Tokwire Enterprises ENRG (Tokwiro) hat als Inhaber von Ultimate Bet eine Erklärung an die Presse gegeben. Inhalt waren die Ergebnisse einer internen Untersuchung möglicher Betrugsfälle im Zeitraum März 2006 bis Dezember 2007. Tokwiro bestätigt die Betrügereien und teilt mit, dass die entsprechenden Accounts identifiziert und gesperrt seien. Inzwischen wurden die Fehlerursache recherchiert und in Zusammenarbeit mit der Kahnawake Gaming Commission (KGC) und weiteren Experten beseitigt.
 
Ähnlich wie bei Absolute Poker begann die Diskussion um mögliche Betrugsversuche mit Auffälligkeiten in den Pokerstatistiken. Ein Spieler mit dem Nick "NioNio" erzielte Ergebnisse ausserhalb jeder statistischen Norm. In dem Betrugssystem waren weitere 6 Spieleraccounts involviert. An den High-Stakes-Tischen des Pokeranbieters sahnten die Accounts ab. Um die verdächtig hohen Gewinnspannen zu verheimlichen, wechselten die Accounts regelmäßig den Nicknamen. Insgesamt wurden 18 Namen recherchiert (NioNio, Sleepless, NoPaddles, nvteas, flatbroke33, ilike2win, UtakeIt2, FlipFlop2, erick456, WhackMe44, RockStarLA, stoned2nite, monizzle, FireNTexas, HeadKase01, LetsPatttty, NYMobser,WhoWhereWhen).
 
Betrogen wurde mit einem illegalen Softwarecode der die Holecards der Gegner an die Betrüger übermittelte. Welche Summen sich die Täter erspielten ist noch nicht bekannt. Ultimate Bet wird allerdings sämtliche Spieler, die in den letzten 22 Monaten gegen einen der o.a. Accounts Geld verloren, entschädigen.
 
Der Software-Hack war mit einem Audit-System in die UB-Software eingeschmuggelt worden. Tokwiro macht deutlich, dass die Fehlerquellen inzwischen beseitigt sind und die Spiele nun fair verlaufen. Für die Zukunft werden mit der KGC Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Künftig werden die Live-Hole-Cards wie die Kronjuwelen beschützt.
 
Viele Spieler beschwerten sich über fehlende Reaktion und Kommunikation seitens des Pokeranbieters in den letzten Wochen. Tokwiro hatte aber bereits nach den ersten Gerüchten im Netz ausführliche Untersuchungen eingeleitet. Folgende Punkte sind erledigt bzw. in Arbeit:
 
1. Wurden die Betrüger identifiziert und gesperrt
2. Wurde untersucht auf welche Art der Betrug möglich wurde und die Software wurde korrigiert
3. Die Geschädigten wurden ermittelt um Schadenersatz zu leisten
4. Die Software ist ständig abzusichern und zu prüfen um Zwischenfälle für die Zukunft auszuschliessen.
 
In der zeitlichen Abfolge sieht das so aus:
 
Januar 2008  –> Verdachtsmoment gegen NioNio . Innerhalb von 24 Std. wurde die KGC wurde informiert/einbezogen. Logdateien/Protokolle und Backups wurden erstellt. Im gleichen Monat bestätigte sich der Betrugsverdacht und nach Absprache mit der KGC wurden weitere Experten hinzugezogen. Ebenfalls im Februar stellt sich heraus, dass der Code von Insidern eingeschmuggelt wurde, die Installation fand noch zu Zeiten der Vorbesitzer von UB statt. Die Software wird umgehend entfernt und KGC und weitere Experten bestätigen die Sicherheit des aktuellen Systems. Im März werden die mitbeteiligten Accounts recherchiert. Die Accounts wurden gesperrt und nicht (wie in den Foren behauptet) gelöscht. Im Mai geht aus den Untersuchungsergebnissen hervor, dass die Betrügereien über 22 Monate liefen. Ebenfalls im Mai wurden die Geschädigten identifiziert und der KGC gemeldet.
 
Ultimate Bet hat nun ein Software Security Center das eingerichtet. An der Sicherheit der Seite arbeiten Experten aus den Bereichen: Glücksspiel, Mathematiker, Pokerprofis und Entwickler von Sicherheitssystemen/Software.
 
Ein Wechsel des Nicknamens ist bei Ultimate Bet nur noch in Ausnahmefällen möglich. Der Spieler muss nachweisen, dass er im Chat beleidigt wird und deshalb eine neue Identität benötigt. Hierfür sind Chatlogs zu prüfen und über die Ausnahmen entscheidet das SecurityCenter.
 
Tokwiro bedankt sich ausdrücklich bei den Kunden für die Hinweise, Unterstützung, Geduld und Loyalität. Oberstes Ziel ist es natürlich das Vertrauen der Kunden wiederherzustellen. Die Verantwortlichen haben in den letzten Wochen alle Schritte getan um Folgefälle nach bestem Wissen und Gewissen zu verhindern.