Das britische Unternehmen William Hill ist schwerpunktmäßig in Sachen Sportwetten aufgestellt und scheint expandieren zu wollen. Vom größten Wettanbieter in Großbritannien wurden 1,14 Milliarden Dollar für die 888 Holding geboten. Das Geschäftsfeld „Online-Glücksspiel“ sollte stark ausgebaut werden.

Mit 25 Millionen Kunden gehört die 888 Holding zu den größten Anbietern von Online-Glücksspielen und damit wäre die Übernahme ein Riesenfortschritt in Sachen Marktpräsenz.

Das Übernahmeangebot wurde natürlich aufmerksam an der Börse beobachtet und die Aktien von 888 stiegen zeitweilig um mehr als 20%. Im Gegenzug fielen die Aktien von William Hill um 3,5%. Die Anleger sahen demnach 888 als Profiteur in den Verhandlungen.

Nach Ladbrokes ist William Hill nun bereits der zweite Interessent für die 888 Holding. Und auch dieses Mal kam die Übernahme nicht zustande. Die Verantwortlichen (die israelischen Gründer halten 60% der Anteile) von 888 pokern in Sachen Übernahme grundsätzlich sehr hoch und forderten einen deutlich höheren Kaufpreis. Hierauf ließen sich wiederum die Verhandler von William Hill nicht ein. Damit ist das Thema Übernahme von 888 wieder einmal vom Tisch. Nach dem Scheitern der Verhandlungen stiegen die Aktien von Hill um einen knappen Prozentpunkt während die Aktien von 888 um knapp 12 Prozent fielen. Eigentlich ist nichts passiert und trotzdem schwankt der Aktienkurs in Millionenhöhe … schöne neue Welt.