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Dienstag, 02. Oktober 2012 um 12:21 Uhr

Auch wenn sich im Live-Poker bei der WSOP-E die Ereignisse überschlagen kann ein Blick auf das Online-Poker nicht schaden.

bwin.party konnte sich endlich per Verkauf vom Ongame Poker Network trennen. Käufer ist die Amaya Gaming Group und der Kaufpreis lag bei 25 Millionen Euro. Im letzten Quartal dieses Jahres wird das kanadische Unternehmen direkt 15 Millionen überweisen und in den nächsten 5 Jahren -abhängig von der Entwicklung des US-Marktes (Stichwort Regulierung)- weitere 10 Millionen nachzahlen. Beide Parteien sind mit dem Deal sehr glücklich ...und wenn es anders wäre ... stünde es nicht in der Pressemitteilung :)

Unabhängig von den Veränderungen in den Netzwerken wird der Traffic weiterhin von PokerScout.com dokumentiert. Die Seite hatte auch in den letzten Wochen keine positiven Nachrichten. Die Spielerzahlen gehen weiter zurück. Natürlich ist PokerStars als absoluter Marktführer weniger betroffen und auch iPoker und PartyPoker können sich mit den minimalen Kundenrückgängen arrangieren. Aber für die kleineren Anbieter wird die Luft dünner und die Rückkehr von Full Tilt Poker unter der Regie von PokerStars dürfte weitere  Kundenströme mit sich bringen.

sauce123Die Highroller sind vom Traffic nur sehr indirekt betroffen ... dementsprechend gab es im September wieder interessante Partien im Highstakes-Bereich. Gus Hansen betätigte sich unter dem Nick „broksi“ und hätte sich besser für einen ausgedehnten Urlaub entschieden. Mit ca. einer Million Dollar Verlust ist er der größte Verlierer des Monats. Mit Andreas Torbergsen(-$500k), Ilari Sahamies (-$380k) und Viktor Blom (-$468k) gab es weitere Schiffbrüchige die sich in dem „Club der Verlierer“ nicht wohlfühlen dürften. Gerade bei Blom könnte es in Sachen Bankroll knapp werden. Seine Zusammenarbeit mit Stars endete und Online hat er im Kalenderjahr zwischen 2,5 und 3 Millionen Dollar verloren.

Natürlich werden die Verluste der Spieler nicht vollständig vom Rake aufgefressen :)

Sam Tricket gewann (wie so oft) eine stolze Summe (+$492k). Jens Kyllönnen heimste $530k ein und Ben Sulsky über $600k. Spitzenverdiener mit $830k Gewinn war ein unbekannter Spieler aus Norwegen der unter dem Nick „Odd-Oddsen“ die Tische dominierte.

Auf Jahressicht steht Ben Sulsky (Bild) auf der Sonnenseite der Tische. Sein Gewinn summiert sich auf über 3 Millionen Dollar. Damit stehen die Chancen auf den Titel „erfolgreichster Spieler Online“ gut. Auf den Fersen ist ihm „EireAbu“ ... der Ende September aber einige Federn lassen musste.


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