schwfreitagWährend PokerStars mehr als 100 Millionen Dollar in Richtung US-Spieler zur Auszahlung brachte, glänzt Full Tilt zur Zeit lediglich mit internen Buchungen. Die Spieler haben Rakeback und Turniertickets in den Account gebucht bekommen. Auszahlungen sind für die US-Spieler weiterhin nicht möglich. Allerdings haben die Verantwortlichen inzwischen die gleichen Konditionen wie Stars verhandelt – es scheint aber noch keinen passenden Dienstleister für die Tilter zu geben.

Etwas irritierend ist, dass auch die Zahlungen für Kunden außerhalb der USA teilweise im System hängen bleiben. Da der Geschäftsbetrieb zur Zeit stabile Spielerzahlen zeigt und auch die Turniere mit garantierten Preisgeldern ordentliche Resonanz zeigen, darf man sich als Kunde zwar ärgern … muss sich aber wohl nicht sorgen. Allerdings steht die WSOP vor der Tür und eine Menge Kunden dürften  sehnlichst auf Geld warten … schließlich sind die Buy-Ins für die Bracelet-Events zu finanzieren.

Apropos Sorgen. Waren anfangs nur Stars, Tilt und das Cereus-Netzwerk von den Behörden verfolgt, trifft es nun zehn weitere Anbieter. Drei weitere Personen wurden angeklagt und elf Konten wurden eingefroren (u.a. in Panama, Malta, Portugal und Holland). neben Truepoker und Bookmaker.com und weiteren eher unbekannten Seiten wurde auch Doylesroom gesperrt. Die überraschende Ausstieg von Doyle Brunson dürfte sich also durch  Vorankündigung/-ahnung erklären lassen.

Ob Anbieter wie Cake, Merge oder Bodog tatsächlich eine Zuflucht für die US-Spieler sind, dürfte im Hinblick auf die zweite Aktion des DOJ mehr als fraglich sein.