht sonderlich umstellen und können ohne Umschweife durchstarten.

Zur Pokersoftware gesellt sich auch ein Angebot an Casino-Spielen. Mit 160 Slot-Games, Blackjack, Roulette und Baccarat ist für die Glücksspieler ein breit gefächertes Angebot am Start.

Zynga schielt natürlich auch auf andere Länder und hat eine Lizenz für Nevada beantragt. Bevor das Angebot allerdings auf weitere Länder ausgeweitet wird, muss die Rechtslage eindeutig sein, so der Sprecher. Bis dahin bleibt allen Interessierten außerhalb Englands lediglich das „Railbirden“. Der Client ist nämlich in allen Ländern verfügbar und funktionsfähig.

Interpoker wechselt gegen den Trend. Während immer mehr Anbieter das Ongame-Netz verlassen, wird Interpoker künftig in diesem Netz agieren. Interpoker ist bisher ein Skin des Boss-Netzwerkes (inzwischen unter dem Namen IPN auf dem Markt). Während dieses Netzwerk zur Boomzeit vom Online-Poker einen vorzeigbaren Spielerpool und gute Leistungsmerkmale in Form von Rakeback-Deals bot, sind in den letzten Monaten mehr und mehr Kunden zu anderen Anbietern gewechselt. Durchschnittlich sind bei IPN nur noch 300 Spieler aktiv – im Ongame-Netz spielen immerhin ca. 1,500 zur gleichen Zeit.  Ongame wird sich über den Zuwachs freuen, dort dürfte seit einiger Zeit Endzeitstimmung herrschen. Mit dem Weggang von Betfair und bwin halbierten sich die Kundenzahlen in kurzer Zeit. Ob mit dem Zuzug von Interpoker (Ende April) eine Kehrtwende erreicht werden kann, darf aber durchaus skeptisch beurteilt werden.

Anonyme Pokertische sind keine Neuheit beim Online-Poker. Bodog hatte diese Funktion bereits vor langer Zeit in die Software integriert. An den anonymen Tischen sind die Spieler mit Zufallsnamen und ohne eigenen Avatar platziert. In jeder Party ändern sich Name und Avatar und die Handhistories können deshalb nicht durch die bekannten Tracking-Tools in auswertbarte Statistiken verwandelt werden. Die Anbieter wollen mit dieser Variante die Hobbyspieler vor den Profis schützen und das Pokerspiel wieder auf ein niedrigeres Schwierigkeitsniveau bringen. Der Spielspaß soll dadurch steigen, die eigene Beobachtungsgabe gefordert werden und das Online-Spiel nähere sich dem Spielerlebnis „Live-Poker“. Das sind die Pro-Argumente. Natürlich gibt es auch kritische Stimmen zur Anonymisierung. Die Regulars fühlen sich benachteiligt, da der Anbieter damit gegen die Interessen seiner treuesten Kunden arbeitet. Außerdem böten die anonymen Tische mehr Möglichkeiten für Betrüger. In der Vergangenheit wurden diverse Gaunereien nur durch Analysen der Statistiken aufgedeckt. Diese Option entfällt in diesem Segment und wird Betrüger anlocken.

Die Verantwortlichen von iPoker haben abgewogen und entschieden, dass die positiven Aspekte überwiegen. Bei einer Vielzahl von Skins sind ab sofort Tische auch anonym spielbar. Zum Start beschränkt sich das Angebot auf NLHE-Tische und auf bestimmte Stakes. Das Angebot wird in Zukunft sicherlich von allen Skins des Netzwerkes und für mehr Stakes unterstützt. Interessierte können die Lobby schon jetzt auf „Anonymous“ Tische durchsuchen.