Während sich bei PokerStars nach dem Black Friday längst der Alltag einstellte, tobt bei Full Tilt weiter das Finanzchaos. Bis Mitte September wurde die Anhörung im Juli verschoben und Full Tilt hat scheinbar noch ein paar Tage erbettelt.

In einer knappen Mitteilung gab die Alderney Gambling Commission den 19. September als nächsten Termin bekannt. Ort ist das Riverbank Plaza Hotel in London. Nachdem im Juli bereits hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde, dürfte der Ansturm der Medien und Spieler nun deutlich geringer ausfallen.

Seit April sollen 6 potentielle Käufer in Dublin die Firma hinsichtlich einer Übernahme geprüft haben. Ob sich ein Interessent tatsächlich dazu durchringen konnte ist nicht bekannt. Aber das die Anwälte von Full Tilt (Jeff Ifrah und David Deitch) das Mandat niederlegten dürfte eher als schlechtes Zeichen zu werten sein. Die Anwälte hatten Full Tilt im Rahmen einer Sammelklage gegen das Unternehmen vertreten und gaben als Grund für die Niederlegung „finanzielle Probleme“ an. Das Anwaltsbüro sähe in einer weiteren Vertretung von Full Tilt demnach eine unangemessene finanzielle Belastung. Wäre tatsächlich ein Investor in Reichweite würden die Anwälte das (sinkende?) Schiff sicher nicht verlassen.

Mal sehen wann sich die Akte Full Tilt schließt und wieviele Verlierer es dann geben wird.